Hier sind drei willkürlich gewählte Einführungen in den Atheismus. Zugegeben, ganz willkürlich ist die Auswahl nicht, ich habe alle drei FAQs von dem Atheismus-Blogportal Planet Atheism ~ Atheism FAQ ~ An Introduction to Atheism (1997) ~ A Blunt Atheist FAQ
Grundsätze eines humanistischen Lebens: Eat healthy. Exercise regularly. Get enough sleep. Read every day. Don’t watch too much TV. Learn a hobby or a craft. Follow politics, vote and support organizations that advance your interests. Volunteer and give to charity. Live a richly simple life. ~ Living the Humanist Life
Ein Kommentar von Jürgen Krönig in der Zeit über die Gefährlichkeit jenes kruden Vorschlags von Rowan Williams, dem Erzbischof von Canterbury, den britischen Muslimen die Wahl zwischen Scharia und Verfassungsrecht zu lassen ~ Multikulturelle Verirrungen
Hossa, JLT hat gottlose Vorhaben im Kopf. Gut so. Ein Blogkarneval für Atheisten und andere rationale Materialisten hat noch niemandem geschadet. Deadline am 5. März, auch wenn du ein Humanist bist. ~ Eine gottlose Veranstaltung.
Gott ist tot, sagte einst Nietzsche.
Nietzsche ist tot, sagte einst Gott.
Herr Spackmann klagte einst, wir hätten Gott getötet. Erklärte die westeuropäische Gesellschaft zu einer Welt ohne Platz für Leute mit Hirn und Herz. Vor einem nach Schwefel und Pestilenz riechenden Trümmerberg stehen wir heute. Finden einzig lauwarme Zuflucht im Materialismus und im Rauschtrinken. Leben wir also von der Zerstörung des tröstenden und nach Apfelkuchen riechenden Jenseits?
Ich würde sagen: Nein.
Vielmehr betrinken wir uns mit heidnischer Esoterik, hetzen ein paar frisch gezapften Bierchen hinterher und finden den alten, in diesen, heutigen Zeiten akademisch anmutenden Monotheismus obsolet.
Doch wie kann eine Nation nach der Renaissance, dem Humanismus, der Aufklärung und eines ganzen Jahrhunderts moderne Wissenschaften zwar dem Gott als Übermenschen abschwören, aber gleichzeitig zu etwas viel Archaischerem zurückkehren, den Naturreligionen?
Denn das ist es, was geschieht. Wir mögen zwar fernöstliche Glaubensprinzipien als Esoterik bezeichnen und Astrologie zu den Wissenschaften zählen, doch damit verhöhnen wir uns bloss selbst. Zwei Meilen gegen den Wind ist uns anzuriechen, dass wir uns mit diesen Worten für objektives, wissenschaftliches Denken gerade selbst disqualifiziert haben. Schlimmer gar, wir geben allen zu sehen, dass wir nicht einmal wissen, was ‘Wissenschaft’ überhaupt bedeutet.
Und zu alldem kommt hinzu, dass es bloss gewöhnliches Heidentum ist, dass wieder durch unsere Adern bricht. Auch wenn wir hier und dort ein paar Nadeln in zarte Haut treiben. Oder ein paar Kräutchen mit Tonnen von Wasser tränken und dies wirksam nennen. Wir können es noch so schön finden, die Walpurgisnacht zu feiern oder uns gegenseitig aus den Furchen in den Händen die Zukunft zu lesen, doch das ist etwas, das nicht einmal die Vikinger getan haben. [Die haben das bierselige und schlachtenüberfüllte Valhalla angebetet.]
Unsere gesamte christliche Kultur scheint ihre Religion zu vergessen und sich in die düsteren, von Rauchschwaden und Graskrümeln umwehten Gefilde der keltischen Druiden zu begeben. Um dort Erlösung zu finden, Trost und Glück. Um dort zu erhalten, was der Katholizismus nicht zu geben im Stande war.
Geht, ihr, die ihr euch so gerne Christen nennt. Betet die Tigermücken an, die schleimigen Blutegel. Doch nennt das, was ihr tut, nicht wissenschaftlich. Denn das ist es nicht. Und ihr treibt damit rostige Nägel unter meine Kopfhaut.
Nachdem Äonen der Diktatur hinter uns liegen und unter dem Knüppel des Religionswahns keine funktionierende Gesellschaft entstehen konnte, sollten wir vielleicht damit beginnen, Gott bei lebendigem Leibe zu sezieren und die Verblendung Fitzelchen um Fitzelchen aus den Eingeweiden unseres Staates zu zerren.