Hugo Chavez kündigte vor einer kleinen Weile an, die Schweiz besuchen zu wollen. Eine offzielle Antwort steht immer noch aus. Doch jetzt hat die Fribourger Universität die Initiative übernommen und ihn zu sich eingeladen.
Nun, was soll ich als freiheitsliebender Eidgenosse davon halten?
Nicht viel. Es besteht zwar die Möglichkeit, dass Chavez tatsächlich etwas lernen könnte hier in der Schweiz. Zum Beispiel könnte man ihm von der Pressefreiheit erzählen oder ihm erklären, dass in einem Staat immer auch die Stimmen der Opposition Bedeutung haben.
Es ist mir bewusst, dass es beim Treffen mit Chavez vor allem darum geht, dass die in Venezuela tätigen Schweizer Konzerne weiterhin dort ihre Geschäfte tätigen können und nicht verstaatlicht werden. Ein Staatsbesuch hat jedoch immer auch eine politische Seite, die besonders im Fall von Chavez nicht vernachlässigt werden darf.
Denn die Gefahr besteht, dass seine Reise in die Schweiz zu einem Propagandafeuerwerk für die hiesige Linke, insbesondere für alle Gegner der USA und für alle Befürworter des Sozialismus, Kommunismus, Marxismus. Denn diese werden ihn mit offenen Armen empfangen, ihn lobpreisen und ihm zujubeln.
Es ist beinahe eine Gewissheit, dass Chavez ebenfalls für seine Vorstellung des idealen Staates werben wird. Und das wohl nicht zu wenig.
Im Rahmen der freien Meinungsäusserung ist dies sein gutes Recht, genauso wie ich meine Skepsis hier äussern darf.
Jedoch möchte ich fragen, inwiefern es okay ist, einem zwar demokratisch gewählten Staatspräsidenten, der jedoch mit Opposition und Kritikern seines Agierens deutlich in deren Schranken verweist und dessen Handeln zumindest ab und an diktatorische, gegen die Menschenrechte verstossende Züge trägt, eine Plattform für seine linkspopulistische Propaganda zu bieten.