Freedom In The World 2008

So, da hat man also eine Organisation, die den Zustand der Freiheit in der Welt untersuchen soll. Wie viele andere Liberale finde auch ich dies eine wunderbare Idee.

Dann jedoch scheint sich dieses Freedom House sehr in die SVP verbissen zu haben. Da werden die wunderbar falsch verstandenen Schäfchenplakate gezückt (Wer kennt das Wort Metapher nicht? Wer? Jaa, hier. Braver Burscht, kriegst auch ein Guetsli.) und mit den Worten “Kampagne mit offen rassistischem Appell” unterlegt, das zugegebenermassen abscheuliche Video “Himmel oder Hölle” hervorgeholt und nebenbei wird auf die Minarettinitiative verwiesen, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass das Initiativrecht auch eine gewisse Freiheit für das Volk bedeutet, dass die Minarettinitiative erst noch darauf überprüft werden muss, ob sie verfassungskonform ist und - schliesslich und endlich - heftigst umstritten ist und nicht einmal von der gesamten SVP unterstützt wird.

Lane Green, Autor der Studie, sagt jedoch, das Schäfchenplakat sei nur ein Element von vielen. Trotzdem scheint er eine Kausalität zwischen Fremdenfeindlichkeit und Wahlgewinnen der SVP zu sehen. Wie mir scheint, ist er dem Glauben verfallen, die SVP würde bloss von Xenophoben gewählt werden und baue einzig auf Antiimmigrationsparolen auf. Green kennt die Schweiz allerdings gut, er war schon öfters hier. Letztes Jahr leider nicht.

Auch der Forschungsdirektor vom Freedom House, Arch Puddington, nimmt die Schweiz als schwarzes Herz Europas war. Eine Atmosphäre der Feindseligkeit herrsche hier. Na, wenn man sein Wissen aus populistischen Schlagzeilen zieht, dann könnte man das tatsächlich meinen. Aber aus eigener echt schweizerischer Erfahrung kann ich sagen, dass ein Schweizer Leben aus ganz viel anderem besteht als bloss aus verschärften Asylgesetzen oder dergleichen.

Ach ja, die Begründung für das Urteil folgt dann irgendwann. Vermutlich, wenn die vielen anderen Elemente gefunden wurden. Die Untersuchung wurde nämlich noch gar nicht fertig geschrieben, bloss etwas heisse Luft wurde abgelassen. Dampf, der allerdings begierig aufgesogen und wiedergegeben wird. Kritiklos weitgehend. Es ist ja immerhin eine Studie, gell.

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“A Free country is one where there is broad scope for open political competition, a climate of respect for civil liberties, significant independent civic life, and independent media.”

“Switzerland suffered a slight decline in freedom in 2007 due to a rise in anti-immigrant hate crimes and an atmosphere of hostility driven by the increasingly popular People’s Party”

“Downward trend arrow due to the electoral gains of the Swiss People’s Party, which campaigned with an overtly racist appeal and promises anti-immigrant policies that further marginalize Switzerland’s significant foreign-born population.”

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Die Konklusion:
Wenn die Kriminalität steigt, dann sinkt die Freiheit. Sie sinkt insbesondere bei Schäfchenplakaten. Dasselbe bei einer minim erkalteten Stimmung im Land. Und beim Erstarken einer rechten Partei.

Ich sehe den Zusammenhang nicht, aber ich bin auch kein Autor einer Studie.

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freedomhouse - Freedom in the World 2008 Survey Release
nzz - Schweiz mit Abwärtspfeil – wegen SVP-Schafen
side effects - Schäfchenplakat immer noch aktuell







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  1. politik-blogs.ch

    links from TechnoratiObjektivität - Freedom In The World 2008Publiziert am 22. January 2008 im Blog «DER MISANTHROP»




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