Indio-Stamm begräbt Kinder lebendig

Religion wird nicht besser, wenn sie von ein paar Urwald-Indios betrieben wird statt von gesetzten Herren in prunkigen Dom-Palästen.

Babies born into some Indian tribes in the Amazon are being buried alive, a practice that is being covered up by the Brazilian authorities out of respect for tribal culture.
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The tradition is based on beliefs that babies with any sort of physical defect have no souls and that others, such as twins or triplets, are also “cursed”.
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Babies who are girls, who have some disability or who have unmarried mothers are all in danger of an early death in a shallow grave in the rainforest. Others are suffocated with leaves, poisoned or simply abandoned in the jungle.
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Some tribes also believe it is a curse to give birth to more than one baby at a time. In the Suruwahá tribe, a pregnant girl will walk into the jungle by herself to give birth.

She then cuts the baby’s umbilical cord, buries the placenta and returns to the village with her child.

Sometimes the woman will simply leave the child in the jungle to die if it is a girl or if she is not married.
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Und dies geschieht jährlich mit Dutzenden von Neugeborenen oder Kleinkindern.

Hier haben wir nun die Wahl: Entweder wir respektieren das Recht dieser Stämme, ihren Aberglauben zu praktizieren und schauen zu, wie sie ihre Kinder ermorden oder wir respektieren das Recht der Kinder auf ihr Leben und beenden diese fürchterliche Tradition.

hat tip to beaj

  1. Telegraph - Girl survived tribe’s custom of live baby burial []



Zivilisation und Marburg-Fieber

In Brasilien ist eine der letzten Indianergruppen gesichtet worden, die ohne jeden Kontakt zur westlichen Zivilisation lebt.1

Eben.

Das Echo auf diese Meldung ist enorm gross. Keiner ist sich zu fein, ein paar Zeilen dazu zu schreiben. Und zwar nicht etwa, weil es überraschend ist, einen Indiostamm zu entdecken, den man bisher noch nicht kannte. Man würde ja gemeinhin annehmen, was auf der Erde kriecht und grösser als eine Hausmaus ist würde man alles kennen.

Der Mythos des “edlen Wilden” taucht einmal mehr auf. Der “bessere” Mensch. Der Übermensch ist plötzlich wieder entdeckt. Das einzige Volk, das “richtig” lebt. Und es will geschützt werden. Man schottet es ab, nicht einmal Flugzeuge sollen mehr drüber fliegen dürfen. Purste Naturromantik. Dann kommt noch ziemlich viel Esoterik mit hinein. Nebst heidnischem Paganismus und einem Schuss Gaia-Hypothese.

Das ist eine ungesunde Mischung. Doch anhand dieses Beispiels erkennt man faszinierend gut, wie unbeliebt die Zivilisation ist. Oft nicht im alltäglichen Leben, aber im Kopf drin. (Auf die Zahnbürste, die Cornflakes und die Tampons zu verzichten, wäre dann doch etwas zu ungenehm. Was auch der Grund ist, wieso all diese Zivilisationskritiker nicht schon längst im Flieger nach Sibirien, Kongo oder Bangladesh sitzen. - Allerdings ist Zivilisationskritik durchaus tödlich, wenn man die aktuelle Masernepidemie bedenkt.)

Und jetzt - man will ja das Beste für die Übermenschen - mag man ihnen nicht einmal die Zivilisation gönnen. Keine Frage, dass man sie ihnen nicht aufzwingen darf - das ist eine zwingende Folge des Liberalismus - aber sie ihnen mit allen Mitteln vorzuenthalten, ist doch ein wenig heuchlerisch bis sadistisch. Besonders, weil sie niemand gefragt hat, was sie wollen. Vielleicht möchten sie ja eigentlich durchaus Zugang zu medizinischer Versorgung, Schulbildung und sauberem Wasser.

Aber gut, lassen wir die Leute dort an Malaria leiden. Karies soll ja auch ganz amüsant sein. Abgesehen davon, dass man sich mal das Bein aufschürft, notdürftig ein paar Kräuter in die Wunde schmeisst, am nächsten Morgen eine Fliege Eier drin legt, man in nächster Zukunft dann den weissen Maden beim Essen zuschauen kann, bis schliesslich die Blutvergiftung da ist oder das Bein ganz einfach amputiert wird.

Mehr Zivilisationslob gibt’s zu finden bei Yaab und Ali.
Zivilisationskritik - gewürzt mit Verschwörungstheorien - beim politblog.

  1. nzz - Isoliert lebender Indianerstamm in Brasilien gesichtet []