Säkulares Norwegen: Ende der Kirchendoktrin

Norwegen wird voraussichtlich als sechstes Land weltweit die Ehe für Schwule und Lesben öffnen.

Das Parlament in Oslo wird am 11. Juni darüber abstimmen, ob die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wird. Zwei der drei Koalitionspartner der Mitte-Links-Regierung aus Arbeiterpartei, Sozialisten und der Zentrumspartei und zwei Oppositionsparteien haben sich für die Öffnung der Ehe ausgesprochen. Damit dürfte die Mehrheit sicher sein. In der Zentrumspartei, die vor allem für Landwirte kämpft, ist die Homo-Ehe umstritten. Ihre Abgeordneten unterliegen daher bei der Abstimmung keinem Fraktionszwang.1

Die Säkularen bezwingen endlich die alte Kirchendoktrin, die über Jahrhunderte in den Köpfen der Bürger festgepflastert wurde und ihre Auswirkungen noch heute zeigt. Dem religiösen Stumpfsinn wird die Kehle durchgeschnitten und für einmal obsiegt die Vernunft. Ein Lichtblick auch für Atheisten und Rationalisten. Möge er lange währen.

(Die alten Grosskirchen scheinen mehr und mehr an Einfluss zu verlieren, doch etwas beinahe noch Grässlicheres tritt an ihren Platz: Esoterik. Blut hat sie jedenfalls schon geleckt. Die Zeit der Kreuzzüge ist vorbei, doch Tote fordert der Aberglaube immer noch. Wenn auch auf ungleich subtilere Art.

  1. queer.de - Norwegen: Ehe-Öffnung steht bevor []






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1 Kommentare

  1. politik-blogs.ch

    links from TechnoratiSäkulares Norwegen: Ende der KirchendoktrinPubliziert am 7. June 2008 im Blog «DER MISANTHROP»




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