Da gibt es etwas, das ich nicht verstehe.
Wollen ein paar Hitler-Groupies und sonstige (Neo-)Nazis durch eine Altstadt marschieren, so gibt es einen grossen Aufschrei. Beflaggen sie sich mit Hakenkreuzen und den Bildern der Schlächter, die sie derart verehren, so tun sie dies erstens nicht mehr lange und so gibt es zweitens einen immensen medialen Aufschrei.
Zu Recht verweisen wir diese Leute in ihre Schranken. Mit Genugtuung sehe ich, wie eine grosse Mehrheit der Schweizer das Nazitum ablehnt.
Doch was geschieht, wenn Anhänger anderer kollektivistischer Ideologien und deren blutbefleckten Exponenten marschieren? Dann gibt es zwar etliche Blogger, bei denen dies mindestens tiefes Unbehagen auslöst, aber sonst? Kein medialer Aufschrei. Nein, man lässt sie weitermarschieren mit ihren Ikonen. Seien dies ein Stalin, ein Mao, ein Lenin oder ein Che Guevara.
Man braucht sich nur mal umzuschauen. Wie viele Leute mit Hitler-Shirts begegnen euch jeden Morgen? Wie viele, auf denen Che Guevara prangt?
Ich versteh’s einfach nicht. Wie kommt es, dass in der öffentlichen Meinung der eine zum Sinnbild des Bösen wird, der andere zur Lichtgestalt und der Dritte zu einer Popgestalt? Obwohl alle drei für eine Menge Blut und Vernichtung verantwortlich sind.