Ferkelbuch in Amerika

Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel löste im deutschsprachigen Raum eine gewaltige Kontroverse aus. So grosse, das selbst der ehrenwürdige PZ Myers von Pharyngula sich dem Thema angenommen hat ~ Talking animals with more sense




Wieso man Religion nicht verbieten kann

Schadet Religion mehr als sie nützt?

Eine Frage, die ich vorläufig unbeantwortet lassen will.

Ab und zu ist mir der Gedanken durch den Kopf gegangen - Üblicherweise nicht dann, wenn ich satt und zufrieden mein Weinglas geleert und die Bratensosse vom Kinn getupft habe. -, die Religionen doch einfach zu verbieten. Dann würden etliche Probleme wegfallen. Islamischer Fundamentalismus zum Beispiel. Die Schrecken eine strafenden Gottes. Oder bloss schon nur ein Teil der AIDS-Problematik in Afrika.

Religionen zu verbieten, wäre jedoch ein Ding der Unmöglichkeit. Staatskirchen kann man noch relativ einfach ausschalten, diffiziler wird’s bei den Freikirchen und Sekten. Doch das ist bloss die Spitze des Eisbergs. Religion ist bloss organisierter Glaube. [Ein gewitzter Mann sagte einmal, würde einer allein behaupten, weisse Mäuse gesehen zu haben, käme er in die Irrenanstalt, würden dies hunderte, tausende zusammen behaupten, würde man dies Religion nennen. Oder so ähnlich.]

Glaube und Aberglaube bringt man aus dem Menschen nicht raus. Beide sind Teil einer durchschnittlichen Gesellschaft. Glaube bedeutet, Fakten zu ignorieren, unbeantwortbare Fragen zu beantworten und aus dem Nichts heraus Behauptungen aufstellen und diese gar mit “Argumenten” belegen zu können. Dies zeigt sich im Fegefeuer der Christen, in den Anti-Impf-Bewegungen, in Kobolden und Gnomen in Is- und Irland und auch in der Politik [Besonders bei kontroversen Themen geht es um subjektive Überzeugungen, die sich nicht auf Sachwissen stützen, sondern häufig auf vorkäuende Politiker, Redner und andere komische Leute.].

Religion zu verbieten, würde dem Glauben also bloss die Blattspitzen stutzen, und das Übel nicht an der Wurzel packen.

[Blinden Glauben bekämpft man am besten mit Aufklärung. Aufklärung beginnt jedoch mit Skeptizismus. Damit also, sich und seine Meinung kritisch zu hinterfragen. Manchmal braucht es dazu Denkanstösse, teils auch recht ruppige geistige Ohrfeigen. Deshalb bin ich hier.]




Erzbischof, die Zeit ist um!

Ein Kommentar von Jürgen Krönig in der Zeit über die Gefährlichkeit jenes kruden Vorschlags von Rowan Williams, dem Erzbischof von Canterbury, den britischen Muslimen die Wahl zwischen Scharia und Verfassungsrecht zu lassen ~ Multikulturelle Verirrungen




Die Philosophie des Intelligent Design

Prof.Dr.Axel Meyer und Prof.Dr.Hubert Markl über die Philosophie hinter dem Intelligent Design ~ Intelligent Design versteht die Evolution nicht




Mohammed bei Wikipedia

Sie streiten sich wieder, die säkularen Geister und die Moslems. Diesmal um Abbildungen des Propheten Mohammed bei Wikipedia. Letztere bleibt standhaft und beugt sich dem religiösen Wahn nicht ~ Wikipedia - Streit um Bilder des Propheten




Arche Noah?

Lesenswerter Artikel von Christoph Lammers zu Kreationismus, Evolutionstheorie und Bildung im heutigen SkepTicker ~ Arche Noah statt Beagle?




Wehret dem Aberglauben!

Endlich, der Tagesanzeiger hisst die Flagge und nimmt den Kampf gegen den Aberglauben auf. Vorerst nur mit Hugo Stamm. Zwar webloggt dieser schon eine Weile, doch für einmal hat er es auch in die Druckausgabe geschafft und entlarvt mit scharf-zutreffendem Geschütz Uri Geller und dessen ganze verlogene Show. Ja, verlogen ist sie wahrlich. ~ Wie Geller und Co. tief in die Trickkiste greifen

Obiger Artikel hat gar ein Vorspiel und malt eine düstere Bedrohlichkeit plumpen Aberglaubens. Wahrlich, blinder Glaube hemmt die Vernunft, auch in gesellschaftspolitischen Fragen ~ Fauler Zauber




Atheistischer Blogkarneval

Hossa, JLT hat gottlose Vorhaben im Kopf. Gut so. Ein Blogkarneval für Atheisten und andere rationale Materialisten hat noch niemandem geschadet. Deadline am 5. März, auch wenn du ein Humanist bist. ~ Eine gottlose Veranstaltung.




Perfekte Menschlichkeit

Daylight Atheism erklärt den Fakt, dass es möglich ist, einen unsündigen, moralisch handelnden, perfekten Menschen zu ersinnen, ohne dass man diesem den freien Willen entreissen müsste ~ On the Possibility of Perfect Humanity




Wehret dem Ferkelbuch

Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke ist ein wahrlich wunderbares Buch. ~ Salomons Homepage: Gottferkel
Ein Buch jedoch, das nicht jedem gefällt und manchem sauer aufstösst. Gerade auch wegen Fragen, die auftauchen und von den Fragestellern falsch beantwortet werden. Den geläufigsten Fragen hat sich Michal Schmidt-Salomon deshalb angenommen ~ Salomons Homepage: Gottferkel-FAQ

In der selben Ferkelkontroverse, auch Kinderbuchstreit genannt, zeigt sich jedoch auch, wie viel Schutz und Rückhalt die Religion und der Aberglaube immer noch geniessen. Erstaunlicherweise gibt es auch immer noch Menschlein, die religiöse Indoktrination und aufklärerische Denkanstösse für gleichwertig halten.

Für den geneigten Leser ein paar Zitate, die seine Abneigung gegenüber dem Glauben vermutlich nur noch stärken werden:

Das falscheste aber am ganzen Buch ist es, die drei vermeintlich abrahamischen Lehren als gleichwertig zu behandeln und damit quasi auf gleiche Augenhöhe zu heben~

Es gibt viele schlechte Kinderbücher; am schlechtesten aber sind die indoktrinierenden. In ihrem Bemühen, den Kindern nur ja die richtige Botschaft einzuhämmern, verzichten die Autoren auf alle Originalität, auf jedes erzählerische Detail, das einfach nur da sein darf, absichtslos, interessant und schön. ~

Damit verzichtet es allerdings auch auf Aufklärung und kritischen Geist, die erst Religion und den Mythos als Vorstufe der Aufklärung ablösen könnten. Atheismus kann leicht zur Ersatzreligion mit nicht minder perfiden Folgen führen, selbst Mythos werden. ~

Dass die drei großen Weltreligionen gleichermaßen in die Pfanne gehauen werden, ändert ja nichts an dem Tatsache, dass dabei insgesamt ein höchst einseitiges Weltbild vermittelt wird. Das lehne ich prinzipiell ab, ob es sich nun um religionskritische oder um religionsverherrlichende Schriften handelt. Ich meine, dass indoktrinierende Kindererziehung grundsätzlich nichts Gutes an sich hat. Kinder sollten sich frei entscheiden können, und dem steht dieses wie viele andere Bücher mit gegenteiligem Inhalt eindeutig entgegen. Natürlich haben Eltern das Recht, ihre Sprösslinge so zu erziehen, wie sie es für richtig halten. Das darf aber nicht dazu führen, dass schon in den ersten Lebensjahren Ressentiments geschürt werden, die im Erwachsenenalter fatale Konsequenzen haben könnten. ~