Google: Der voyeuristische Gigant

Google gehört mittlerweile zum Leben dazu wie Brot und Butter und ja, Pinienhonig. Ohne Google wäre unser Leben kaum vorstellbar. Verloren im berüchtigten und viel genannten Datendschungel. Und doch bietet Google Stoff für unzählige Dystopien und ist ebenso unberechenbar wie furchteinflössend.

Google ist ein Gigant geworden, fett und träge, dennoch forciert das Unternehmen den Fortschritt, zumindest im Bereich von Software und Datenfindung, resp. -speicherung. Wenn es um Datenschutz geht, zeigt sich Google eher rückschrittlich, wenn ich auch eingestehen muss, dass der gläserne Mensch möglicherweise die Zukunft ist, und nicht jener rechtschaffene Europäer, der denken darf, was er will und auch mal am Stammtisch fluchen darf, ohne dass ein zukünftiger Arbeitgeber davon erfahren würde oder wegen den zwei Bier seine Krankenkrassenprämien leicht angehoben würden.

Eric Schmidt, seines Zeichens CEO von Google, möchte denn auch, dass Google sehr persönliche Fragen beantworten kann. Z.B. “Welchen Job soll ich machen?”
Vielleicht auch “Habe ich eine Chance, mit Laura zusammenzukommen?”

Wem jetzt schon die Galle hochkommt und wer gerade einen Ziegelstein gepackt hat, um ihn in den PC zu trümmern, für den habe ich noch etwas:

“Wir können nicht einmal die einfachsten Fragen beantworten, weil wir nicht genug über Euch [die Google-Nutzer] wissen.”, gesteht Eric Schmidt.

Was nichts anderes bedeutet, als: Totale Überwachung, sobald man den PC hochfährt.

Google, einst bloss ein Werkzeug, nun ein Werkzeugmacher und in der Lage, über die Realität zu bestimmen. Doch noch besteht die Hoffnung, dass Google ein Tool bleibt, das uns dabei hilft, durch die Flut von digitalen Informationen zu finden. Doch ebenso hat Google die Macht, zu bestimmen, wie die Welt aussieht, in der wir uns bewegen. Und wenn sich Google dazu entschliessen möchte, wären wir so gläsern und unsere Bewegungsmuster in der digitalen Welt so vollumfänglich aufgezeichnet, dass jeder Strip vor dem US-Amerikanischen Kongress eine Wohltat dagegen wäre.

weiter auf golem.
weiter bei telepolis.
die presse.com dazu.
google masterplan.
epic 2015.







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