Obama ist gewählt und die South Park-Macher Trey Parker und Matt Stone liessen sich nicht davon abhalten, ihre ganze eigene Version dieser Geschichte zu erzählen…
Die ganze Episode, die eine ziemlich überraschende Wendung enthält, ist hier zu sehen.
Was war das für eine spektakuläre Wahl. Diese Spannung (zwischen einem Kandidaten wählen zu dürfen, der mehr Staat will und einem, der mehr Staat will. (Aber nun hat glücklicherweise derjenige gewonnen, der für den Krieg ist. Der andere, der ebenfalls und immer noch für Krieg ist, hat verloren.). Dieser Triumph (über die Freiheit). Diese unsäglich, gottsjämmerliche Idiotie.
Bekommen die Bürger jenen Präsidenten, den sie verdienen, dann waren die US-Amerikaner in den letzten Jahren nicht allzu gut. (Zwar waren sie nicht ganz so böse wie die Venezolaner, aber Santa Clause hätte seinen Schmutzli auf jeden Fall die Rute auspacken und den unartigen Schäfchen den Hintern versohlen lassen.)
Die Wahlnacht war jedenfalls perfekt (enttäuschend). Keine Sorgen, dass der Falsche (oder gar der Böse) gewinnen könnte. Sondern ein gutes, währschaftes Nachtessen und im Schlaf die Gewissheit, dass die USA auch morgen noch etatistisch, bürokratisch (und mit einem Hauch Sozialismus) regiert wird. Daneben den Hauch einer Ahnung, dass viele Leute auch morgen noch denken werden, dass der Mann, der die Knute hält, ein märchenprinzhafter Zauberer und Führer ist, der mit seinen magischen Kräften (die den Oberbefehl über die Streitkräfte beinhält, sowie die Fähigkeit, völlig idiotische und unsinnige Verbote aufzustellen und nebenbei seinen Lieblingsschäfchen Säcke mit Geld, die man zuvor mit Waffengewalt dem einzelnen Bürger abgeknöpft hat, vor die Füsse zu werden) alles gut macht.
Ein ganz gewöhnlicher Tag also. Ohne besondere Vorkommnisse.
Kein Kind ist für die Taten seiner Eltern verantwortlich.
(So wie das Kind von Nazis für den Holocaust nicht verantwortlich ist und nicht einmal etwas mit Nationasozialismus zu tun hat, so hat das Kind von ehemaligen Sklaven keinen Anspruch auf irgendwelche Wiedergutmachungen oder sonstige Bevorteilungen.)
Was wäre, wenn der nächste Präsident, Kanzler, Bundesrat ein kleinwüchsiger Hermaphrodit mit pakistanischen Eltern wäre?
(Hängt natürlich von seinen politischen Ideen ab. Und dies ist der springende Punkt. Man sollte eigentlich keine Person ins Präsidium wählen, man sollte sich nicht über Personen streiten, sondern sich für eine bestimmte politische Meinung entscheiden.
Ob nun der Vertreter dieser Ideen schwarze Hautfarbe oder blonde Haare hat, oder rosarote Linsen trägt, ob er Besitzer eines Strip Clubs ist oder Golf spielt, oder sein Geld als Dirne verdient, ob er nun verheiratet ist oder gerne Poker spielt. Es ist so vollkommen egal. Darum sollten wir bei Präsidentschaftswahlen auch über Ideen sprechen. Wir sollten einen grossen gesellschaftlichen Diskurs darüber halten, nach welchen politischen Ideen unser Staat aufgebaut sein soll.
(Doch was wir momentan tun, ist ganz und gar nicht das, sondern gleicht einer Seifenoper, wo es darum geht, wer welche Handtasche besitzt, wer mit wem ins Bett steigt, angereichert mit einer Prise Korruption und Kollektivismus.))
Für einen Präsidentschaftskandidaten zu stimmen, weil er schwarz ist, ist das
a) Rassismus
b) plumper Kollektivismus
c) völlig in Ordnung, weil Schwarze früher in den Vereinigten Staaten Sklaven waren?
The Libertarian Case for Obama: Seven potential upsides to a hope-monger presidency
The Libertarian Case for McCain: Seven potential upsides to a maverick presidency
McCain gehört der Pro-Life-Bewegung an, das heisst, er ist gegen Abtreibungen und sollte seiner Logik zufolge auch für den Schutz von einzelligen Organismen und womöglich auch Aminosäuren eintreten. Also für die Rechte von Ebola und für ein Verbot von Impfungen und Penicillin.
Wird er gewählt, haben Abtreibungen keine Chance mehr:
… I have a 25-year pro-life record in the Congress, in the Senate, and as President of the United States, I will be a pro-life President with pro-life policies. That’s my commitment. That’s my commitment to you.1
Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht, was Obama angeht. Zuerst die gute: Er ist überzeugter Christ, denn er trägt als Schutzsymbol und Glücksbringer eine Maria mit Kind mit sich herum.
Sorry, für den kleinen Scherz, das war natürlich die schlechte Nachricht. Und eine gute gibt’s hier auch nicht. Meine misanthropische Ader, ihr versteht.
Amongst the things that Barack Obama carries for good luck are a bracelet belonging to a soldier deployed in Iraq, a gambler’s lucky chit, a tiny monkey god and a tiny Madonna and child.1
Aber hey, das muss noch nichts mit Aberglaube zu tun haben, die Glücksbringer können auch einfach Erinnerungsstücke sein.
Anders sieht die Situation bei McCain aus:
He won’t throw a hat on a bed — that’s a very old superstition that if you do that, someone in the household will die soon (too bad throwing your hat in the ring doesn’t mean your chances of winning will die). He won’t take a salt shaker from someone’s hand. He carries around lucky change, a lucky compass, a lucky feather. The report says he has dozens of lucky rituals.
[...]When McCain once misplaced his feather, there was momentary panic in the campaign, until his wife found it in one of his suits. When the compass went missing once, McCain assigned his political director to hunt it down.
Mir ist’s im Grunde egal, ob da jemand glaubt, vierblättrige Kleeblätter würden Glück bringen. Dazu bin ich gar kein Amerikaner, ich war gar noch nie dort. Verbunden fühl’ ich mich mit ihnen aber schon ein wenig. Deshalb mag ich hier sagen:
Einem, der das Zittern kriegt, wenn seine Glücksfeder gerade nicht in Griffnähe ist, dem traue ich nicht zu, dass er bei Regierungsangelegenheiten irgendeine rationale Entscheidung treffen kann. Dazu: Was geschieht, wenn er mit Ahmadinejad am Essen ist und der ihm den Salzstreuer reicht oder - noch schlimmer - McCain merkt, dass er sein Hufeisen zu Hause vergessen hat?
[McCAIN:]I would probably have to say yes, that the Constitution established the United States of America as a Christian nation.
I think the number one issue that is in the selection, that which people should make a selection of the President of the United States is, “Will this person carry on in the Judeo-Christian principled tradition that has made this nation the greatest experiment in the history of mankind”?
I just have to say in all candor that since this nation was founded primarily on Christian principles that, I, that, that’s a decision that the American people would make, but personally, that’s, that’s just, I prefer someone who I know with a solid grounding in my faith.
[...]
Our Founding Fathers [...] continued to emphasize the Christian principle, “In God We Trust”, “created equal.” Every statement that they made had to do with the belief in a Divine Creator.We are a nation which is uniquely designated in many respects. But I think it was Man implementing the teachings of Christ.1
Natürlich, die USA, die Nation der Freiheit steht auf jüdisch-christlichem Fundament. Es ist ja auch nicht so, dass die Freiheit, die wir heute geniessen, mühsam der Kirche abgerungen werden musste.
Barack Obama gegen John McCain, so heisst’s also diesen Herbst. Es wird ein tragisches Schauspiel. Denn die Liberalen werden garantiert verlieren. Weil sie gar nicht erst antreten. Auch für die naturalistischen Atheisten ist kein Licht am Horizont zu erkennen.
Gut, vielleicht werden die beiden ein paar der von Bush eingeführten Freiheitsbeschränkungen der Amerikaner aufheben. Hoffentlich. Doch für konsequenten Liberalismus steht keinen der beiden.
Dafür liebkosen beide die Impfgegner. Welch’ gute Neuigkeit für das Masernvirus. Es wird seiner Ausrottung noch lange entgehen.
Kürzlich hielt Obama eine Rede. Er sprach über vieles und sprach vage, wie Politiker das so tun. Doch er sprach auch Worte, die Obamas europäischen Groupies, die die Demokraten immer wieder mal mit der SPD oder SPS verwechseln, die Tränen in die Augen treiben würden. Besonders die vereinte Israelgegnerschaft und die Ahmadinejadfangemeinde dürfte am Durchdrehen sein:
“As President of the USA, I will do everything in my power to stop Iran from obtaining nuclear weapons. Everything.”
“The bond between the United States and Israel is unbreakable today, tomorrow and forever.”
“Jerusalem must remain the capital of Israel and it must remain undivided.”
hat tip to Bernhard
(Wollpullover. Es waren immer die Wollpullover, die Autismus verursachten. Ich meine, habt ihr schon jemals einen Autisten gesehen, der keinen Wollpullover getragen hat? Eben. Und dahinter steckt natürlich die neuseeländische Schafswollmafia, die die Weltherrrschaft will. Und so.)
Ack!
Well, so much for Hillary Clinton’s and Barack Obama’s reputations for supposedly being well-informed about scientific issues. True, they didn’t sink as far into the stupid as John McCain did about vaccines and autism, but what they said was bad enough.
[...]
In essence, both candidates accepted some of the major pillars of the mercury militia’s fantasies as being true. These include claims that:* there is an autism “epidemic.” (Arguably, there is very likely not.)
* there is a scientific controversy over whether vaccines cause autism. (There really isn’t; it’s a so-called manufactured controversy. There is no good evidence that vaccines cause autism, David Kirby’s bloviations and pontifications otherwise notwithstanding. Multiple large epidemiological studies have failed to find even a hint of a convincing link, and the publicizing of the Hannah Poling case as some sort of “smoking gun” by antivaccinationists is nothing more than a rebranding of autism and more evidence of the incredibly shrinking vaccine claim.)
* that vaccines are somehow unsafe or that children are “overvaccinated” and eceive too many vaccines. (Again, there is no good evidence that either of these is the case.)1