Schweizer Frauenrechtlerinnen zeigen ein bedrückendes Ausmass an reversem Sexismus. Denn was tun sie, jetzt wo Widmer-Schlumpf wegen ihrem unehrlichen Verhalten gegenüber ihrer Partei der Ausschluss droht?
Sie reduzieren die Schlumpfaffäre auf das Geschlecht der SVPlerin. Was - man verzeihe mir die Direktheit - hanebüchener Unsinn ist. Die Masterminds der SVP sind nicht so kleinlich, wegen dem Geschlecht eines ihrer Bundesräte ins Zittern zu geraten. Verrat ist vielmehr das Stichwort.
Doch gleich wie alle anderen Korinthenvereine schlachten auch die Frauenorganisationen die Schlumpfaffäre zu ominöser, durchsichtiger Eigenwerbung aus.
“Ausserhalb der SVP laufen unterdessen Solidaritätsaktionen für Widmer-Schlumpf an. So will der Dachverband der Frauenorganisationen Alliance F laut Berichten der Sonntagspresse eine Solidaritätskundgebung organisieren und wird dabei von weiteren bürgerlichen Frauenorganisationen unterstützt. Solidarität erfuhr Widmer-Schlumpf auch von Gleichstellungsfachleuten aus ganz Europa. Der Kongress drückte seine Bestürzung über die Hetzkampagne aus und rief die Bundesrätin zu Standfestigkeit auf.”1
Ich bin in Tränen aufgelöst. Die Gleichstellung gerät ins Wanken. Denn irgendein Verein will irgendein Mitglied ausschliessen. Ein nationales Politikum. Ha!