Wie man den Traffic eines Bloggers abdrosselt…

Die Rädchen in meinem Hirn in Bewegung gesetzt hat der Post von Yannick, in dem er über einen Blogger berichtet, welcher sich den Faux-Pas einer Blacklist erlaubt hat. Ein kläglicher Hater, dessen Verhalten nicht tolerabel war und der die berechtigte Kritik jedoch nicht ertragen hat und eben nun jene ‘Blacklist’ ins Netz gestellt hat. Anm.: Es ist keine Blacklist, die diesen Namen verdient hätte, er setzt bloss ein paar Links auf seine Page und flucht dann über jene, die hinter diesen Links zu finden ist.

Sowie der Beitrag von Ruben, welcher wiederum von Yannick inspiriert wurde. In “Wie man mit Schlechtem Aufsehen erregt” beschreibt er 5 Schritte, wie man einer Site viel Traffic bescheren kann.

Und nun gut zuhören, denn das ist wichtig.

Seit einiger Zeit ist im Web ja die Rede von sogenannten Blacklists, Listen also, in denen Blogs aufgelistet werden, die der Verfasser der Liste gar nicht mag. Quasi das Gegenstück zu der Blogroll. Nur, dass man die auf der Blacklist aufgeführten Blogs eben nicht besuchen sollte.

Ich halte die Blacklists für eine sehr kontraproduktive Lösung, also eine Scheinlösung. Denn sobald man einen Link setzt und diesen ausführlich erklärt, wird das Interesse des Lesers geweckt, und der Link wird angeklickt und der ungeliebte Blogger erhält Traffic. Denn egal ob positiv oder negativ, erwähnt zu werden lohnt sich, es steigert die Bekanntheit und den Traffic. Man bekommt also mehr Leser, mit denen man sich austauschen kann und mehr Klicks. Und durch die Verlinkungen steigt das Ranking des Blogs, was wiederum Traffic generiert. Und auch wenn man nur den Namen des Blogs listet, oder den des Verfassers, erzeugt man beim Leser ein gewisses Interesse und durch Google und Konsorten sollte sich der erwähnte Blog innerhalb von 10 Sekunden gefunden haben. Was wiederum dazu führt, dass der Traffic des ungeliebten Blogs steigt.

Das Problem ist ja, dass es Blogs gibt, die keine Mindeststandards für gleich welche Anforderungen erfüllen. Banal ausgedrückt, viele Blogs sind Scheisse. Schlechtes Layout, schlechter Inhalt, miserable Posting-Frequenz.
Oder man mag den Blogger schlicht und einfach nicht. Weil er einen beleidigt hat, weil er etwas kritisiert hat oder weil er einem schlicht und einfach unsympathisch ist. Die Gründe sind mannigfaltig.

Nun kennen wir also das Problem und wissen um einige ‘Strategien’, wie man das Problem nicht lösen kann.

Wie dann?

Man ignoriert ihn.
Gemäss dem alten Motto ‘Don’t Feed The Troll’ kommentiert man seinen Blog nicht, setzt keine Links zu ihm und spricht möglichst nicht über ihn. Und wenn es doch einmal unumgänglich sein sollte, die Gründe hierfür seien jetzt egal, dann tut man das auf eine sehr allgemeine Weise, so dass der Leser auf keinen Fall auf den Erwähnten schliessen kann.
Jetzt wäre es aber nicht lustig, über einen zu motzen, wenn dieser nicht davon wüsste. So sucht man sich nun also die E-Mail-Adresse jenes Kerles heraus und schickt ihm den Link zum entsprechenden Post. Das macht die meisten Leute sehr sauer.
Und damit er sich nicht wirksam verteidigen kann, löscht man alle Kommentare, die er zu jenem Beitrag schreibt.

Wie man jedoch einem A-Blogger das Handwerk legen kann, das ist eine ganz andere Sache. Da muss man ungleich schwerere Geschütze auffahren. Aber eine Betrachtung wäre es wert…