Uhm, eigentlich sind’s noch etliche mehr. Ich wollte bloss erwähnen: 2012 geht die Welt nicht unter. Gut, das mag jetzt einige überraschen, grundsätzlich ist es auch eine persönliche Angelegenheit, ob man diesen abgründigen Bullshit glauben will oder nicht. Wer sich die nächsten vier Jahre die Kante geben will, um sich zwei Minuten vor Weltuntergang einen goldenen Schuss zu setzen: Whatever.
Richtig?
Was wäre, wenn diese Weltuntergangsfanatiker zufälligerweise Eltern sind? Wie mögen wohl Eltern ihr Leben und das ihrer Kinder gestalten, wenn sie glauben, die Welt gehe in 4 Jahren unter? Sie geben ihren letzten Cent für ein Elite-College aus? Vermutlich nicht ganz, nein. (Man erinnere sich an diese Weltuntergangssekten, die entweder kollektiven Selbstmord begehen oder sich irgendwo im russischen Hinterland in Höhlen verschanzen.)
Mh, das ist die ewigwährende Gefahr von derartigem Aberglaube. Die Gefahr ist besonders dann präsent, wenn der Glaube einen prägenden Einfluss auf die Lebensgestaltung hat.
Wäre diese Gefahr nicht da, würde ich wohl kaum einen Cent dafür verschwenden, solchen Aberglauben auszulöschen. Ich würde vermutlich darüber lachen. Auch wenn es schade ist um die vielen Hirne, die mit so viel Bullshit malträtiert werden.
Ah ja, hat tip: Bad Astronomer.
Breaking News: Der Large Hadron Collider wird immer noch keine Schwarzen Löcher erzeugen, die die Welt auffressen.
Und jetzt zum schöneren Teil dieses Morgens, einem Comictipp:

Mhm, der Comictipp ist gleichzeitig auch ein must read:
Compare the crude Medieval maps that show the earth as a disc divided cleanly into the continents of Asia, Europe and Africa (with the Garden of Eden at the center), with the Hubble’s Deep Field image—galaxies like handfuls of jewels, each an unreachable island universe teeming with worlds we’ll never know. A glimpse of this vision, like seeing Zeus in all his glory, is enough to make you fall to your knees and cover your eyes.
The Pain - Once the Large Hadron Collider Gets Going
Im Kernforschungszentrum CERN in Genf wir bald der Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) in Betrieb genommen. Danach folgt der Weltuntergang. Weil die Teilchen, die dort aufeinander prallen, ein schwarzes Loch bilden könnten.
Das heisst, eigentlich dürfte die Erde gar nicht mehr existieren. Sie wäre schon lange in einem schwarzen Loch verschwunden. Hätten die Weltuntergangsjünger recht. Denn in der Atmosphäre kollidieren andauernd Teilchen mit teils bizarr grosser Energie.
Dies bedeutet, entweder bin ich bloss eine Computersimulation auf einem interstellaren Raumschiff, oder der LHC bedeutet tatsächlich nicht das Ende der Welt.
Apropos Widerstand: Der Amerikaner Walter Wagner hat sogar eine Klage gegen die geplanten Experimente am CERN eingereicht. Begründung: Die Wissenschaftler gingen ein Risiko ein, das sie gar nicht einschätzen können. Stimmt das?
Detlef Küchler: Nein, das stimmt so nicht. Seit vielen Jahren wird von unabhängigen Physikern untersucht, was am LHC passieren könnte. Man stützt sich dabei auf die bekannte Physik, versucht aber auch unbekannte Größen mit einzubeziehen. Man muss bei dieser Diskussion vor allem einen Punkt im Auge behalten: Sicher, der LHC wird Kollisionen bei Energien durchführen, die bisher auf der Erde unerreicht sind. Aber das gilt nur für von Menschen erzeugte Zusammenstöße. Die kosmische Strahlung enthält Teilchen mit wesentlich höherer Energie. Und auch diese Teilchen prallen aufeinander, im All, auf anderen Sternen, auf dem Mond und auch hier auf der Erde. Trotzdem existiert die Menschheit immer noch. Das ist wohl das überzeugendste Argument, oder?1