Die SVP ist tot. Es lebe die SVP.

Nur noch 23 Prozent der Befragten würden heute SVP wählen. Im Herbst wählten sie noch 29 Prozent.1

Ich habe eine derart hohe Meinung von den Bürgern, dass ich sagen darf: Ein Mann mit FDP-Gesinnung in der SVP wird sich bei den Abstimmungen wie ein FDPler verhalten und wird Leute wählen,. die seine Gesinnung teilen, auch wenn die ein unpassendes Partei-Etikett tragen.

So what?

Das bedeutet, die ganze Diskussion um Parteispaltungen und Wählerverlusten tangiert den Parteilosen ziemlich wenig. Gerade wenn sich die BDP inhaltlich kaum von der SVP unterscheidet, sondern bloss einen etwas anderen Stil pflegen will.

Des weiteren wäre ich froh, wenn wir endlich wieder mal zur Sachpolitik übergehen könnten.
Und was die Leute angeht, die sich daran weiden, wenn ihre Gegnerpartei Negativschlagzeilen erhält: Holt zuerst die eigenen Leichen aus dem Keller, begrabt diese und kommt dann mit eigenen Inhalten zurück, bevor ihr über jene von anderen Parteien herzieht.

Ich wiederhole, auch wenn ich weiss, wie sehr wir Menschen Labels lieben und dem Kollektivismus frönen: Die Parteizugehörigkeit ist drittrangig (wie auch die Wortwahl oder der Debattierstil der Partei-Frontmänner), was zählt, ist die politische Gesinnung.

  1. tagesanzeiger - Umfrage zeigt massive Verluste der SVP []