Remarkably, Will believes everyone is basically good.
“Even Hitler didn’t wake up going, ‘let me do the most evil thing I can do today’,” said Will. “I think he woke up in the morning and using a twisted, backwards logic, he set out to do what he thought was ‘good’. Stuff like that just needs reprogramming. ~
Jene Zeilen, nach denen sogleich die Nazikeule folgte und den Herrn Smith zu einem schmächlichen Nazigünstling degragierten. Bis Will schliesslich seine Aussage genauer erklärte und alles wieder in Ordnung war:
“It is an awful and disgusting lie,” Smith said in a statement Monday provided by his publicist. “It speaks to the dangerous power of an ignorant person with a pen. I am incensed and infuriated to have to respond to such ludicrous misinterpretation.”
“Adolf Hitler was a vile, heinous vicious killer responsible for one of the greatest acts of evil committed on this planet,” read the statement. ~
Ach ja, die jahrzehnte alte, immer gleiche Leier. Kaum erwähnt man Hitler und das Wörtchen gut im selben Satz, hat man eine Horde selbsternannter Moralaposteln am Hals.
Nun, dass Hitler böse ist, durch und durch, ein grauenhaftes Monster, ein Schlächter, darüber muss man sich nicht streiten. Das ist er, wenigstens aus der humanistischen Perspektive, die ich als die einzig gültige betrachte. Schliesslich ist es auch die einzige überhaupt, der keine Religion zugrunde liegt.
An dieser Smith-Aussage, zeigt sich jedoch gut, wie einem die Worte im Munde verdreht werden und Journalisten bloss den Skandal hören, und nicht die Sachlogik. Will Smith sagte denn auch nicht, dass Hitler ein guter Mensch war, sondern dass er sich selbst für gut hielt. Ein meilenweiter Unterschied.
Auch wenn es unangenehm zu hören und mit dem Weltbild von vielen Leuten nicht vereinbar ist, so hält doch jeder sich selbst und seine Taten für gut. (Ausgenommen jene, die sich selbst verachten. Doch dies ist ein ganz anderer Fall.) Ergo: Hitler fand es überaus gut - mit seiner perversen, wirren Logik - alle “Nichtarier” zu meucheln. Und, so scheusslich dies klingt, er dachte wohl, er täte der ganzen Menschheit etwas Gutes. Wobei man hier beachten muss, dass die Menschheit für ihn einzig aus Ariern bestanden haben mag.
Und nichts anderes sagte Will Smith, doch zuhören kann manchmal eine wahre Kunst sein.
der misanthrop - Sprachgebrauch - Über die Nazikeule, die Will Smith traf I
Wednesday, January 16, 2008 at 23:43
Friday, January 18, 2008 at 13:49
Ich denke, Hitler geniesst Symbolcharakter. Er stellt sozusagen die Spitze des Eisbergs dar. Es ist zu einfach, die Schuld am Holocaust in ihm als Person zu suchen.
Vielmehr geht es darum aus der Geschichte zu lernen und die charakterlichen Züge zu verstehen, die zu einem der grössten Völkermorde aller Zeiten geführt haben. Diese charakterlichen Züge stecken in jedem von uns. Sie sind Teil unserer existenziellen Grundlage. Wenn wir sie nicht entdecken und anerkennen, werden wir immer halbblind durch die Welt gehen.
Sind wir jedoch so offen und erkennen diese Züge in uns selbst, so werden wir auch verstehen, dass genau jetzt wieder eine andere Art von Holocaust stattfindet und die meisten mehr oder weniger tatenlos zusehen, ja sogar davon profitieren. Erst dann beginnen wir, eine objektive Sichtweise zu gewinnnen und können uns in unserem Alltag von den auf die heutige Zeit übertragenen Nazi-Praktiken distanzieren.
Ich spreche von der Ausgrenzung von Schwächeren und “Andersartigen” aus der Gesellschaft….
Friday, January 18, 2008 at 15:53
… sowie von der Verunglimpflichung bzw. üblen Nachrede aus machtpolitischen Gründen
… der ungehinderten Verbreitung von hetzerischer Propaganda
… der Ausbeutung von Tieren und der Natur
… der Behandlung von Kindern als Objekte in Scheidungsfällen
Friday, January 18, 2008 at 16:53
[...] Post enstand als Kommentar auf den Bericht “Sprachgebrauch - Über die Nazikeule, die Will Smith traf II” von Benjamin [...]
Friday, January 18, 2008 at 19:17
Nun, Xenophobie gehört zur Menschheit dazu wie eben die Dornen zur Rose.
Von einer Abneigung gegenüber Fremden bis zu grauenhaften Genoziden ist es hingegen ein weiter Weg. Ich gebe dir zwar Recht, dass das Dritte Reich in Fremdenfeindlichkeit fusste, doch die wenigsten, die den Mann vom Balkan nicht mögen, sind Schlächter und Nazis.
Zudem meine ich, man verharmlost den Holocaust, wenn man ihn mit aktueller Fremdenfeindlichkeit in westlichen Ländern gleichsetzt. Auch wenn ich weiss, dass dies gewiss nicht deine Intention war.
Doch ich glaube, in diesem Punkt werden wir uns nie finden. Besonders da ich, weiss aus welcher politischen Ecke du kommst. Bezüglich “fremdenfeindlichen Kampagnen, menschenverachtenden Aussagen von einigen Ihrer Mitglieder für Aufsehen. Auch werden politische Gegner aufs derbste denunziert” habe ich eine deutlich andere Meinung als du, auch wenn ich die meisten Lösungsansätze der SVP keineswegs unterstütze.
Eine zu entzündende Diskussion darüber wäre jedoch auf jeden Fall höchst interessant.
Saturday, January 19, 2008 at 22:11
Mein lieber Benjamin, es geht mir doch überhaupt nicht um Xenophobie, wie Du das so schön nennst. Ich möchte vielmehr wie auch Will Smith eine andere, unkonventionelle Sichtweise ins Spiel bringen und den Leser zur persönlichen Weiterentwicklung anregen.
Es geht mir auch überhaupt nicht darum, den Holocaust zu verharmlosen, wie Du ja auch selbst bemerkt hast. Weshalb erwähnst Du so etwas überhaupt? Ich finde das sehr unfair, weil Du so meinen Beitrag in ein falsches Licht rückst.
Dann würde ich es sehr begrüssen, Deine Meinung bezüglich gewissen politischen Kampagnen zu hören, damit sich eine Diskussion entzünden kann.
Auch würde mich brennend interessieren, was Du unter “Lösungsansätzen” verstehst, denn diese sind dringend nötig. Gerade zu heiklen Themen die von manchen Politikern oft zur Stimmungsmache aufgegriffen werden.
Leider konnte mir bis zum heutigen Tage keiner dieser Politikern oder ihrer Anhänger solche nennen.
Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass ich nicht aus einer “politischen Ecke” komme, weil mich Politik eigentlich wenig interessiert. Leider bin ich in meinem alltag viel zu oft mit untragbaren Aussagen im zusammenhang mit politischen Kampagnen konfrontiert. Hierbei entsteht bei mir oft der Eindruck, dass Interesse am “Allgemeinwohl” gehäuchelt wird, hinter den Kulissen aber eine sehr egoistische, eigennützige Strategie verfolgt wird.
Sunday, January 20, 2008 at 13:16
Tara,
unter einem Lösungsansatz verstehe ich den Versuch, ein Problem zu lösen. Unabhängig davon, ob dieser Versuch realistisch ist oder funktionieren würde. So gesehen ist auch der Kommunismus ein Lösungsansatz, bloss einer, der fundamental gescheitert ist.
Bezüglich dem geheuchelten Interesse am Allgemeinwohl. Dieses, denke ich, ist tatsächlich auch ungeheuchelt bei den meisten Politikern vorhanden. Bloss definiert jeder die Allgemeinheit anders. Und meist ist die Allgemeinheit jene Interessensgruppe, von der man unterstützt wird. Die Lobbys eben. Politik ist Interessenspolitik. Jeder versucht, seinen Anhängern das grösste Stück des Kuchens zuzuschieben.
Zugleich ist der Mensch Dogmatiker. Die Welt ist so, wie man meint, sie sei. Gegensätzliche Fakten werden passend gemacht. So viel zum schwarz-weiss-Ansatz der meisten Weltbilder.
Dann zur Schäfchenkampagne, ich mag eigentlich nicht mehr darüber sprechen, doch um meinen Standpunkt zu verdeutlichen, hier trotzdem ein paar Worte:
Bei solchem Kampagnen besteht ein relativ grosser Interpretationsspielraum. Diesen gilt es zu ignorieren. Es ist egal, was ein Plakat aussagen könnte. Wichtig ist, was es tatsächlich aussagt. Und das Schäfchenplakat wandte sich denn auch nur gegen kriminelle Ausländer, forderte ein hartes Durchgreifen und hiess sie nicht willkommen in der Schweiz. Eine völlig legitime Ansicht. Eine, die ich teile, oder begrüsst du etwa Kriminalität?
Sunday, January 20, 2008 at 15:43
Süss, wie Du versuchst mir das Wort Lösungsansatz zu erklären
Wenn wir keinen konkreten Lösungsansatz haben, liefern wir einfach mal die Begriffsdefinition…
Und diese Frage: “…begrüsst du etwa Kriminalität?”. Selbstverständlich nicht!!!
Die Frage ist nur, wer die Kriminellen sind. Diejenigen die sich aus der Not ein Brot in der Migros klauen oder diejenigen, die den “Müll” bei Ihren Nachbarn ablagern wollen.
Sunday, January 20, 2008 at 16:23
He he, du wolltest ja wissen, was ich darunter verstehe. Aber um dir ein paar Beispiele für einen Lösungsansatz zu nennen: Erleichterte Einbürgerungen. Sippenhaft. Repressionen. Mehr Geld für die Integration.
Alles Versuche, das Problem der Ausländerkriminalität zu lösen. Eine funktionierende Lösung zu finden, ist hingegen ein ganz anderes Problem. Eines, das womöglich eher Kriminologen betrifft.
Wikipedia:
Einer, der Brot klaut, weil er nicht genügend zu essen hat, ist also auch kriminell. Klar ist dieses Verhalten weniger verderblich oder böse als das eines Bankräubers, bestraft muss es in einem Rechtsstaat jedoch trotzdem werden. Noch dazu, da in der Schweiz alle Bedürftigen vom Staat Geld erhalten. Oder liege ich da falsch?
Ich sehe jedoch nicht genau, wohin du mit der Frage nach den wahren Kriminellen hin willst. Möchtest du ein paar Gesetze ändern, ein paar Strafbestände herausnehmen, dafür ein paar andere hinzufügen?
Monday, January 21, 2008 at 9:56
Zum Glück entscheidet immer noch ein Richter über kriminell oder nicht und nicht ein geschriebenes Gesetz oder gar ein Wikipedia Eintrag.
Monday, January 21, 2008 at 10:01
Sippenhaft und Represion schaust Du als Lösungsansatz an? Manche Dinge im Leben lassen sich nicht rein Logisch abhandeln. Der Mensch sollte vor allem auf sine Herz hören als auf den Bauch oder das Gehirn…
Monday, January 21, 2008 at 10:10
Leider scheint ein liebevoller Umgang nicht allen Menschen gegeben zu sein. Äusserst bedauernswerte Persönlichkeiten, deren Leben ein Kampf ist, deren Umfeld ein Schlachtfeld, die lieber dreinschlagen, als die anderen zu verstehen…
Monday, January 21, 2008 at 10:13
Möge die Kraft mit Euch sein.
Monday, January 21, 2008 at 14:10
10. Nun, ich hoffe doch sehr, der Richter richtet nach den Gesetzen, und nicht nach seinen persönlichen Vorstellungen.
11. Sippenhaft ist tatsächlich ein Lösungsansatz. Allerdings halte ich sie für einen sehr unrealistischen und unwirksamen Lösungsansatz. Nebst der Fragwürdigkeit natürlich.
12. Bedauernswert hin oder her, wer Unrecht tut, der muss dafür gerade stehen. Und wer eine Frau schlägt, den darf ich guten Gewissens als niederes Stück Dreck ansehen. Salve.
13. Möge die Kraft auch mit dir sein, Yoda.