Alles Rassisten. Auch die Babies.

Es gibt viel zu tun für britische Kindergärtner und Erzieher. Die britische Kinderschutzbehörde “The National Children’s Bureau” (NCB), die jährlich umgerechnet rund 18 Millionen Euro an Fördermitteln der öffentlichen Hand erhält, hat nach einem Bericht des “Telegraph” einen Maßnahmenkatalog entwickelt, um Rassismus bei Kleinkindern zu bekämpfen.

Schon eine vermeintlich harmlose Wortäußerung könne Anzeichen für eine potentiell rassistische Einstellung sein, warnt das NCB. Reagiere ein Dreijähriges Kind mit “Igitt” oder “Bäh”, wenn ihm fremdartiges, scharf gewürztes Essen vorgesetzt werde, könne dies als rassistisch geprägter Vorfall gewertet werden, heißt es laut “Telegraph” in dem NCB-Papier.1

Ganz ehrlich: Ich mag chinesisches Essen nur in Ausnahmefällen. Und was dieses Couscous angeht: Bäh! Spinat mag ich auch nicht leiden. Und erst dieses komische Käsefondue.

Es ist mir scheissegal, wenn mich jemand deswegen als Rassist abstempelt. “Du hast doch nicht alle Sinne beisammen!”, werde ich galant erwidern.

1. Igitt! zu sagen ist eine relativ profane Vereinfachung des folgenden Satzes: Dieses Gericht schmeckt sicherlich sehr gut und ist wunderbar gekocht, es entspricht aber leider nicht ganz meinem Gusto.

2. Somit will man Kleinkindern verbieten, ihre Meinung zu äussern.

3. Was, wenn es Erfolg hätte, mich sehr stark an Aldous Huxleys Brave New World erinnern würde. Reine, unverfälschte Indoktrination politischer Korrektheit und der “besseren” Gesellschaft wegen schon im Säuglingsalter.

4. Wer denkt ernsthaft, man könne Leute ändern, in denen man ihnen verbieten, das Wörtchen Igitt zu benutzen? Wenn politische Korrektheit funktionieren würde, dann wäre der Rassismus hier im Westen ausgerottet. Ist er?

5. Viel eher - und gerade bei Kindern - sind Trotzreaktionen zu erwarten. Ihr kennt’s alle. Jugendslang. Ungestüme Jahre. Grenzen testen und bewusst, der Provokation wegen, überschreiten.

6. Sehr bedenklich ist es jedoch, dass staatliche Behörden solche Vorhaben ausführlich planen und umsetzen wollen. Ein Ausdruck des politischen Klimas?

hat tip to dirk

  1. spiegel - Kleinkinder werden auf Rassismus überprüft []



Britische Kleinanzeigen 2013: Chimäre (Geiss-Thunfisch-Mischling) gratis abzugeben!

Das britische Unterhaus hat der umstrittenen Erzeugung von Embryonen aus menschlichem Erbgut und tierischen Eizellen für die Stammzellenforschung zugestimmt. Ausserdem dürfen Eltern mit einem kranken Kind durch künstliche Befruchtung ein Geschwisterkind zeugen, das Gewebe oder Organe spenden kann.1

gratuliere britannien. du hast einen wichtigen schritt richtung zukunft hinter dich gebracht. ich wünschte mir bloss, der restliche westen - insbesondere die knuffige eidgenossenschaft - würde nachziehen. ‘das schulden wir uns selbst und künftigen generationen’

Edit: Glückwünsche und mehr Background gibt’s von (props!) dvizard

  1. NZZ - London erlaubt Forschung mit Mensch-Tier-Embryonen []



Hokuspokus hält britische Schulen im Würgegriff

…massieren Sie bitte mit einer Hand die Stellen neben Ihrem Brustbein, während die andere Hand um Ihren Bauchnabel kreist. Ja, das tut gut. Sie fühlen es, wie sich Ihre rechte und Ihre linke Gehirnhälfte miteinander verbinden. Sauerstoff durchströmt Ihr Gehirn, das nun auch besser mit Blut versorgt wird. Außerdem wandert elektromagnetische Energie durch Ihren Körper.
[...]
Mit Brain Gym, so behaupten jedenfalls seine Erfinder, soll man durch ein paar kleinere Bewegungen positive Energie freisetzen können, das Gehirn besser durchbluten, Konzentrationsstörungen abbauen, das Nervensystem anregen und vieles mehr.
[...]
Die Wissenschaftsinitiative Sense About Science hat die Behauptungen der Brain Gym-Bewegung einmal der Reihe nach überprüft und kommt zu dem Schluss, dass sie nicht nur nicht belegt, sondern teilweise schlicht unwahr sind. Den Schulkindern wird von ihren Lehrern eine neue Pseudowissenschaft vermittelt, die ihnen eine vollkommen falsche Vorstellung davon gibt, wie der menschliche Körper funktioniert. Und ganz nebenbei werden nicht unerhebliche Summen für diese Brain Gym-Übungen ausgegeben, die den Schulen an anderer Stelle fehlen. Britische Wissenschaftler sind jedenfalls entsetzt, dass ausgerechnet an den Schulen des Landes ein neuer Aberglaube um sich greift.
1

  1. Die Achse des Guten - Gehirnakrobaten []



England schafft Blasphemie-Gesetz ab

Yessir, das britische House of Lords hat das Gesetz gegen Gotteslästerung abgeschafft. Britannien wird somit in diesem Punkt zu einem Vorreiter in Sachen freier Meinungsäusserung und Laizismus. Atheisten weltweit hoffen darauf, dass dieser Entscheid eine Signalwirkung auf ihre eigenen Staaten hat. ~ England schafft Blasphemie ab




Scharia statt humanistisches Recht in Grossbritannien

Der Erzbischof von Canterbury Rowan Williams ist ein ganz heiteres Bürschchen. Er will es den Muslimen frei stellen, ob sie in Ehe- und Finanzstreitigkeiten das britische oder das islamische Recht anwenden wollen. Williams will damit denjenigen Muslimen entgegen kommen, die Schwierigkeiten haben, sich ans britische Recht anzupassen. Er möchte, dass die Muslime auch in Grossbritannien ihrer Kultur vollkommen treu bleiben können, dazu sei es halt nötig, die Scharia in Grossbritannien einzuführen.1

[So so, ein Islamist will sich also dem britischen Rechtssystem nicht fügen. Deshalb lässt man ihn ganz einfach die Scharia auch in England ausüben. Niemand käme auch auf die Idee, Leute in ihre Heimatländer zurückzuweisen, die weder Sitten, noch Kultur, noch Gesetze des momentanen Aufenthaltsstaates akzeptieren.]

Entweder hat sich dieser Rowan am Messwein vergriffen oder er ist bereits senil geworden. Leider will er vermutlich bloss im clash of cultures vermitteln helfen. Appeasement bester Güte. Doch die Kirche der Versöhnung hatte es ja noch nie so mit dem Humanismus, verständlich, dass sie sich jetzt mit der Religion des Friedens zusammentut, um die Ära der Aufklärung auch in Grossbritannien zu beenden.

Nein, mein Vertrauen in England besteht weiterhin, so dass ich nicht denke, dass derart hirnrissige Ideen Verbreitung finden. Die Vorstellung, dass man das Gesetz einzelnen Kulturgruppen anpassen soll, anstatt von jedem, der sich auf britischem Boden aufhält zu verlangen, sich an geltendes Recht zu halten, irritiert mich aber immer noch. Wahrscheinlich bin ich aber bloss zu wenig Multikulti-Groupie, als dass ich eine derart abstruse Haltung verstehen könnte.

Die Musliminnen in England würden sich natürlich auch alle freiwillig der Scharia unterwerfen und sich beim Ehebruch steinigen lassen. Öffentlich, wie es das islamische Gesetz vorschreibt. Das würde zwangsläufig geschehen, wenn wir den Muslimen erlauben würden, in gewissen Fragen die Scharia anzuwenden. Doch daran hat der Erzbischof vermutlich nicht gedacht, als er dieses Geschichtlein ersonnen hat. Nein, wie auch, so gebannt er von den schillernden Kulturbereicherer auch gewesen ist.

Lassen wir noch ein paar andere kritische, vernünftige Stimmen zu Wort kommen:

Das radikale Vorpreschen des Islam mit seinen rigiden Rechts- und anderen Vorstellungen kommt den Hirten der Christen gar nicht so ungelegen. Was Sie alle vereint: ihre letzte Bastion, das Jenseits.2

[Die Scharia] werde von uns ‘dummen Europäern’ so ziemlich in allen Fragen missverstanden, laut Williams könne sie soziale Spannungen lösen. [...] Dass es nur ein (sic!) Rechtssystem für alle gibt, findet er gefährlich.3

Wer diese von Aufklärung und Humanismus geprägte Kultur nicht akzeptieren kann und eine größtenteils inhumane, religiöse Gesetzgebung haben will, der soll doch bitte wieder in die Länder gehen, in denen diese Gesetze gelten.4

Nach der Ernennung eines muslimischen Bischofs und der Forderung nach der Umbenennung Gottes in Allah, stellt Williams Vorschlag einen weiteren ängstlichen Umarmungsversuch einer Kirche gegenüber dem Islam dar. Anbiederung statt Kritik - Appeasement ist eben eine interdisziplinäre Denkweise.5

  1. welt - Erzbischof von Canterbury will Scharia zulassen []
  2. arlesheim reloaded - Freie Wahl für die Scharia []
  3. bad blog - Die spinnen, die Engländer… []
  4. Ein ein kommentator auf dem brightsblog - Erzbischof von Canterbury will Scharia zulassen []
  5. fdog - Der größte Trottel auf der Insel… []



Polygamie für englische Moslems

Haut mich bitte jemand? Aber ganz dolle!
Für muslimische Männer ist in Grossbritannien die Vielweiberei nun legal. Polygame Ehen werden vom Staat anerkannt, sofern sie in einem Staat geschlossen wurden, in dem die Vielehe legal ist ~ Multiple wives will mean multiple benefits