Die Regierung von Premier Ehud Olmert bietet demnach an, sich aus 93 Prozent des Westjordanlandes zurückziehen, berichtete die israelische Tageszeitung Ha’aretz am Dienstag. Als Gegenzug für die sieben Prozent, die bei Israel bleiben - dabei dürfte es sich um die größeren Siedlungsblöcke handeln - sollen israelische Gebiete in der Negev-Wüste dem Gazastreifen hinzugefügt werden.
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Aus dem Büro von Abbas kam daher auch prompt die Ablehnung des Planes: “Der israelische Vorschlag ist nicht akzeptabel” , sagte ein Sprecher des Palästinenserpräsidenten. Die Palästinenser würden nur einen Staat mit Jerusalem als Hauptstadt und gänzlich ohne Siedlungen, also innerhalb der Grenzen vor dem Sechstagekrieg von 1967 akzeptieren, der Vorschlag sei reine Zeitverschwendung.1
Dieser Zweistaatenvorschlag scheitert also deshalb, weil es Mr. Abbas an Pragmatismus mangelt (Welchen Sinn hat es, auf bestimmten Flecken Land zu beharren, die nun von Israelis besiedelt sind, bloss weil das innerhalb von irgendwelchen vor langer Zeit unter anderen Umständen festgelegten Grenzen liegt?) und weil die erzreligiösen Sturköpfe auf israelischer und palästinensischer Seite ein- und dieselbe Stadt beanspruchen?
Der Konflikt brennt also weiter wegen ein paar unsichtbaren Freunden. (Ohne diese hätte es den Konflikt natürlich gar nie gegeben, und auch mit einer Zweistaatenlösung wird der Jihad weiter den Wüstensand mit Blut tränken.) Grossartig. Als hätten wir nicht andere Probleme.
Ich warte momentan nur noch auf die grosse mediale Entrüstung. Der Aufschrei muss gewaltig sein. Beinahe hätte der Nahostkonflikt beigelegt werden können, doch der Frieden wurde einmal auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Ich muss mich präzisieren: Hätte Olmert ein derartiges Angebot von den Palästinensern abgelehnt, dann würde ich die Schlagzeilen der morgigen Zeitungen kennen. Doch wenn wie jetzt Abbas ein Angebot der Israelis ausschlägt…
hat tip to lindwurm
Tomorrow’s Pioneers, die Kindersendung des Hamaskanal Al-Aqsa TV ist ein Musterbeispiel dafür, wie man kleine bis kleinste Kinder mit Antisemitismus, Antiamerikanismus, Antizionismus, Islamismus, Rassismus und Jihadismus indoktriniert.
Da sind die Jesus Camps in den USA und evangelikales Home Schooling ein laues Lüftchen dagegen.
Tomorrow’s Pioneers erinnert eher an die mediale Indoktrination zu Nazizeiten oder die Hasspropaganda eines Ku Klux Klans. Die Gemeinsamkeiten wiegen natürlich auch schwer.
Jedenfalls: Es ist eine äusserst hässliche Angelegenheit. Hasspredigende islamische Kleriker sind das eine, gezielte Indoktrination der Kleinsten ist noch einmal um etliche Grössenordnungen abscheulicher. Oder wann habt ihr das letzte Mal eine Kindersendung gesehen, in der die Kinder aufgefordert wurden, Genozide zu verüben?
Snoop Doog tritt am 18. September in der israelischen Stadt Ramat Gan auf. So ist es geplant und es gibt wohl etliche Israelis die sich auch schon derb darauf freuen (auch wenn Snoopy sich immer weiter vom Hip Hop entfernt und man langsam den Eindruck bekommt, das Cannabis habe sein Hirn zerlöchert).
Bloss den palästinensischen Aktivisten der Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel (PACBI) gefällt der Auftritt von Snoop Dogg nicht. Sie argumentieren - nicht weiter erstaunlich - mit der Apartheid:
“We strongly urge you to cancel your plans to perform in Israel until the time comes when Israel ends its illegal occupation of Palestinian and Arab territories and respects the relevant precepts of international law concerning Palestinian rights to freedom, self-determination and equality.
By performing in Ramat Gan you are helping to perpetuate this special form of apartheid that denies us our rights. We sincerely hope that you shall cancel your announced performance in Israel.”1
Ich meine, lasst den Leute doch ihre Hirngespinste von wegen Apartheid und whatever. Aber wenn jemand versucht, Snoopy davon abzuhalten, in Israel ein Konzert zu geben, dann, meine lieben Leute, wurde eine Grenze überschritten…
Eine Marginalie, eine absolute Marginalie. Aber ich find’s trotzdem lustig, wie viele Leute immer noch glauben, die Hamas kümmerte sich ach so liebevoll um ihre Palästinenser, während die Hamas in Tat und Wahrheit damit beschäftigt ist, den Zugang zu pornographischen Internetseiten zu sperren. Ich mein’ ja bloss, die Hamas würde besser den Hunger und die Armut der 400′000 Internetuser in Gaza lindern.1
Gaza (AFP) — Der im Exil lebende Hamas-Chef Chaled Meschaal schließt eine Anerkennung Israels durch die radikale Palästinenserorganisation kategorisch aus. Die Hamas werde Israel “niemals” anerkennen, sagte Meschaal in Damaskus. Damit widersprach er Angaben des früheren US-Präsidenten Jimmy Carter. Dieser hatte nach einem Gespräch mit Meschaal verkündet, die Hamas sei bei einem Friedensvertrag auch zur Anerkennung Israels bereit.
Meschaal sagte dazu nun, die Hamas sei wie von Carter angegeben unter bestimmten Voraussetzungen durchaus bereit, einen palästinensischen Staat in den Grenzen von 1967 zu akzeptieren - “aber ohne Israel anzuerkennen”. Außerdem müsse Jerusalem die Hauptstadt des palästinensischen Staates sein.1
Naiv, zu glauben, eine Organisation, die an den Protokollen der Weisen von Zion ganz doll Freude hat, den Holocaust leugnet, daneben radikalislamisch und somit streng antihumanistisch ist und deren Charta die sofortige Vernichtung von Israel fordert, könnte sich urplötzlich wandeln und mit Israel zusammen über Pusteblumenfelder tanzen.
Wie lustig auch Meschaals Aussage, die Hamas würde eventuell einen palästinensischen Staat innerhalb der 67er Grenzen akzeptieren, Israel jedoch nie anerkennen. Was will der Herr Meschaal dann im heutigen Israel? Einen nicht-palästinensischen islamischen Staat? Gar nichts? Ein Denkmal?
Beängstigend sind jedoch die Freudenstürme die Cartes Aussagen ausgelöst haben. Nicht, weil ich Israel und Palästina den Frieden nicht gönnen möchte, sondern weil die Freude so realitätsfern war und ein grundlegendes falsches Verständnis der Hamas offenbart. Die Hamas ist keine Rebellengruppe, die halt leider den bewaffneten Kampf gegen ach so schreckliche Besatzer aufgenommen hat. Es ist eine Terrororganisation. Und nicht nur das: Die Ziele der Hamas haben nichts mit lustig-keckem Rebellentum zu tun. Sie sind klar islamistisch. Hinter der Hamas stehen nicht ein paar verängstigte palästinensische Bauern, sondern professionelle islamistische Agiteure, die ihr Leben einer so zweifelhaften wie mörderischen Ideologie untergeordnet haben.
Ganz ehrlich, möchtet ihr mit jemandem ein Abkommen schliessen oder schon nur gar reden, der euch zutiefst hasst, euch am liebsten auf der Stelle umbringen möchte und dazu noch irgendwelche Verschwörungstheorien über euch verbreitet?
Verständlich, dass Israel also nicht mit der Hamas Verhandlungen aufnehmen will.
Ich glaube, es ist mal an der Zeit, auf ein paar Bemerkungen zu jener ominösen Apartheid hinzuweisen, der sich Israel tagtäglich schuldig machen soll:
In Israel habe ich keine separaten Eingänge gefunden auf denen stand, “Nur für Juden,” ich habe auch keine Bermerkungen im Pass gesehen, wo die Hautfarbe notiert war, ok, ich habe auch nur wenige farbige Südafrikaner kennen gelernt.
[...]
Ich kann mich auch nicht entsinnen, dass in Israel Araber nie die Möglichkeit gehabt hätten hohe Positionen zu erreichen, im Gegensatz zum Südafrika unter Botha. Weder gibt es in Israel Busse für die jeweilige Bevölkerung, noch Homelands innerhalb Israels, noch wird alles unterteilt. Ein Araber kann in einem jüdischen Geschäft einkaufen, ebenso wie ein Jude in einem arabischen Laden kaufen kann, außer er liegt in den Autonomiegebieten, dann hat er zwei Minuten zum überleben.
[...]
In Israel hat sich auch niemand die Mühe gemacht die Bevölkerung in Rassen zu unterteilen.1
Das ist köstlich. Diese Ironie. Als würde man Joseph Goebbels beauftragen, die Apartheid in Südafrika zu beenden.
Stattdessen wird ein 9/11-Truther zum Sonderberichterstatter für “Menschenrechtsverletzungen im palästinensisch-israelischen Konflikt”. Richard Falk heisst der, und ist bekannt dafür, Juden und Nazis zu verwechseln. Daneben scheint er ein derart scheusslich schlechtes Gedächtnis zu haben, dass er, immer wenn er Al-Qaida sagen will, stattdessen Mossad sagt. Oder Bush. Oder Necons. Aber dass 9/11 ein Inside-Job war, dessen ist sich Falk jedoch ganz sicher.
Mögen tut der Herr Falk auch Khomeini und die Roten Khmer.
Ich will nicht wissen, was die UNO da geritten hat, einen offenbar paranoiden und nicht minder antisemitischen Professor zum Sonderberichterstatter zu erheben. Nein, ich will es wirklich nicht wissen.
lindwurm - UN abschaffen, Grund Nr. 239405
Nahost dreht durch, und mit ihm kollektiv die ganze westliche Welt. ~ Von willigen menschlichen Schutzschilden ~ It all started when he hit me back! ~ Kommunikationstheorie für SPIEGEL-Redakteure: Das Kassam-Modell ~ Linkes Kuscheln mit Hamas
So. Und jetzt reicht’s mit Nahost. Ich muss mich mal wieder um die Schweiz kümmern.
Angesichts der Katjusha-Raketen, die auf Ashkelon niedergehen und des kurzen Einmarsches der Israel Defense Forces in Gaza, wird es Zeit für eine kurze, israelfreundliche Presseschau. Also Kontrapunkt zum allgemeinen Israel-Bashing:
Sind Leute, die eine Hamas gewählt haben und ihr offenbar willig in ein militärisches Abenteuer folgen (nichts anderes sind die Terrorhandlungen dieser Organisation) nicht auch veranwortlich für die Folgen ihres Tuns? ~ Zivilisten? Komplizen!
When Hamas, or whoever else takes over Gaza in coming years, decides to stop using the Palestinian people as one collective suicide bomber, they will find a willing peace partner in Israel. ~ Palestinian self-destruction
All this was of course de rigueur and predictable as clockwork; did it matter that the usual world bodies and Israel-bashers were confusing attacker and defender, night and day, black and white, equating a democracy with a terror organization, standing morality on its head with the usual mix of cynicism and idiocy? ~ The Price of Israel-Bashing
What about “civilians” who willingly allow themselves to be used as human shields? Or their homes as launching pads for terrorist rockets? ~ Worshippers of Death
Vielleicht sollten wir alle damit beginnen, israelische Zeitungen zu lesen ~ ANALYSIS: In the end blood was shed in Sderot, not Gaza