In den Niederlanden wurde ein Cartoonist festgenommen, der sich zu weit aus dem Fenster lehnte. Die Cartoons hätten zu Gewalt aufgerufen, Hass gestiftet und seien diskriminierend gewesen.
Ich kann die Argumentation durchaus verstehen, dass Hass säende Cartoons oder Reden verboten werden sollten - auch wenn ich diese Forderung sehr gering schätze.
Doch wer entscheidet nach welchen Kritierien, was nun erlaubt sein soll oder nicht? Anders gefragt: Wen darf man verspotten und wen nicht? Über wen darf man herziehen und wen muss man mit Samthandschuhen anfassen? Kann ein Cartoon tatsächlich Hass säen oder Leute dazu anstiften, anderen Gewalt anzutun?
Dann wären sie ein sehr mächtiges Werkzeug. Ich glaube allerdings, das ist zu viel der Ehre.
Einen friedlichen Burschen bringt ein derartiger Cartoon jedenfalls nicht dazu, Ziegelsteine in Schaufenster oder Muslimen an den Kopf zu werfen. Was die labilen Naturen angeht: Kann da nicht schon ein einzelner schiefer Blick ausreichen, mit dem Messer um die Häuser zu ziehen?
Zusammenfassend kann man zwischen zwei Standpunkten wählen:
There can be said to be two basic views:
a) unlimited freedom of expression, and
b) the judicious limiting of freedom of expression in not always saying what one thinks.The government supports the latter view and Prime Minister Jan Peter Balkenende has, on more than one occasion, called upon right-wing MP Geert Wilders to exercise restraint in connection with his film, Fitna, which suggested terrorism was innately connected with Islam. Mr Balkenende believed Mr Wilders should consider the possible consequences of the film.
Certain political parties reject the prime minister’s standpoint, arguing it will lead to self-censorship and a weakening of the freedom of expression. The conservative VVD party is especially angry with Minister Hirsch Ballin for doing nothing to stop the cartoonist Nekschot from being arrested. 1
Tuesday, July 1, 2008 at 20:45