Wieso hat sich der Staat in einen Vertrag einzumischen, den zwei mündigen Menschen freiwillig und in völligem Einverständnis aller Vertragsdetails abgeschlossen haben und der besagt, dass der eine dem andern ein gewisses tödliches Gift bereit stellt oder es ihm einflösst?
Jedermann sein Leben so gestalten, wie es ihm beliebt, sofern er nicht die Freiheit und die grundlegenden Rechte anderer Personen einschränkt, resp. verletzt.
Ich nehme an, dieser Aussage würde ein Grossteil der westeuropäischen Bevölkerung zustimmen.
Um daraus abzuleiten, dass jemand nicht selbstgewählt sterben will (also zu einem Zeitpunkt und unter Umständen, die er sich selber aussucht), braucht es schon gewaltige Hirnverrenkungen.
Mich dünkt, mit rationalen Argumenten kann man sich nicht gegen die Sterbehilfe aussprechen, dazu braucht man schon religiös-esoterische.
Dies hat auch der Poet bei der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel beobachtet. Leider.
Insoweit ist es ja auch richtig, dass Menschen nicht darüber entscheiden sollen, wann und wie jemand den Löffel abzugeben hat oder nicht. Aber der unmittelbar betroffene Mensch sollte dies sehr wohl dürfen und seinen Freunden und Angehörigen sollte es erlaubt sein ihn dabei so gut wie möglich zu unterstützen um ihm eine Euthanasie (= leichter Tod), und vor allem einen menschenwürdigen, zu ermöglichen.1