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	<title>Comments on: Minarette und veraltete Bundesverfassungspr&#228;ambeln, mit Chilischoten</title>
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	<description>subjektiv. und gluecklich damit.</description>
	<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 02:26:25 +0000</pubDate>
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		<title>By: burnttongue</title>
		<link>http://burnttongue.net/wordpress/minarette-und-veraltete-bundesverfassungspraeambeln-mit-chilischoten/#comment-746</link>
		<dc:creator>burnttongue</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Sep 2007 15:14:10 +0000</pubDate>
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		<description>Nun, das Festhalten an etwas, das nicht bewiesen werden kann, ist nicht unbedingt eine Religion, aber doch ein Glaube. Ich denke einfach, ein Staat sollte nicht aufgrund irgendeinrs Glaubens Entscheide f&#228;llen. Er sollte n&#252;chtern betrachten, was f&#252;r die B&#252;rger auch langfristig das Beste ist, und nicht dies oder das tun, weil man das gerade aufgrund eines unbestimmten Gef&#252;hles oder einer Voreingenommenheit f&#252;r richtig h&#228;lt.

Klar, dies ist schwierig und ziemlich langwierig, doch alles andere wirkt etwas willk&#252;rlich.
Deinem Vorschlag zur &#196;nderung der Verfassungspr&#228;ambel w&#252;rde ich sofort zustimmen. Mit der "Verantwortung gegen&#252;ber der Evolution", wie Stadler dies formuliert, tu' ich mich etwas schwer. Inwiefern w&#228;re es auch sinnvoll, w&#252;rde ein Staat Verantwortung f&#252;r einen nat&#252;rlichen Prozess &#252;bernehmen, auf den man nicht wirklich Einfluss nehmen kann?

Du hast Recht, bei jedem Entscheid gibt es Gewinner und Verlierer. Gute Politik, finde ich, sollte die Entscheide so f&#228;llen, dass m&#246;glichst viele B&#252;rger zu den Gewinnern geh&#246;ren, aber auch die Verlierer nur geringe Nachteile erfahren oder bei einem anderen Thema wieder leicht bevorteilt werden.

Desweiteren sollte sich ein Staat eher an moralischen Grunds&#228;tzen orientieren, denn an religi&#246;sen. Doch selbst die Moral ist subjektiv. Schlussendlich bleibt auch eine solche Art der Politik ein Herantasten an die richtige L&#246;sung, doch wenigstens darf eine so handelnde Regierung einen Irrtum zugeben, und muss nicht auf die eigene Unfehlbarkeit pochen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, das Festhalten an etwas, das nicht bewiesen werden kann, ist nicht unbedingt eine Religion, aber doch ein Glaube. Ich denke einfach, ein Staat sollte nicht aufgrund irgendeinrs Glaubens Entscheide f&#228;llen. Er sollte n&#252;chtern betrachten, was f&#252;r die B&#252;rger auch langfristig das Beste ist, und nicht dies oder das tun, weil man das gerade aufgrund eines unbestimmten Gef&#252;hles oder einer Voreingenommenheit f&#252;r richtig h&#228;lt.</p>
<p>Klar, dies ist schwierig und ziemlich langwierig, doch alles andere wirkt etwas willk&#252;rlich.<br />
Deinem Vorschlag zur &#196;nderung der Verfassungspr&#228;ambel w&#252;rde ich sofort zustimmen. Mit der &#8220;Verantwortung gegen&#252;ber der Evolution&#8221;, wie Stadler dies formuliert, tu&#8217; ich mich etwas schwer. Inwiefern w&#228;re es auch sinnvoll, w&#252;rde ein Staat Verantwortung f&#252;r einen nat&#252;rlichen Prozess &#252;bernehmen, auf den man nicht wirklich Einfluss nehmen kann?</p>
<p>Du hast Recht, bei jedem Entscheid gibt es Gewinner und Verlierer. Gute Politik, finde ich, sollte die Entscheide so f&#228;llen, dass m&#246;glichst viele B&#252;rger zu den Gewinnern geh&#246;ren, aber auch die Verlierer nur geringe Nachteile erfahren oder bei einem anderen Thema wieder leicht bevorteilt werden.</p>
<p>Desweiteren sollte sich ein Staat eher an moralischen Grunds&#228;tzen orientieren, denn an religi&#246;sen. Doch selbst die Moral ist subjektiv. Schlussendlich bleibt auch eine solche Art der Politik ein Herantasten an die richtige L&#246;sung, doch wenigstens darf eine so handelnde Regierung einen Irrtum zugeben, und muss nicht auf die eigene Unfehlbarkeit pochen.</p>
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		<title>By: Siegfried</title>
		<link>http://burnttongue.net/wordpress/minarette-und-veraltete-bundesverfassungspraeambeln-mit-chilischoten/#comment-742</link>
		<dc:creator>Siegfried</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Sep 2007 06:55:46 +0000</pubDate>
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		<description>Teilweise gebe ich Dir Recht. Aus gutem Grund haben wir heute eine Trennung von Staat und Kirche. Allerdings sollte man das n&#252;chtern sehen und konsequent durchziehen, so weit m&#246;glich. Wenn man konsequent Alles, was nicht beweisbar ist, als Religion bezeichnet, dann wird man so manche &#220;berraschung erleben. Auch die Nichtexistenz Gottes ist demnach eine Religion. Das w&#252;rde also konsequenterweise bedeuten, dass der Staat auch nicht die Nichtexistenz Gottes zu seiner Grundlage machen darf. Und der Humanismus ist eine weitere solche Religion. Daher halte ich eine Verfassung f&#252;r falsch, die irgendeine dieser Religionen als Grundlage f&#252;r den Staat festschreibt. Anstatt in der Pr&#228;ambel Irgendwas zu schreiben in der Art "im Namen der was-weiss-ich-Religion" sollte ehrlicherweise eher etwas in der Art drin stehen: "Wir, die Verfassungsgeber, halten es aus diesne und jenen Gr&#252;nden f&#252;r richtig,...".

Da jeder Mensch notwendigerweise an Irgendwas glaubt, das nicht bewiesen werden kann, sollte man konsequenterweise die wie auch immer religi&#246;s motivierten Entscheidungen von Einzelpersonen respektieren, solange dadurch nicht Angeh&#246;rige anderer Glaubensrichtungen beeintr&#228;chtigt werden. Eine gewisse Beeintr&#228;chtigung ist dabei wohl Systemimmanent, nicht zu vermeiden. Aber zumindest kann man diese gegenseitige Beeintr&#228;chtigung so gering wie m&#246;glich halten. Das jedenfalls w&#228;re konsequente Trennung von Kirche und Staat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Teilweise gebe ich Dir Recht. Aus gutem Grund haben wir heute eine Trennung von Staat und Kirche. Allerdings sollte man das n&#252;chtern sehen und konsequent durchziehen, so weit m&#246;glich. Wenn man konsequent Alles, was nicht beweisbar ist, als Religion bezeichnet, dann wird man so manche &#220;berraschung erleben. Auch die Nichtexistenz Gottes ist demnach eine Religion. Das w&#252;rde also konsequenterweise bedeuten, dass der Staat auch nicht die Nichtexistenz Gottes zu seiner Grundlage machen darf. Und der Humanismus ist eine weitere solche Religion. Daher halte ich eine Verfassung f&#252;r falsch, die irgendeine dieser Religionen als Grundlage f&#252;r den Staat festschreibt. Anstatt in der Pr&#228;ambel Irgendwas zu schreiben in der Art &#8220;im Namen der was-weiss-ich-Religion&#8221; sollte ehrlicherweise eher etwas in der Art drin stehen: &#8220;Wir, die Verfassungsgeber, halten es aus diesne und jenen Gr&#252;nden f&#252;r richtig,&#8230;&#8221;.</p>
<p>Da jeder Mensch notwendigerweise an Irgendwas glaubt, das nicht bewiesen werden kann, sollte man konsequenterweise die wie auch immer religi&#246;s motivierten Entscheidungen von Einzelpersonen respektieren, solange dadurch nicht Angeh&#246;rige anderer Glaubensrichtungen beeintr&#228;chtigt werden. Eine gewisse Beeintr&#228;chtigung ist dabei wohl Systemimmanent, nicht zu vermeiden. Aber zumindest kann man diese gegenseitige Beeintr&#228;chtigung so gering wie m&#246;glich halten. Das jedenfalls w&#228;re konsequente Trennung von Kirche und Staat.</p>
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