Schuldirektoren wie Islamisten: Öffentliches Küssen führt zu Vergewaltigungen

Die Islamisten sagen’s klar und deutlich: Kleidet sich ein Mädchen unzüchtig (was soviel bedeutet wie: nicht völlig vermummt) oder gibt es sich in der Öffentlichkeit emotionellen bis sexuellen Handlungen wie Küssen hin, so muss sie damit rechnen, jeden Augenblick vergewaltigt zu werden. Denn Männer sind wie Pawlowsche Hunde ohne Selbstbeherrschung und freien Willen. Sehen sie den Knöchel einer Frau, so müssen sie mit dieser Frau unverzüglich kopulieren.

Ein oberösterreichischer Schuldirektor scheint sich diesbezüglich und bezüglich Homophobie den Islamisten anzuschliessen. Er verbietet den Mädchen an seiner Schule, sich untereinander auf den Mund zu küssen.

Es gehe nicht darum, die Schüler in ihrer Freiheit einzuschränken, rechtfertigte der Direktor im Interview seine Position. Vielmehr sei es Aufgabe der Schule, die Jugendlichen vor negativen Folgewirkungen zu schützen: “Es gab bereits einen Vorfall, bei dem ein Bursch ein Mädchen abküssen wollte, obwohl es das gar nicht wollte.”

Daher will der Direktor nun vorbeugend eingreifen: “Sollte es wirklich einmal zu einem Zwischenfall an unserer Schule kommen, würden schließlich alle sagen: ‘Ihr habt seit Monaten von dieser Entwicklung gewusst und nichts dagegen unternommen’.” Abgesehen davon würden die Küsse in einen Intimbereich gehen, der mit der Schule nichts zu tun habe, betonte der Direktor.1

Wenn Mädchenküsse in der Öffentlichkeit schuld an Vergewaltigungen sind, sollte man dann nicht Apfelkuchen verbieten, um den Kannibalismus aus der Welt zu schaffen?

Es ist nicht nur beschämend, dass Schuldirektoren ihre Macht derart ausnutzen, es ist vor allem unverständlich, wieso diese die Macht haben, die grundlegendsten Rechte eines Menschen zu ignorieren und die Ausübung derer gar unter Strafe zu stellen.

  1. diepresse.com - “Küssen verboten” an Schule in Oberösterreich / via the flowers are gone - Küssen macht gewalttätig []



Tote, Entsetzen und Freudentaumel

Jörg Haider ist tot.1 Er hat sich zu jener erdrückenden Mehrheit von Menschen gesellt, die bereits (ob kürzlich oder vor Jahrtausenden) gestorben sind. Über die wenigsten dieser Personen denken wir je nach. Die meisten kannten wir nicht, konnten wir nicht kennen, den wenigsten standen wir (emotional, physisch, intellektuell) nahe.

Niemandem sollte man den Tod wünschen. Doch darf man sich über den Tod von jemandem freuen?

Es besteht keine moralische Obligation, den Tod eines jeden zu betrauern oder auch nur einen Mundwinkel hängen zu lassen. Doch darf man in Jubel ausbrechen, weil jemand gestorben ist? Wie viele Verbrechen muss ein Mensch verübt haben, dass man sich über seinen Tod freuen darf? Oder darf man sich einzig freuen, wenn der Tod eines Individuums gleichzeitig das Ende von Pein, Tod und Qualen für andere bedeutet?

Kurz vor der Mitte des letzten Jahrhunderts wurde der Tod von unglaublich schrecklichen und grausamen Personen gewünscht, herbeigeführt und bejubelt. Dürfte der Europäer des einundzwanzigsten Jahrhunderts sich immer noch freuen, wenn derartige Charaktere ableben?

  1. lindwurm - Zum Tod Jörg Haiders, Zum Tod Jörg Haiders, Teil 2 / the flowers are gone - Der nicht erwartete Fall []



Endziel, Sonderanstalt, konzentrierte Lager

Jörg Haider und Stefan Petzner gebrauchen ein seltsames Vokabular, wenn es um jene Anstalten geht, in die mutmasslich kriminelle Asylbewerber ohne vorhergehendes Rechtsverfahren eingeschlossen werden sollen1. Haiders “Sonderanstalten”, die Petzner auch gerne “konzentriere Lager” nennt, sind dabei nur eine “Zwischenlösung”, bis Haiders mutmasslich kriminellen Asylbewerber aus Österreich abgeschoben werden können. Dies ist dann das “Endziel”. Oder vielleicht die “Endlösung”?2

  1. misanthrop - Lager []
  2. panoptica - Fröhliches Lager-Bauen / lindwurm - “Konzentrierte Lager” und Widerstand / kleine zeitung - Haider verteidigte “Sonderanstalt” für Asylsuchende in Kärnten []



Lager

Das Land Kärnten hat in einem Jugendheim auf der Saualm der Gemeinde Griffen im Bezirk Völkermarkt eine “Sonderanstalt” für “mutmaßlich kriminelle” Asylwerber eingerichtet. “Das ist die Umsetzung dessen, was wir angekündigt haben”, erklärte Stefan Petzner, Sprecher von Landeshauptmann Jörg Haider und BZÖ-Generalsekretär, im Gespräch mit derStandard.at. Tatsächlich hatte Haider bereits im Juli 2008 eine derartige “Sonderunterbringung” angekündigt. Auf Gerichtsurteile wolle man laut Petzner nicht warten: “Eine rechtsgültige Verurteilung ist keine Voraussetzung für die Unterbringung in der Sonderanstalt.”
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Wir bringen kriminelle Ausländer an einen Ort bei den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen, der entsprechend gesichert ist, damit sie niemandem etwas tun können“, erläuterte der BZÖ-Politiker. Das ehemalige Jugendheim liegt auf 1.200 Metern Höhe.1

Dumm nur, dass in einem Rechtsstaat jeder unschuldig ist, so lange er nicht rechtsgültig verurteilt ist. “Mutmaßlich kriminelle” Asylwerber in einer Anstalt einzuschliessen, dürfte also rechtswidrig sein. Äusserst fragwürdig ist es auf jeden Fall. Erinnerungen kochen auf, da nun in Kärnten wild mutgemasst werden darf, ob dieser Asylbewerber nicht eine Kartoffel geklaut hat, jener nicht ein Glas Honig mitgehen liess. Fröhlich denunzieren darf jeder. Die Justiz wird elegant übersprungen, so dass die Denunzierten ohne Rechtsverfahren eingesperrt und künftig abgeschoben werden können.

  1. standard.at - Kärnten: “Sonderanstalt” für Asylsuchende eingerichtet / Hervorhebungen von mir / Der Lindwurm - And so it begins… / auch empfehlenswert: the flowers are gone - Haider hebt den Rechtsstaat aus []