Der Staat sieht es nicht gerne, wenn Leute derart betrunken sind, dass sie ins Spital eingeliefert werden müssen oder gar zu Alkoholikern werden oder gar das Trinken von alkoholhaltigen Produkten geniessen.
Deshalb soll die Werbung für Wein, Whisky und Bier verboten werden. Weil sich niemand dafür entscheiden darf, den Rest seines Lebens im Suff zu verbringen oder sich ins Koma trinken. Weil dies wäre dann doch zu viel Freiheit in der persönlichen Lebensgestaltung. Schliesslich muss auch eine Norm gepflegt werden. Und Biertrinker sieht niemand gerne. Und ausserdem sind Alkoholiker gar nicht selber schuld an ihrer Sucht. Es sind die bösen Konzerne mit ihrer teuflischen Werbung und die Blogger, die über Wein schreiben.
Dies könnte den Argumentationsgang eines Befürworters von Verboten für Alkohol- und Tabakwerbung gehen. In ihrer Grundessenz sehen diese im Staat einen beschützenden Vater, der seine Kinder mit allen Mitteln davon abhalten muss, sich beim Spiel mit dem Messer zu verletzen. Dort wo die Verantwortung für das eigene Leben unangenehm wird, schiebt man sie ab zu Vater Staat. Was viel einfacher ist, als persönlich mit der Sauferei aufzuhören, seinem Kollegen dabei zu helfen, weniger zu trinken, oder sich gar um Alkoholiker zu kümmern.
Frankreich rätselt deshalb nun darüber, ob Wein-Blogs und andere Websites zum Thema Alkohol verboten sind oder nicht.1
Monday, August 11, 2008 at 8:06
Monday, August 11, 2008 at 18:02
Ich kann das Thema zwar grundsätzlich verstehen, aber ein Wein-Blog ist harmloser als ein Supermarkt, wo der Wein im Regal steht.
Werden dann auch alle Supermärkte verboten?
Tuesday, August 12, 2008 at 1:56
Wahrscheinlich richtet man dann eigene, verhüllte Zonen für alkoholische Getränke ein, so wie die Pornoabteilung in der Videothek. Eintritt nur nach Altersnachweis!
Wednesday, August 13, 2008 at 18:19
Alte Männer in schäbigen braunen Mänteln, den Hut tief ins Gesicht gezogen, um nicht erkannt zu werden, huschen dann schamvoll in diese Zonen.