Verbote sind gut, sie sind wirklich gut, in den meisten Fällen sind sie aber einfach nur schlecht.
In diesen Jahren hat sich eine gewisse Verbotssucht etabliert. Das Bedürfnis, alle möglichen Dinge per Gesetz zu verbieten. Ein Politiker muss nicht einmal beweisen, dass ein Verbot irgendwelche positiven Auswirkungen hat, es muss bloss gut klingen. Wie zum Beispiel Rassismusverbot. Oder Rauchverbot. Oder Killergamesverbot. Oder Drogenverbot. Sehr viele Leute halten diese Verbote für gut. Weil sie die Dinge, die verboten werden sollen/sind, nicht mögen. Doch das ist der schlechteste Grund, etwas zu verbieten. Den mit derselben Gründe könnte man Gummibärchen oder lila Haare verbieten.
Niemand hinterfragt Verbote mehr. Klingen sie gut, werden sie beklatscht. Und spricht man sie gegen ein Verbot aus, so denkt jedermann automatisch, man befürworte die zu verbietende Sache. Jemand, der für eine konsequente Meinungsfreiheit ist und somit gegen ein Rassismusverbot, gilt innert Sekundenschnelle als Rassist. Obwohl er ebenso gegen Rassismus ist wie die Befürworter eines Verbotes.
Diese Verbotssucht führt zu einer gefährlichen geistigen Faulheit. Verbote werden nicht hinterfragt und durchgedacht, sondern durchgewunken, als wären all diesen Leuten ihre Freiheit so unangenehm wie Kaugummi, der an der Schuhsohle klebt.
Mit der zunehmenden Regelung des Privatslebens der Bürger wird ein paternalistischer Staat geformt, der den Bürger nicht nur das Denken abnimmt, sondern zugleich Verantwortungsbewusstsein, Solidarität, Freiheit und ihr Geld.
Weder wird über Sinn neuer und alter Gesetze gründlich nachgedacht, noch zeigen die Bürger Verantwortung für ihr Leben, ihr Handeln und ihre Mitmenschen, da der Staat solch schwierige Entscheidungen wie die Wahl zwischen einer Tafel Schokolade und einer Karotte oder zwischen Betrunkenheit oder Nüchternheit abnimmt und strikte Vorschriften erlässt, noch zeigen sie Solidarität, da der Staat ihnen auch die abnimmt und sie somit selbstzufrieden auf der Couch Chips mampfen können (”Wieso soll ich mich gegen Rassismus aussprechen, wir haben ja Gesetze ‘für.” “Was will ich den Armen helfen, die haben ja staatliche Fürsorge und all das.”).
Als wäre all das nicht genug, kastrieren wir noch den freien Markt, was den Staat weiter aufbläht und die Unzufriedenheit der Leute steigert, da das freie Unternehmertum beschnitten wird und der Wohlstand als Folge davon sinkt. Noch mehr Gesetze und noch mehr Unfreiheit sind die äusserst unangenehmen Folgen.
Und die Junkies machen weiter wie zuvor.
Sunday, August 17, 2008 at 19:35
Sunday, August 17, 2008 at 22:33
Noch anzumerken wäre, dass zeitgleich und mit steter Regelmäßigkeit vom “mündigen Bürger” gesprochen wird, man diesem aber mit jedem Verbot, mit jeder gesetzlichen Regelung genau diese Mündigkeit hintenherum wieder abspricht. D.h. Lippenbekenntnisse auf der einen Seite, gegensätzliches Handeln auf der anderen.
Verantwortung des Einzelnen kann nur durch Freiheit entstehen.
Tuesday, August 19, 2008 at 12:55
Der mündige Bürger wird mehr und mehr entmüdigt… Klingt noch viel beängstigender, wenn man’s so formuliert.