Mazda; Concept Cars, Design & andere Leckereien

[Trigami-Review]

mazda logo Obwohl ich sonst vor allem Gefallen an Exklusivmarken wie Bentley oder Bugatti finde, in bizarrem Kontrast zu meinem nicht vorhandenen Budget für jegliche Automobile, bin ich doch gerade von Concept Cars stets wieder aufs Neue fasziniert. Gerade weil es mich derart erstaunt, wie man etwas derart Schlichtes wie ein Auto, dessen Kern ein Motor, Räder, eine Karosserie und Innenausstattung beinhaltet, wieder und wieder neu erfinden kann. Um aus diesem Grundgerüst derart fremde (und doch irgendwie sehr vertraute), exotische und erfrischende Konzepte zu entwerfen, hat etwas zutiefst Schöpferisches und Bewundernswertes an sich.

Das grundlegende Übel an den meisten (insbesondere an den skurrilen und ästhetisch überwältigenden) Concept Cars ist, dass sie blosse Skizzen sind. Kaum mehr als eine (zwar sehr nützliche und für die Autohersteller unabdingbare) Gedankenspielerei. Auf den Strassen sieht man keine Concept Cars. Keine futuristischen Kreationen. Keine Designspielereien. (Mit der Ausnahme des Hochpreissegments.) Lediglich die aus ihnen heraus entwickelten, leider meist konservativeren Modelle. Die Strassen sind nicht erfüllt mit der Radikalität und der Spritzigkeit der Mazda Concept Cars.

Mazda bringt mit seinen Concept Cars jene oben erwähnte Freshness zurück auf die Strasse (der Gedanken). Vermischt mit einem brachialen Biss, glamouröser oder urtrockener Eleganz. Sei es ob man mit dem Kiyora - gleich dem Wasser in einem Bach, überschattet von Bambus - umweltfreundlich und komfortabel durch die Stadt gleitet. Mit dem Kazamai sich kraftvoll eleganter Sportlichkeit hingibt. Mit dem Kabura die pure Freude am Fahren geniesst. Mit dem Senku den Widerspruch von flinker Schärfe und samtiger Geschmeidigkeit hingibt. Mit dem Furai dem Motorsport Reminiszenz erweist. Mit dem Taiki aerodynamisch, schnittig und nachhaltig in die Zukunft hastet. Mit dem Hakaze die Fusion von SUV, Coupé und Roadster erlebt. Mit dem Ryuga der natürlichen, pulsierend harmonischen Schönheit hautnah kommt. Mit dem Nagare der dramatisch-imposanten Form des Keiles und der Grossartigkeit von strukturierten Oberflächenlinien huldigt. Oder ob man mit dem Sassou die zweite Generation des Mazda2 einläutet.

Mein Favorit dieser zehn Mazda Concept Cars ist der Kazamai mit seiner aggressiven Eleganz.
mazda kazamai
Dicht gefolgt vom Senku und dem Ryuga. Obwohl die Front des Taiki und die Seitenansicht des Nagare ebenfalls ihren atemberaubenden Reiz haben.

Mit dem Konzept der Design DNA versucht Mazda einem jeden seiner Modelle einen charakteristischen Touch zu verleihen. Und dies dünkt mich essentiell. Dass man bei einem Auto auf den ersten (oder zweiten) Blick erkennt, aus welchem Haus es stammt. Sei es nun anhand des Kühlergrills, der Dachlinie, der Scheinwerfer, einer Blechfalte in der Karosserie, der Radform oder des Fensterdesigns. Ein optisches Charakteristikum muss da sein, dass die Markenzugehörigkeit verrät. Aber zugleich sollte jedes Modell seine ureigene Individualität erhalten. Diese leicht paradoxe Kombination scheint Mazda ohne Probleme zu meistern. Was womöglich auch an Designern wie Laurens van den Acker, Peter Birthwistle und Atsuhiko Yamada liegt.







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  1. politik-blogs.ch

    links from TechnoratiMazda; Concept Cars, Design & andere LeckereienPubliziert am 9. November 2008 im Blog «DER MISANTHROP»