Ferkelbuchkrise, die Nachwehen

“Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel” Beda M. Stadler kommentiert bissig den Indizierungsantrag. Atheisten verlangen keinen Respekt ~ Gefährliche Ferkeleien




Ferkel im Glück

“Wo bitte geht’s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel” ist gerettet. Schmidt-Salomons Kinderbuch kommt nicht auf den Index. Die Meinungsfreiheit darf aufatmen. Der Indizierungsantrag an sich stellt jedoch bereits einen absoluten Tiefpunkt unserer Zeit und unserer Werte dar. Die post-aufklärerische Zeit zeigt ihr wahres Gesicht. ~ Das Ferkel hatte nochmal Schwein




Ferkelbuch einmal mehr

Am Donnerstag wird über den Indizierungsantrag des Ferkelbuchs “Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel” entschieden. Dann werden wir endlich wissen, ob sich in Deutschland manche Leute noch an die Aufklärung erinnern oder sie lieber mit Stahlbeton zuschütten möchten. Die Verteidigungsschrift von Schmidt-Salomon ist im Netz ~ Neues zum Ferkelbuch




Ferkelbuch in Amerika

Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel löste im deutschsprachigen Raum eine gewaltige Kontroverse aus. So grosse, das selbst der ehrenwürdige PZ Myers von Pharyngula sich dem Thema angenommen hat ~ Talking animals with more sense




Wehret dem Ferkelbuch

Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke ist ein wahrlich wunderbares Buch. ~ Salomons Homepage: Gottferkel
Ein Buch jedoch, das nicht jedem gefällt und manchem sauer aufstösst. Gerade auch wegen Fragen, die auftauchen und von den Fragestellern falsch beantwortet werden. Den geläufigsten Fragen hat sich Michal Schmidt-Salomon deshalb angenommen ~ Salomons Homepage: Gottferkel-FAQ

In der selben Ferkelkontroverse, auch Kinderbuchstreit genannt, zeigt sich jedoch auch, wie viel Schutz und Rückhalt die Religion und der Aberglaube immer noch geniessen. Erstaunlicherweise gibt es auch immer noch Menschlein, die religiöse Indoktrination und aufklärerische Denkanstösse für gleichwertig halten.

Für den geneigten Leser ein paar Zitate, die seine Abneigung gegenüber dem Glauben vermutlich nur noch stärken werden:

Das falscheste aber am ganzen Buch ist es, die drei vermeintlich abrahamischen Lehren als gleichwertig zu behandeln und damit quasi auf gleiche Augenhöhe zu heben~

Es gibt viele schlechte Kinderbücher; am schlechtesten aber sind die indoktrinierenden. In ihrem Bemühen, den Kindern nur ja die richtige Botschaft einzuhämmern, verzichten die Autoren auf alle Originalität, auf jedes erzählerische Detail, das einfach nur da sein darf, absichtslos, interessant und schön. ~

Damit verzichtet es allerdings auch auf Aufklärung und kritischen Geist, die erst Religion und den Mythos als Vorstufe der Aufklärung ablösen könnten. Atheismus kann leicht zur Ersatzreligion mit nicht minder perfiden Folgen führen, selbst Mythos werden. ~

Dass die drei großen Weltreligionen gleichermaßen in die Pfanne gehauen werden, ändert ja nichts an dem Tatsache, dass dabei insgesamt ein höchst einseitiges Weltbild vermittelt wird. Das lehne ich prinzipiell ab, ob es sich nun um religionskritische oder um religionsverherrlichende Schriften handelt. Ich meine, dass indoktrinierende Kindererziehung grundsätzlich nichts Gutes an sich hat. Kinder sollten sich frei entscheiden können, und dem steht dieses wie viele andere Bücher mit gegenteiligem Inhalt eindeutig entgegen. Natürlich haben Eltern das Recht, ihre Sprösslinge so zu erziehen, wie sie es für richtig halten. Das darf aber nicht dazu führen, dass schon in den ersten Lebensjahren Ressentiments geschürt werden, die im Erwachsenenalter fatale Konsequenzen haben könnten. ~




Salomon im Interview

Ein kurzes, nicht allzu tiefgehendes, dennoch lesenswertes Interview der jungen Welt mit Michael Schmidt-Salomon anlässlich der heftigen Proteste gegen sein Buch “Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel” ~ »Schon das erste Gebot der Bibel ist verfassungswidrig«