Dort drüben wird die Homöopathie so richtig grundlegend und deftig auseinander genommen und als Esoterik, d.h. Aberglauben, identifiziert. Futter für alle hungrigen Hirne und Kampfmittel für alle Rationalisten. (Klar, Homöopathie wurde nie wissenschaftlich bewiesen und verstösst gegen etliche Naturgesetze und bedient sich übernatürlicher Kräfte, um sich selber zu erklären, doch es scheint, als müsste man die Homöopathie trotzdem “widerlegen”.)
Eine kleine Kostprobe:
Das homöopathische Dogma vom „Potenzieren“ ist eine gewaltige Schwachstelle der Argumentation der Homöopathen und somit ein wichtiges Argument gegen die Homöopathie. Denn wenn es wirklich stimmt, daß „je stärker verdünnt (potenziert, dynamisiert) die Wirkungen und Nebenwirkungen zunehmen“, dann müßte jeder Patient, der solch ein Hochpotenzmittel einnimmt, auf der Stelle tot umfallen. Deswegen tot umfallen, weil beim Potenzieren ja alle Verunreinigungen, die sich in der Wirksubstanz, im Gefäß und in den diversen Grundsubstanzen (Wasser, Alkohol und Milchzucker) befinden, beim Herstellungsprozeß der Arznei mitpotenziert werden. Es sind vielfältige (und stets wechselhafte) Verunreinigungen, wie u. a.: organische Substanzen, Schwermetalle und viele anorganische Moleküle, manchmal nur in Spuren. Kein Therapeut kann auch nur ansatzweise wissen, was hier so alles mitpotenziert wird.1
Wednesday, June 4, 2008 at 20:16
Thursday, June 5, 2008 at 20:18
Schade,bis heute Mittag gab es hier noch einen Link zu uns:
http://blog.esowatch.com/index.php?itemid=54
Wir brauchen doch schließlich auch Traffic.
Der Esoblog ist noch ein zartes Pflänzchen und die Alternaivlinge sind eindeutig in der Überzahl.
Hauptsächlich drangsaliert die Homöopathie nicht die Logik, sondern wehrlose Kinder, deren bescheuerte Mütter diese doofen Glaubuli für echte Medizin halten.
Thursday, June 5, 2008 at 20:43
Gab es? Irgendwie hab’ ich das verpasst.
Aber danke für’s Linknachführen. Du kannst es beizeiten gerne wieder tun.
Tuesday, July 15, 2008 at 21:40
Die Diskussionen über die Homöopathie sind sehr “erschöpfend”…
Natürlich könnte ich damit beginnen zu erwähnen:
- das für fast alle Operationsverfahren KEINE Studien vorliegen, sondern ERFAHRUNGEN.
- ich könnte von eigenen Anwendungsbeobachtungen bei Kleinkindern und Säuglingen berichten deren Besserung so überzeugend sind (Krupp, Keuchhusten, versch. Fieber und Entzündungszustände und weitere), das hier KEIN Placeboeffekt diskutiert werden kann. So etwas kann man mir bei einem Erwachsenen einreden, aber nicht bei einem 6 Monate alten Säugling…
Wie dem auch sei:
Da sich alle immer auf die sog. Wissenschaftlichkeit beziehen, möchte ich zu bedenken geben, dass dafür bestimmte Kriterien gelten. Ich beziehe mich dabei auf die Falsifizierbarkeit nach Popper.
Die Falsifizierbarkeit war für Popper das Kriterium, um eine Theorie der empirischen Wissenschaften (Erfahrungswissenschaften) von nicht-empirisch-wissenschaftlichen Theorien zu unterscheiden. Und die Medizin ist und bleibt eine Erfahrungswissenschaft in diesem Sinne, denn wir kennen nicht alle Parameter von Gesundheit und auch nicht von Krankheit (anders als z.B. in der Mathematik - und in der Physik gilt das auch nur für die meisten Bereiche) — [in diesem Sinne müssen wir auch nicht "übernatürliche" Kräfte herbeizitieren: es reicht die Quantenphysik.]
“Popper unterschied grundsätzlich die „logische Falsifizierbarkeit“ von der „praktischen Falsifizierbarkeit“. Eine Theorie kann dann berechtigt als wissenschaftliche Theorie angesehen werden, wenn man mindestens einen Beobachtungssatz findet, dessen empirische Prüfung logisch zu einem Widerspruch führen kann. Dabei wird nicht ausgeschlossen, dass in der Praxis wegen des Fehlens geeigneter Experimente (zum Beispiel in der Astronomie oder in der Atomphysik) eine Falsifikation gar nicht durchgeführt werden kann.” aus: wikipedia
Ein weiteres Kriterium muss die Werturteilsfreiheit des Beobachters sein.
Leider scheitern die meisten Studien genau daran: “Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing”
Ich war lange genug mit der Auswertung von Statistiken und Forschungen während meiner Studienzeit beschäftigt um dies beurteilen zu können.
Dies gilt für die Verfechter der Homöopathie genauso wie für die Gegner. Hier werden dogmatische Glaubenskämpfe ausgetragen - mit Wissenschaft hat das nicht viel zu tun.
Bis dahin halte ich mich an meine Anwendungsbeobachtungen und den ersten Grundsatz in der Medizin:
Den Patienten erst einmal NICHT zu schaden.
Ich bitte darüber einmal nachzudenken.
Tuesday, July 15, 2008 at 23:23
Ich gehe später ausführlich auf deinen Kommentar ein, Rene. Danke.
Zuerst einmal: Die Beweislast liegt bei den Homöopathen. Nicht die Skeptiker müssen diese Hypothese falsifizieren, die Homöopathen müssen davor irgendwelche Beweise vorlegen.
Wednesday, July 16, 2008 at 15:57
Rene:
- Was meinst du mit Operationsverfahren?
- Persönliche Erfahrungen sind keine Beweise, sonst hätten wie dutzende Reinkarnationen Napoleons und Gott wäre gleichzeitig gut, böse, christlich, keltisch und buddhistisch.
Du bist also überzeugt, dass der Grossteil der Wissenschaftler und aller anderer, die Studien zur Homöopathie verfasst haben, voreingenommen sind?
Soweit ich weiss, gab es zur Homöopathie noch nie eine echte klinische Studie (Yep, doppelblind.). Würden Wissenschaftler jetzt derartige Studien durchführen, dann wären sie voreingenommen? Wieso?
Ja, den Patienten sollte man wirklich nicht schaden. Dazu gehört auch, dass man ihm keine falschen Hoffnungen macht!