Angst, mit ihr lassen sich Politik und gute Schlagzeilen machen. Einmal mehr sind Hunde im Visier der Öffentlichkeit.1 Beissende Hunde. Einmal mehr möchte man gewisse Rassen auslöschen oder zumindest an den Rande der Gesellschaft treiben. *hüstel* Die Hysterie um Hundebisse ist aber auch aus ganz anderen Gründen lächerlich:
Wir können und müssen das Risiko akzeptieren, dass Menschen zuschlagen, dann sollten wir auch das Risiko annehmen können, dass ein Hund mal zubeisst. Genauso sehr wie gewalttätige Menschen gibt es Hunde, die rascher zubeissen als andere, oder eine für andere sehr ungesunde Psyche haben. Das liegt in der Natur der Diversität.
Ich meine, Risiken gibt es überall. Es ist bei weitem besser, wenn man mit ihnen umgehen lernt, als sich vor ihnen zu fürchten. Besonders weil unsere Angst vor einem Ereignis steigt, je geringer die Chance ist, dass es eintrifft. Gewiss, spektakuläre Tragödien wie 9/11 sind schlimm und brutal, aber Küchenmesser und Rattengift sind sehr viel gefährlicher. Nicht bloss als Mordwaffen, sondern auch gerade als Utensilien, die in Unfälle in den eigenen vier Wänden verwickelt sind. Doch wer fürchtet sich schon vor Küchenmessern?
Saturday, August 30, 2008 at 11:05