Der Konsum von Salvia divinorum kann dazu führen, dass man sich ganz behutsam entspannt, man wird einen Traumzustand transportiert, als würde man einen Fluss im Regenwald heruntergleiten. Der Besitz Salvia divinorum ist in der Schweiz legal, während er in Deutschland und einigen Staaten der USA verboten ist.1
According to FBI figures released today, about 873,000 people were arrested on marijuana charges in the United States last year, 5 percent more than in 2006 and a new record. This is the fifth year in a row that marijuana arrests, which are up 167 percent since 1990, have increased. In 2007 marijuana arrests accounted for nearly half of the 1.8 million drug arrests; as usual, the vast majority of the pot busts, about 775,000, were for simple possession.1
War on Drugs ist immer noch Bullshit. Legalisiert Cannabis. Legalisiert die harten Drogen. Gebt den Leuten ihre Freiheit zurück. Drogensüchtigen geht es auch nicht besser, wenn sie im Gefängnis sind. Der Mafia und terroristischen Vereinigungen allerdings schon. Nicht zu vergessen die Kriminalität, die mit schwarzen Geschäften Hand in Hand geht.
Wer den Drogensüchtigen helfen will, die Strassen sicherer machen will und nicht Unmengen an Staatsgeldern verpulvern will, indem wir durch unsinnige Verbote Kriminelle schaffen, sollte eine Legalisierung aller Drogen ins Auge fassen.
Die Fremdenpolizei der Stadt Bern hat in den letzten Monaten 33 Scheinehen zwischen afrikanischen Dealern und drogenabhängigen Schweizer Frauen aufgedeckt und die Betroffenen angezeigt. Das bestätigen die zuständigen Behörden. Die Methode der «Ehepartner» ist immer die gleiche: Der Dealer, ein Asylbewerber, gibt der Frau Geld, oft Zehntausende Franken, oder er besorgt ihr gratis «Stoff»; als Gegenleistung heiratet sie ihn, worauf er eine Aufenthaltsbewilligung erhält und der drohenden Ausweisung entgeht.1
Die Empörung wird wieder Wellen schlagen. Die SVP darf wieder punkten und die SP wird was über Integrationsförderung murmeln. In keinem Kommentar wird man die Forderung nach weniger Staat hören. Doch würde sich der Staat nicht in Privatangelegenheiten einmischen und kein Kirchenrecht zu Staatsrecht machen, dann hätte man die Wurzeln des Problems zu Asche verbrannt.
Die Freiheit, mit seinem Körper zu verfahren, wie es einem beliebt, wird beim Drogenkonsum stark eingeschränkt, obwohl dies einzig den Konsumenten etwas angeht. Gewiss, Drogen sind eine schlechte Entscheidung, aber in einem freien Staat darf man auch solche treffen. Und dutzende schlechter Entscheidungen sind nicht verboten. Whisky etwa. Tabak. Skifahren. Lotto spielen. Die richtige Lösung ist nicht etwa, auch diese Dinge zu verbieten, weil jede Entscheidung gut oder schlecht sein kann und einzig der Akteur dies bewerten kann. Die einzige Möglichkeit, die uns übrig bleibt, ist, den Drogenkonsum zu legalisieren und uns somit auch geistig von einem weiteren Dogma zu befreien. Denn das Drogenverbot hat seine Wurzeln im Christentum und dessen ausgeprägtem Vergnügungsverbot. Denn rational kann keiner begreifen, wieso manche Drogen verboten und böse sind, während andere erlaubt und gut sind. Man denke nur an den Messwein.
Eine weitere Folge des Christentums und dessen Dogmen, die stärker in unserem Blut pochen, als man zu denken meint, sind Eheschliessungen. Während ich dafür bin, dass Personen untereinander Verträge abschliessen können, die auch einen gewissen Treueartikel und güterrechtliche Bestimmungen beinhalten, lehne ich strikt ab, dass ebenjene Verträge zu einer Staatsangelegenheit werden und Privilegien daran geknüpft werden. Ehe ist nichts anderes als ein Vertragsabschluss. Einer, der vom Staat geregelt wird, obwohl Verträge zwischen Privatpersonen nur diese etwas angehen. Einer, der noch immer derart stark von der Religion geprägt ist, dass Homosexuelle und Polygame ihn nicht abschliessen dürfen.
Würde man die Ehe abschaffen, so dürfte jedermann heiraten und frei nach seinem Gusto Verträge bezüglich Güterteilung und Erbrecht aufsetzen. Die private Freiheit nähme stark zu und der Staat hätte eine weitere Hürde Richtung Säkulairmus und Laizismus überwunden. Gleichzeitig würden alle Scheinehen nichtig, da jeder Asylbewerber selber ein Gesuch einreichen müsste, das bewilligt werden muss.
Auf eine Legalisierung von Drogen und die Abschaffung der Ehen darf man noch lange warten. Die Dogmen und Ängste, die damit verbunden sind, umhüllen selbst liberale Atheisten wie eine zweite Haut. Ehen sind derart gewöhnlich und selbstverständlich, dass kaum einer erkennt, dass sie Überbleibsel aus theokratischen Zeiten sind, die jegliche Legitimation verloren haben. Drogen werden verdammt, obwohl sie sich teils nicht einmal graduell von legalen, frei erhältlichen Stoffen unterscheiden.
Kaum einer scheint Drogenverbote und das Eherecht zu hinterfragen. Sie sind alltäglicher als ein Müesli am Morgen. Doch das macht sie keineswegs richtig. Es hindert das Gewohnheitstier bloss daran, sie wie die anderen Relikte aus Urzeiten in den Müll zu werfen. Die Todesstrafe befindet sich bereits darin. Der Rechtsunterschied zwischen Mann und Frau ebenfalls. Wann werden die restlichen Überbleibsel folgen?
Der ganze War on Drugs und die Kriminalisierung von Drogen wird nicht nur durch die Legalität von Alkohol und Tabak verhöhnt, sondern auch dadurch, dass immer mehr Leute (gerade Jugendliche) Hustensirup trinken, um high zu werden. Kommt also der War on Hustensirup bald?
inspiriert durch Penn & Teller: Bullshit!
Unser Umgang mit Drogen ist immer noch stockkonservativ ~ On the Morality of: Recreational Drug Use