Die Nichtreligiösen tragen womöglich mehr zum religiösen Frieden in der Schweiz bei als all die Religiösen, die sich ihrer Nächstenliebe rühmen: Es gibt klare Indizien für den Zusammenhang zwischen Religiosität und allgemeiner Menschenfeindlichkeit, sagt ein nationales Forschungsprojekt
Sandro Cattacin: «Nichtreligiöse sind klar weniger rassistisch, weniger sexistisch, weniger homophob, weniger xenophob.» Nur ein Schluss sei übereilt: «Man darf davon nicht ableiten, dass jeder Nichtreligiöse tolerant ist.»1
Erstaunlich, bieten doch gerade religiöse oder pseudoreligiöse (Sozialismus in all seinen Spielarten, aber auch andere Ideologien, die irgendetwas für heilig erklärt haben.) Weltanschauungen die beste Begründung für kollektivistischen Hass. Dagegen sind es gerade die Naturwissenschaften, die niemandem Stoff für Vorurteile liefern. Evolutionsbiologen (Manchmal salopp Darwinisten genannt.) gehören mitunter zu den grossartigsten Humanisten. Woran das wohl liegt?
Ah ja, was diese Studie auch besagt, ist, dass der Antisemitismus in der Schweiz beunruhigend hoch sei. Viele seien auch der Meinung, Juden besässen zu viel Macht und Einfluss. (Verschwörungstheorien à la Zionistische Weltverschwörung lassen grüssen.)
Die Uno macht alles gut, indem sie Diskriminierungen verbietet. Wir wir alle wissen, verschwinden alle Dinge, die mit einem Verbot belegt werden, augenblicklich. Abgesehen von so ziemlich allen Dingen, die je verboten wurden. Es gehört schon eine gehörige Portion Naivität dazu, wenn man glaubt, mit einem Rassismusverbot könne man Rassismus bekämpfen. Entweder das oder eine ganz bestimmte politische Agenda, die die Antithese zu Humanismus und Liberalismus ist.
Das Uno-Komitee gegen Rassendiskriminierung (Cerd) hat die Schweiz aufgefordert, mehr zur Bekämpfung von Rassismus zu unternehmen. Das Uno-Gremium veröffentlichte am Freitag in Genf seine Empfehlungen zum Länderbericht, den die Schweiz vorgelegt hatte, wie das alle 173 Vertragsstaaten der Antirassismuskonvention regelmässig tun müssen. Die Schweiz habe keine wirklichen Fortschritte bei der Bekämpfung von rassistischer und fremdenfeindlicher Haltung gegenüber Schwarzen, Muslimen, Fahrenden, Immigranten und Asylsuchenden gemacht, bedauert das Cerd. Es fordert die Schweiz auf, den Dialog zwischen ethnischen Gruppen und die Toleranz in der Gesellschaft zu fördern, vor allem auf der Ebene der Kantone und Gemeinden. So verfügten erst zehn Kantone über ein Antidiskriminierungsgesetz.
Rassismus ist keine Aktion, es ist eine Denkhaltung. Es ist nicht einmal eine Meinung, es ist Bullshit, aber es ist dennoch eine Ideologie. Ideologien kann man nicht bekämpfen. Man kann gegen ihre Verbreitung ankämpfen, indem man z.B. darauf hinweist, dass Rassismus keine Meinung ist, weil es sehr viele Behauptungen macht, die schlicht und ergreifend falsch sind. Und dann kann man weiter gehen und diese Fehler erklären und wieso eben diese und jene Leute Recht haben und nicht die Rassisten. Man kann Skeptizismus erklären, Humanismus und wissenschaftliche Methodik. Leute, die auf der Kippe stehen, kann man überzeugen. Rassisten nicht. Das sind Betonköpfe, die ihre “Botschaft” an die Leute bringen, ob sie in der Öffentlichkeit nun “Neger” sagen dürfen oder nicht. Es spielt nicht einmal ein Rolle, ob man ihnen erlaubt, sich zu versammeln. Drängt man die Rassisten aus der Öffentlichkeit, macht man bloss unsere Arbeit schwierig. Wie will ich bitte gegen einen unsichtbaren Feind kämpfen? Wie? Ich kann ihn nicht einmal zitieren, um seine Pseudoargumente zu zerpflücken.
Dann kommt natürlich die ganze Diskussion über eingeschränkte Meinungsfreiheit, Versammlungsverbote, Symbolverbote, Parteiverbote hinzu. Alles Dinge, die keinerlei erwiesenen Nutzen haben und das Gegenteil von Freiheit ist. (Einmal mehr muss ich erwähnen: Freiheit ist nur die des anderen. Wenn du dir erlauben willst, öffentlich bestimmte Aussagen machen zu dürfen, aber diesem demjenigen verbieten willst, der eine andere Meinung vertritt, dann hat das nichts mit Freiheit oder gar humanem Verhalten zu tun, sondern ist Meinungsdiktatur. Punkt.) Des weiteren könnte ich erwähnen, dass Symbolverbote bloss dazu führen, dass man Rassisten heute nicht mehr erkennt, weil das Gesetz ihnen vorschreibt, dass sie sich tarnen müssen. Der Feind ist also nicht nur unsichtbar, sondern ist der Mimikri mächtig.
Das Komitee befürchtet, dass Kantone und Gemeinden die Antirassismuskonvention nicht umsetzen, und fordert den Bundesrat auf, sich «proaktiv» dafür sowie für Überwachungsmechanismen in allen Kantonen einzusetzen.
Ich esse kein proaktives Joghurt und will ganz sicher nicht mehr Überwachung. Wo geht die Verantwortung der Bürger überhaupt hin? Die Leute sollen sich gegen Rassismus auflehnen, nicht irgendwelche Gesetze aufstellen, die ihnen erlauben, faul zu sein und sich trotzdem gut zu fühlen, nur um sich drei Jahre später zu wundern, wieso es immer noch Rassisten gibt.
Das Cerd erklärt sich aber besorgt darüber, dass die Schweiz Vorbehalte hat gegenüber einem Verbot von Hassreden. Die von der Schweiz angeführte Meinungs- und Versammlungsfreiheit habe keine absolute Gültigkeit, denn rassistische Aktivitäten und Organisationen müssten gemäss Konvention verboten werden.
Eine kleine Neuigkeit für dich, Cerd: In den USA ist Hate Speech nicht verboten und trotzdem werden die Vereinigten Staaten nicht von einem faschistischen Diktator regiert.
Meinungsfreiheit ist nur dann etwas wert, wenn sie absolut ist. Sonst soll man sie nicht -freiheit nennen, sondern -zensur. Aber das macht für das Cerd vermutlich keinen Sinn. Aber eigentlich würde es an ihnen liegen, aufzuzeigen, weshalb ein Diskriminierungsverbot derart gut wäre. Tun sie aber schlicht nicht. Ergo: Bullshit!
Ich wiederhole: Niemand hat das Recht, nicht beleidigt zu werden. Und Rassismus bekämpft man nicht mit Verboten, sondern mit Argumenten und dem verbalen Kampf gegen blinden Glauben, Kollektivismus, Autoritätshörigkeit und irrationales Denken. Und freier Markt natürlich.
Tomorrow’s Pioneers, die Kindersendung des Hamaskanal Al-Aqsa TV ist ein Musterbeispiel dafür, wie man kleine bis kleinste Kinder mit Antisemitismus, Antiamerikanismus, Antizionismus, Islamismus, Rassismus und Jihadismus indoktriniert.
Da sind die Jesus Camps in den USA und evangelikales Home Schooling ein laues Lüftchen dagegen.
Tomorrow’s Pioneers erinnert eher an die mediale Indoktrination zu Nazizeiten oder die Hasspropaganda eines Ku Klux Klans. Die Gemeinsamkeiten wiegen natürlich auch schwer.
Jedenfalls: Es ist eine äusserst hässliche Angelegenheit. Hasspredigende islamische Kleriker sind das eine, gezielte Indoktrination der Kleinsten ist noch einmal um etliche Grössenordnungen abscheulicher. Oder wann habt ihr das letzte Mal eine Kindersendung gesehen, in der die Kinder aufgefordert wurden, Genozide zu verüben?
Die Minarettinitiative steht1 und ein anderer Stellungskrieg ist entfacht.
Während für mich ein Minarettverbot eine klar unnötige Freiheitseinschränkung ist, frage ich mich gleichzeitig auch, ob es ernsthaft möglich ist, dass man bloss Minarette verbieten muss, damit der Islamismus ein bisschen an Boden verliert. Scheisse, nein, das frage ich mich nicht. Es besteht schlicht kein Zusammenhang zwischen Anzahl Minaretten und Einfluss des Islamismus. Ein Rassismusverbot verhindert schliesslich auch keinen Rassismus.
Aber lustig isses, wie sich Linke und Rechte darob die Köpfe ausreissen. Die eine zücken die Islamismuskeule, die anderen die Rassismuskeule. Ein Sommerlochspektakel!
Es gibt diese Momente, da kratzt man sich nur noch am Kopf. Überlegt sich noch nicht, ob man selbigen einsam, effekthaschend und unverstanden gegen eine Wand donnern sollen, aber die Gedanken tendieren in jene Richtung.
Ihr alle habt’s vermutlich mitbekommen. Der Skandal um jene paar Zeilen in einem 366-seitigen Buch des National Children’s Bureau (NCB), in dem es um die Bekämpfung von Rassismus geht. Jene Zeilen, in denen gesagt wird, dass Kindergärtner jene Kinder genauer unter die Lupe nehmen sollten, die “fremdes” Essen mit den Worten Igitt! oder Bäh! kommentierten. Beide Ausrufe könnten zwar lediglich bedeuten, dass das Essen zum Beispiel zu scharf ist oder das Kind es halt nicht mag (Wir wissen alle, wie heikel wir selber als Kinder waren, teils immer noch sind.). Igitt! könne jedoch auch Anzeichen eines tiefergehenden Rassismus sein. Deshalb sollten Kindergärtner angehalten werden, auf solche Zeichen zu achten und den Kindern der Gebrauch solcher Despektierlichkeiten möglichst untersagt werden.
Nun, mit Political Correctness - anders ausgedrückt: der Verkrüppelung von normalen Redegewohnheiten - soll also der Rassismus ausgemerzt werden. Ich hab’ zwar bis dato noch keine Erklärung erhalten, wie man mit Redeverboten die Gedanken der Leute ändern kann, noch einen Beweis, dass es funktionieren würde. Aber lassen wir den PClern ihre Freude am Spass. Irgendeine Beschäftigung brauchen auch die.
Doch um das soll es hier gar nicht gehen, sondern um den Flamewar, der sich zwischen drei Polen (links politisch korrekt, paxx und der alarmschrei; freiheitlich erzliberal, fdog; rechts junge freiheit, politically incorrect (satirisch titantic)
Ya know, interessant ist, wie hartnäckig die verschiedenen Parteien aneinander vorbei reden. Die Linke singt nur der Rechten vor, das Buch habe 366 Seiten und auf 365 Seiten stünde nichts über Igitt! oder Pfui! Toll, man kann nicht einzelne Stellen in einem Buch zitieren, man muss immer auch die anderen 365 Seiten kommentieren. Von den hier zitierten Blogs hat keiner irgendein Wort über die Initiative hinter dem Buch verloren. Geschweige denn wollte irgendjemand das Buch als solches schlecht machen. Es ging immer nur um diese eine Passage. Und diese sagt tatsächlich aus, dass eine Äusserung wie Igitt! rassistisch motiviert sein kann:
‘Indications of racial prejudice may not always be perceived as such. Indeed it is important always to pursue such indications with a view to ascertaining the reasons for them. For example, a child may react negatively to a culinary tradition other than her own by saying ‘Yuk’. This may mean a lack of familiarity with any food not seen or eaten before or, more seriously, a reaction to food associated with people from a particular ethnic or cultural community. Care is always needed in following up such reactions to differentiate very clearly between a child’s natural apprehension and racial prejudice.’1
Anhand eines weiteren Zitates sieht man auch, dass die Kindergärtner auf solche Äusserungen sofort reagieren sollen:
Staff are told: “No racist incident should be ignored. When there is a clear racist incident, it is necessary to be specific in condemning the action.”
Warning that failing to pick children up on their racist attitudes could instil prejudice, the NCB adds that if children “reveal negative attitudes, the lack of censure may indicate to the child that there is nothing unacceptable about such attitudes”.2
Die Sachlage scheint klar zu sein, weshalb also dieser ganze Zank?
Political Correctness vs. Political Incorrectness. Dreh- und Angelpunkt viel zu vieler politischer Diskussionen.
Nochmal: Werden Kinder weniger rassistisch, wenn man ihnen das Wörtchen Igitt! verbietet und sie dazu zwingt, das Couscous schön artig runter zu würgen? Ändern solche Bestimmungen und Verbote irgendetwas am Denken der Leute?
Wie kann eine Behörde solche Vorschläge machen, obwohl sie keinen blassen Schimmer hat, ob es irgendetwas nützt?
Ach, bemüht euch nicht, ich ruf’ die Gedankenpolizei schon selber…
Es gibt viel zu tun für britische Kindergärtner und Erzieher. Die britische Kinderschutzbehörde “The National Children’s Bureau” (NCB), die jährlich umgerechnet rund 18 Millionen Euro an Fördermitteln der öffentlichen Hand erhält, hat nach einem Bericht des “Telegraph” einen Maßnahmenkatalog entwickelt, um Rassismus bei Kleinkindern zu bekämpfen.
Schon eine vermeintlich harmlose Wortäußerung könne Anzeichen für eine potentiell rassistische Einstellung sein, warnt das NCB. Reagiere ein Dreijähriges Kind mit “Igitt” oder “Bäh”, wenn ihm fremdartiges, scharf gewürztes Essen vorgesetzt werde, könne dies als rassistisch geprägter Vorfall gewertet werden, heißt es laut “Telegraph” in dem NCB-Papier.1
Ganz ehrlich: Ich mag chinesisches Essen nur in Ausnahmefällen. Und was dieses Couscous angeht: Bäh! Spinat mag ich auch nicht leiden. Und erst dieses komische Käsefondue.
Es ist mir scheissegal, wenn mich jemand deswegen als Rassist abstempelt. “Du hast doch nicht alle Sinne beisammen!”, werde ich galant erwidern.
1. Igitt! zu sagen ist eine relativ profane Vereinfachung des folgenden Satzes: Dieses Gericht schmeckt sicherlich sehr gut und ist wunderbar gekocht, es entspricht aber leider nicht ganz meinem Gusto.
2. Somit will man Kleinkindern verbieten, ihre Meinung zu äussern.
3. Was, wenn es Erfolg hätte, mich sehr stark an Aldous Huxleys Brave New World erinnern würde. Reine, unverfälschte Indoktrination politischer Korrektheit und der “besseren” Gesellschaft wegen schon im Säuglingsalter.
4. Wer denkt ernsthaft, man könne Leute ändern, in denen man ihnen verbieten, das Wörtchen Igitt zu benutzen? Wenn politische Korrektheit funktionieren würde, dann wäre der Rassismus hier im Westen ausgerottet. Ist er?
5. Viel eher - und gerade bei Kindern - sind Trotzreaktionen zu erwarten. Ihr kennt’s alle. Jugendslang. Ungestüme Jahre. Grenzen testen und bewusst, der Provokation wegen, überschreiten.
6. Sehr bedenklich ist es jedoch, dass staatliche Behörden solche Vorhaben ausführlich planen und umsetzen wollen. Ein Ausdruck des politischen Klimas?
hat tip to dirk
Der Kollektivismus schlingt seine düstersten Klauen im Moment um Italien. Die Roma werden stigmatisiert und als Kollektiv anders behandelt als die restlichen Volksgruppen. Präventiv werden von jedem Roma die Fingerabdrücke genommen. So wollte es Italiens Innenminister Roberto Maroni. Diese Massnahme sei zur Verbrechensbekämpfung nötig.
Sich über Italiens Zustand Sorgen zu machen, ist wohl angebracht. Ausser man mag Rassismus.
hat tip to: Der Lindwurm - Italien: Rassismus in Aktion
Es wäre äusserst bedenklich, wenn einzig ein Verbot von rassistischen Äusserungen und Hakenkreuzen uns von einem nationalsozialistischen Reich trennen würde.
Anders gesagt: So frank und frei wie man hierzulande für den Kommunismus werben darf, wäre die Schweiz schon längst eine leninistische Diktatur.
Ach, und übrigens, falls jemand Geert Wilders Aussage “Islam wants to rule, submit and seeks to destroy our western cilivization” für eine rassistische, da verallgemeinernde Äusserung hält, mache ich darauf aufmerksam, dass wir alle hin und wieder Sätze ausspeien wie “Die Schweizer sind doch ein Volk von verklemmten Isolationisten”, “Ha, Amerika, diese dekadenten Kriegstreiber müssen gerade etwas sagen” oder auch “Israel verübt einen Genozid in Palästina”. Nein, wenn wir immer alles hyper-differenziert betrachten müssen, dann dürfen wir auch nie sagen “Die Deutschen haben im Dritten Reich Juden und Behinderte umgebracht”, man müsste sagen “Einige Nazis haben im Dritten Reich Juden und Behinderte umgebracht.”
Nur so, falls sich wieder jemand wegen “undifferenzierten Äusserungen” angegriffen fühlt.
Danke für die Aufmerksamkeit.