Lager

Das Land Kärnten hat in einem Jugendheim auf der Saualm der Gemeinde Griffen im Bezirk Völkermarkt eine “Sonderanstalt” für “mutmaßlich kriminelle” Asylwerber eingerichtet. “Das ist die Umsetzung dessen, was wir angekündigt haben”, erklärte Stefan Petzner, Sprecher von Landeshauptmann Jörg Haider und BZÖ-Generalsekretär, im Gespräch mit derStandard.at. Tatsächlich hatte Haider bereits im Juli 2008 eine derartige “Sonderunterbringung” angekündigt. Auf Gerichtsurteile wolle man laut Petzner nicht warten: “Eine rechtsgültige Verurteilung ist keine Voraussetzung für die Unterbringung in der Sonderanstalt.”
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Wir bringen kriminelle Ausländer an einen Ort bei den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen, der entsprechend gesichert ist, damit sie niemandem etwas tun können“, erläuterte der BZÖ-Politiker. Das ehemalige Jugendheim liegt auf 1.200 Metern Höhe.1

Dumm nur, dass in einem Rechtsstaat jeder unschuldig ist, so lange er nicht rechtsgültig verurteilt ist. “Mutmaßlich kriminelle” Asylwerber in einer Anstalt einzuschliessen, dürfte also rechtswidrig sein. Äusserst fragwürdig ist es auf jeden Fall. Erinnerungen kochen auf, da nun in Kärnten wild mutgemasst werden darf, ob dieser Asylbewerber nicht eine Kartoffel geklaut hat, jener nicht ein Glas Honig mitgehen liess. Fröhlich denunzieren darf jeder. Die Justiz wird elegant übersprungen, so dass die Denunzierten ohne Rechtsverfahren eingesperrt und künftig abgeschoben werden können.

  1. standard.at - Kärnten: “Sonderanstalt” für Asylsuchende eingerichtet / Hervorhebungen von mir / Der Lindwurm - And so it begins… / auch empfehlenswert: the flowers are gone - Haider hebt den Rechtsstaat aus []



Balkanesen erst in der Schweiz gewalttätig

Das gibt es also jugendliche Ausländer, die erschreckend gewalttätig sind. Viel gewalttätiger als hiesige junge Erwachsene. Ist es da nicht nahe liegend, anzunehmen, dass die eher zu kriminellem Verhalten neigen als Schweizer, weil sie eben Ausländer sind? Schliesslich ist dies ja der Hauptunterschied zwischen ersteren und letzteren.

Ein politisch grausam unkorrekter Gedanke, aber ein häufiger. Schlüsse ziehen darf man ja noch.

Doch diese jungen Männer, die hier in der Schweiz nach Mord und Totschlag lechzen, die sind daheim ganz brave Burschen. Kein Anzeichen von erhöhter Gewaltbereitschaft zum Beispiel in Bosnien-Herzegowina.1
Das mag so sein (Martin Kilias Untersuchung ist zumindest fragwürdig und ganz gewiss unvollständig.), doch ist das wirklich ein Zeichen dafür, dass die Kriminalität eben nicht importiert ist? Dass der Migrationshintergrund keine Rolle spielt bei der höheren Kriminalitätsrate?

Kilias sieht das grosse Problem bei der fehlenden Freizeitbeschäftigung. Kinder sitzen so vor dem TV-Gerät rum, und man spürt förmlich, wie sich in ihnen Gewaltlust ansammelt. Beinahe kann man das Knistern der Blutgeilheit hören. Schlimm ist auch, dass viele Junge bis spät in die Nacht im Ausgang sind. Das ist natürlich wirklich nicht gut, weil… äh…

Halt. Einatmen. Ausatmen. Wir Eidgenossen sind auch nicht früher im Bett als unsere Altersgenossen mit Migrationshintergrund. Wenn man keine Hobbies hat, dann wird man halt gewalttätig? Gut vorstellbar, dass man bei Langeweile eher Blödsinn anstellt. Doch für kaltes Abschlachten braucht es schon etwas mehr als blosse Langeweile.

Vielleicht, ja vielleicht stehen diese Balkanesen in ihrer Heimat unter derart grossem Repressionsdruck, dass sie es gar nicht wagen würden, ein Mädchen unsittlich zu berühren. Auch wenn sie in einer “Kultur der Gewalt” aufgewachsen sind. Doch hier in der Schweiz, mit einer offenen, liberaleren Kultur ist man nicht so streng, man lässt seine Kinder eher umhertollen. Ohne dass sie dadurch kriminell würden.
Doch vielleicht schlägt “Kriegsverwahrlosung” ganz einfach zu Blutrünstigkeit um, wenn die Peitsche nicht hoch erhoben ist.

  1. swissinfo.ch - Jugendgewalt ist kein importiertes Problem []



Nuhr ist gut

Gewalt ist keine Lösung, ausser man ist den Kinderschuhen entwachsen. Mann muss ja verstehen, die kommen aus fremden Ländern ~ Gewalt