Die Islamisten sagen’s klar und deutlich: Kleidet sich ein Mädchen unzüchtig (was soviel bedeutet wie: nicht völlig vermummt) oder gibt es sich in der Öffentlichkeit emotionellen bis sexuellen Handlungen wie Küssen hin, so muss sie damit rechnen, jeden Augenblick vergewaltigt zu werden. Denn Männer sind wie Pawlowsche Hunde ohne Selbstbeherrschung und freien Willen. Sehen sie den Knöchel einer Frau, so müssen sie mit dieser Frau unverzüglich kopulieren.
Ein oberösterreichischer Schuldirektor scheint sich diesbezüglich und bezüglich Homophobie den Islamisten anzuschliessen. Er verbietet den Mädchen an seiner Schule, sich untereinander auf den Mund zu küssen.
Es gehe nicht darum, die Schüler in ihrer Freiheit einzuschränken, rechtfertigte der Direktor im Interview seine Position. Vielmehr sei es Aufgabe der Schule, die Jugendlichen vor negativen Folgewirkungen zu schützen: “Es gab bereits einen Vorfall, bei dem ein Bursch ein Mädchen abküssen wollte, obwohl es das gar nicht wollte.”
Daher will der Direktor nun vorbeugend eingreifen: “Sollte es wirklich einmal zu einem Zwischenfall an unserer Schule kommen, würden schließlich alle sagen: ‘Ihr habt seit Monaten von dieser Entwicklung gewusst und nichts dagegen unternommen’.” Abgesehen davon würden die Küsse in einen Intimbereich gehen, der mit der Schule nichts zu tun habe, betonte der Direktor.1
Wenn Mädchenküsse in der Öffentlichkeit schuld an Vergewaltigungen sind, sollte man dann nicht Apfelkuchen verbieten, um den Kannibalismus aus der Welt zu schaffen?
Es ist nicht nur beschämend, dass Schuldirektoren ihre Macht derart ausnutzen, es ist vor allem unverständlich, wieso diese die Macht haben, die grundlegendsten Rechte eines Menschen zu ignorieren und die Ausübung derer gar unter Strafe zu stellen.
Bewertungssysteme mit Noten sollen in der gesamten Volksschule abgeschafft werden, fordern die Juso. Die Noten sollen durch qualitative Beurteilungen abgelöst werden.
Ich dachte bisher, Noten seien qualitative Beurteilungen. Vermutlich geht es hier eher darum, den Schüler unabhängig von Prüfungen zu beurteilen und anhand von eher vagen Kriterien zu beurteilen, was er so kann, wie er sich so durch die Schule schlägt, wo seine Stärken und Schwächen liegen. Aspekte, die man auch mittels Prüfungen und Noten, beurteilen kann. Ein härteres System. Die Juso fordert nach meinem Verstehen, dass diese Härte aufgelöst wird und über Schüler eher Verhaltensstudien angelegt werden - vergleichbar mit denen von Schimpansen. Der Lehrer also nicht als Richter, sondern als Beobachter.
Für Lehrlinge soll ein einheitlicher Mindestlohn von mindestens 1500 Franken netto im ersten Jahr eingeführt werden. Die Stipendien für Lehrlinge und Studierende sollen national vereinheitlicht werden und mindestens das Existenzminimum garantieren.
Nein, ich bin nach wie vor dafür, dass ein Arbeitgeber den Lohn, den er zahlen will, frei bestimmen kann. Somit fällt die ganze Diskussion über Mindestlöhne nicht ins Wasser, aber meine Position zu dieser Forderung der Juso ist zumindest eindeutig. Stipendien sollten auch in beliebiger Höhe ausgeschüttet werden können. Was auch nötig ist, wenn jeder Fall einzeln beurteilt und bewerten werden soll.
Das Lehrerpersonal soll massiv aufgestockt und die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Der Anteil männlicher Lehrpersonen in der Primarschule soll erhöht werden, ebenso der Anteil weiblicher Lehrpersonen an der Oberstufe, an Gymnasien und in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern.
Keine Quoten bitte. Ich halte es für groben Unfug, Arbeitnehmer nach Aspekten ihrer Person auszuwählen, die nicht in direktem Zusammenhang mit dem Anforderungsprofil der Stelle steht. Ob jemand männlich oder weiblich ist, tut nichts zur Sache. Die Frage ist, ob er als Lehrer was taugt. Was die Arbeitsbedingungen anbelangt: Diese werden grösstenteils durch die Schüler bestimmt. An denen kann man kaum etwas verändern.
Weiter soll eine nationale Gesetzgebung zur Verankerung der demokratischen Mitsprache der Schüler und Lehrlinge erarbeitet werden. Jegliche Beteiligung privatwirtschaftlicher Akteure am Leben und Wirken der Volksschule und der Gymnasien soll verboten werden.
Privatschulen im Rahmen der obligatorischen Volksschule und die freie Schulwahl sollen verboten werden. Vom Verbot ausgenommen bleiben sollen laut Wermuth reformpädagogische Schulen.
Freiheit wird aufgelöst und durch ein Korsett ersetzt. Meines Erachtens ist das heutige Schulmodell schon starr und einengend genug. Ich hätte lieber etwas mehr Luft und flexiblere Modelle, gern auch eine grössere Diversität an Schulmodellen. Heute gibt es eines, doch wie wäre es mit dutzenden verschiedenen? Von klassischem Unterricht bis hin zu den Strassenschulen der alten Griechen.
Religiöse Symbole an Volksschule, Gymnasien und Berufsschulen sollen für Lehrpersonen verboten werden. Für Schüler und Schülerinnen solle man diesbezüglich «ein Auge zudrücken», sagte der Juso-Präsident.1
Ich hätte zwar lieber, dass die Lehrer ehrlich antworten, wenn sie auf ihre Religionszugehörigkeit antworten - die Burkaträgerin also sagt, dass sie gerne unterdrückt wird und vieler Rechte beraubt wird -, aber aber mit obiger Lösung kann ich auch leben. Natürlich soll davon abgesehen werden, kleine Schmuckkreuze zu verbieten. Denn das Problem ist ja nicht die Zurschaustellung des Glaubens, sondern die Beeinflussung der Schüler durch den Lehrer. Und diese kann man nicht durch ein Verbot von Symbolen aus der Welt schaffen. Indoktrination kann viel subtiler, nicht regulierbar sein und ist trotzdem vorhanden. Eine Scheinlösung also?