Für Freiheitsliebende muss es ziemlich unangenehm sein, wenn sie zugleich Theisten sind. Wer einen irdischen Polizeistaat ablehnt, kann sich kaum wohl fühlen, wenn ein allmächtiger und allwissender Gott existiert, der noch das kleinste Zucken meiner linken Zehe registriert und mich anhand der allumfassenden Aufzeichnungen meines Lebens entweder in die Hölle wirft oder aber mit den Mormonen in den Himmel. Wer Himmel und Hölle propagiert, der hat kein grundlegendes Problem mit Diktaturen oder einer Gedankenpolizei.
Es ist so merkwürdig wie einleuchtend, dass nur Atheisten begreifen, dass sie Atheisten sind. Theisten weisen diesen Fakt jeweils weit von sich, obwohl sie die Existenz der grossen Mehrheit von Gottheiten ebenso negieren wie ganz gewöhnliche Atheisten.1