Staatliche Medien und Zwangsgebühren

Der Bürger finanziert staatliche Fernsehstationen und staatliche Radiosender. Ob er diese nun mag, anschaut/anhört oder ignoriert. Dieses “Unrecht” ist dort zu akzeptieren, wo der Staat eine Aufgabe erfüllt, die kein Privater übernehmen würde. Auf staatliche Medien trifft dies nicht zu. Früher vermutlich schon. Doch heute, im Zeitalter des Billiginternets und der Gratiszeitungen, vermögen es die staatlichen Ausstrahlungen nicht einmal, die Medienlandschaft durch irgendeinen extraordinären Aspekt zu bereichern. Sie sind überflüssig geworden und geben lediglich wieder, was an anderer Stelle ebenfalls ausgestrahlt und publiziert wird. Webradios, Internetauftritte von Printmedien, Blogs, Gratiszeitungen und TV (inkl. Web-TV und Youtube) decken die ganze Bandbreite an Information, Bildung und Unterhaltung ab. Bloss sehr viel zielgerichteter und spezialisierter als dies die Staatsmedien je könnten.

Deshalb gehören die staatlichen Medien unverzüglich privatisiert oder aufgelöst. Ihre Existenzgründe haben sich aufgelöst. Und wo es nicht unbedingt nötig ist, sollte die Belastung des Bürger durch Steuern und Abgaben so niedrig wie möglich gehalten werden. Die Zwangsgebühren sind zwar nicht allzu hoch, aber das Skalpell der Freiheit und des freien Markts muss auch kostengünstige Überflüssigkeiten erbarmungslos aus dem Staat heraus schneiden.







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7 Kommentare

  1. politik-blogs.ch

    links from TechnoratiStaatliche Medien und ZwangsgebührenPubliziert am 9. October 2008 im Blog «DER MISANTHROP»

  2. Mathias

    “Das Skalpell der Freiheit und des freien Markts muss auch kostengünstige Überflüssigkeiten erbarmungslos aus dem Staat heraus schneiden.”

    Klingt schon sehr radikal. Thematisch hast du natürlich Recht, aber wenn ich so eine Formulierung lese frage ich mich echt, wo in Hinsicht auf seine Extremität der Unterschied zwischen Planwirtschaft und Liberalismus liegt. Ich bin ja immer noch für einen Kompromiss irgendwo in der Mitte.

  3. Olaf

    Ich möchte intensivst widersprechen. Ich glaube, dass die öffentlichen Sender durchaus doch noch ein anderes (ob wirklich besser ist sicher strittig) Programm bieten als Privatsender und fürchte, dass jede Privatisierung da die derzeit öffentlichen Sender auch niveauloser macht.
    Die Frage die man sich stellen könnte wäre ob GEZ Gebühren wirklich noch zeitgemäß sind. Wenn jeder Bürger von öffentlichen Sendern informiert werden sollte (was ja auch der Auftrag der Sender ist) dann sollte diese Leistung eigentlich Bestandteil des “normalen” Budgets des Staates werden.
    Die Gebühren mögen ja einen Sinn gehabt haben als 10 % der Leute ein TV Gerät hatten (warum sollen die anderen 90% mitzahlen für etwas dass sie nicht nutzen können? ) aber diese Zeiten sind lang her.

  4. Benjamin B.

    @Mathias: Du kennst jenes Zitat von Dawkins:
    “I think it’s important to realise that when two opposite points of view are expressed with equal intensity, the truth does not necessarily lie exactly halfway between them. It is possible for one side to be simply wrong.”

  5. Benjamin B.

    @Olaf:

    Nun, ich erkenne keinen Unterschied mehr zwischen öffentlichen Sendern und privaten. Ich darf also um Beispiele bitten.

  6. Mathias

    Hier geht es aber nicht um Wahrheiten (wie beispielsweise bei der Gotteshypothese, wo sich dieses Zitat wunderbar anwenden lässt), sondern nur um Meinungen und Ansichten. Ob man nun Liberalismus oder Planwirtschaft gut findet hat nichts damit zu tun, wie nah man an der wahren Lösung liegt, sondern schlichtweg mit den Faktoren, die die eigene Meinung ausmachen: Erziehung, soziales Umfeld, persönliche Erfahrungen, Gelesenes und Gesehenes…

  7. Benjamin B.

    @Mathias: Kommt darauf an, wie du dich der Thematik Markt- und Planwirtschaft annäherst. Da geht es um Meinungen, solange es um die Gewichtung von verschiedenen Aspekten wie Freiheit, Gleichheit etc. geht. Wenn man jedoch eine präzise Frage stellt, z.B. welches der beiden Systeme sorgt für mehr Wohlstand, dann geht es um Wahrheiten.

    Auch momentan bei der “Finanzkrise” geht es nicht mehr um Meinungen. Man könnte zwar wunderbar darüber sprechen, ob es gut sei, dass irgendwelche Unternehmen bankrott gehen können, ob jetzt die Freiheit der Unternehmer mehr gewichtet werden soll oder eher der Schutz von Guthaben etc.
    Es wäre schön darüber zu diskutieren, aber wir sind nun schon meilenweit entfernt von Meinungen.
    Momentan geht es bloss um die Suche nach Schuldigen. Und das ist wiederum eine Fragestellung, bei der es um Wahrheiten geht, die sich mehr oder weniger gut herausfinden lassen.

    Gut, du hast natürlich recht, die Frage, ob staatliches Fernsehen nötig oder besser als privates ist, ist einzig subjektiv zu beantworten. Von daher passt obiges Zitat nicht allzu gut. Ändert aber nichts an meiner Meinung, dass man auch Meinungen in sehr starke Worte fassen kann.

    Mir scheint aber, dass ich mit obigem Zitat noch etwas anderes habe aussagen wollen. Bloss mag mir im Moment nicht einfallen, was.




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