Islamismus - Das Problem in den Vereinigten Staaten II/II

Wäre es nicht sehr schön, wenn die USA bloss mit ein paar verrückt gewordenen Kreationisten zu Kämpfen hätte?

Klar, doch dies ist ein blosser, nackter Wunschtraum.

Wie tief die Probleme jedoch tatsächlich reichen, kann ich nur abschätzen. Tatsache ist, dass der Streit mit den christlichen Fundamentalisten liberale Kräfte schon stark beanspruchen, sich auch noch mit Islamisten abgeben zu müssen, wäre zu viel. Und ich spreche hier nicht von terroristisch aktiven Islamisten, sondern von jenen Teilen der Bevölkerung, die eher Ahmadinejad und den Muslimbrüdern zuprosten würden, als einem amerikansichen Präsidenten, egal ob dieser Bush, Clinton doer Obama heisst.

Deshalb versuchen die amerikanischen Medien, die Muslime nicht zu verärgern und unterbinden jegliche ironische, humoristische oder kritische Stimmen. Zum Beispiel wird der Comic Opus zensuriert, weil sie das Thema Islamismus auf keinen Fall berühren wollen. Egal, wie oberflächlich der Comic ist, egal, wie mir unverständlich ist, wie ein wahrhaft Gläubiger sich durch seichte Witze in seinem Glauben beleidigt fühlen könnte.

Ein trauriger Tiefpunkt in der Geschichte der amerikanischen Medien, obwohl ‘Tiefpunkt’ es nicht ganz trifft, da in den nächsten Jahren hinsichtlich religiös bedingter Zensur noch einiges auf uns zu kommt. Möglicherweise sogar seitens des Weissen Hauses. (Aber sshhht, seit Blogs eine heisse Zone geworden sind und man auf jeden getippten Buchstaben acht geben muss.)

Wahrhaft, wieso sollte man über Religion nicht genauso scherzen dürfen wie über Politik oder Sex, wie PZ Myers von Pharyngula richtig fragt.

editor&publisher: Many Won’t Run Next Two ‘Opus’ Strips With Sex Joke, Islam Reference
pharyngula: Fear Of Comics
salon.com: Opus Comics







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