Hysterisch-entartete Schundblättchen

Was ziert seit Tagen schon die Schweizer Zeitungen? Innerparteiliche Streitigkeiten der SVP. Irgendwelche stocklangweiligen Querelen, die politisch die Auswirkungen eines fallen gelassenen Staubkorns haben. Es wäre spannender, frischer Farbe zuzusehen, wie sie trocknet. Doch jeden Tag werden wieder altbekannte neue Details enthüllt. Über eine ach so liberale neue Partei, die entstehen soll. Über ein paar Parteiaustritte. Das ist gottverdammter Alltag in der Schweiz. Zudem wird das eigentlich so wunderschöne Etikett “liberal” verhunzt. Daneben ertrag’ ich die abgründige künstliche geschürte Hysterie bald nicht mehr. Zeitung zu lesen wird langsam zur Qual. Jedes Blättchen füllt beinahe dutzende Seiten mit Berichten, Interviews, Insiderenthüllungen und weiss Gott was. Der berühmte Sturm im Wasserglas gibt keine Ruhe. Ich frag mich bloss: Wen interessiert die Scheisse? Abgesehen von den paar SVPlern, die aus ihrem Parteiaustritt ein Medienspektakel machen und sich dabei eigentlich so verdammt lächerlich machen. Abgesehen von den paar SPlern, die jetzt feucht von einem Zusammenbruch der SVP träumen und davon, stärkste Partei der Nation zu werden. Einer Fliege ein Rückenhaar rot anzumalen ergibt mehr Sinn als diese ganze Debatte. Hört einfach auf. Macht was Sinnvolles. Geht Joggen. Spielt GTA IV. Fällt einen Baum und pflanzt einen neuen an. Verbrennt eine Dollarnote. Kämpft gegen Kreationisten und Weichköpfe jeglicher Couleur. Whatever. Bloss: Lasst diesen “Seich”.




Der grosse Kampf zwischen Papierzeitung und Onlinemedium

Solange wie man alle Nachrichten kostenfrei bekommt, und das sollte man eigentlich sogar als Grundrecht für die Information des Bürgers verstehen, wird die es die Presse schwer haben.
Und hinzu kommen beim Internet weitere Vorteile, man kann jede Information “platzsparend” und fast kostenfrei archivieren, und man kann die enthaltenen Informationen zeitnah überprüfen, und man kann die Nachrichten und Informationen schnell weiter verteilen - oder man kann sie sogar wie hier in einem Blog kommentieren, umformen und mit weiterem Inhalt versehen. Die Zeitung auf Papier hat demgegenüber eigentlich nur den Vorteil, das man damit Fische einwickeln kann.
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Der Zugang zu Informationen sollte auf keinen Fall eingeschränkt werden. Wenn man dies tun will, dann hat man jedes Recht dazu - so lang es sich natürlich um die eigenen Texte, Artikel etc. handelt. Doch ist es nicht ein Barbarei, die Leute davon abzuhalten, sich Wissen anzueignen?

Als käme es darauf an, dass Nachrichten gedruckt würden. Als wäre eine Meldung erst dann seriös, wenn sie unauslöschbar auf Papier steht.

Menschen die so denken, verkennen, worum es wirklich geht: Um den Inhalt. Und da sind viele Onlinemedien absolut brauchbar. Mehr noch: Sie sind praktischer, als gedruckte Nachrichten es jemals waren. Meine Tageszeitung werfe ich normalerweise am nächsten Tag weg. Wenn mir dann nach einer Woche noch was einfällt, das ich nochmal lesen will, dann habe ich ein Problem - das bei guten Onlinemedien inzwischen meist entfällt. Für die Freunde der gedruckten Zeitung mag es komisch klingen, aber Onlinemedien sind heutzutage meistens langlebiger als gedruckte.
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Ich für meinen Teil trenne längst nicht mehr zwischen Print und Online, für mich sind es einfach nur Nachrichten - egal wie sie zu mir gelangen.
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Eine Zeitung mag am Sonntagmorgen zu Kaffee und Croissant ganz lustig sein - doch wenn es um die Infos geht, dann finde ich im Internet eine beispiellose Vielfalt an Informationen jeglicher Couleur. Ich kann - wenn ich denn will - auch die Quellen nachprüfen und Quervergleiche ziehen. Onlinemedien - vor allem Blogs - sind enorm quellentransparent und ich kann sogar mit dem Autor in direkten, unmittelbaren Kontakt treten, bezüglich Fragen, die aufgetaucht sind oder dergleichen.

  1. luclog - Geschäftsmodell Zeitung []
  2. filterblog - Zeitungen - Print vs. Online []