Ein kleines Gedankenspiel:
In der Schweiz gibt es zwei grosse Religionen, die Pastafari und die Mormonen. Abgeschlagen, aber mit immer noch respektabler Grösse folgt der Hinduismus auf Rang 3. Die restlichen Sekten sind blosse Marginalien. Während an den öffentlichen Schulen den Kinder entweder gelehrt wird, dass Piraten nach dem über die Planke gehen zum Biervulkan kommen oder, dass Joseph Smith seinen Kopf in einen Hut gesteckt hat, um das Buch der Mormonen zu übersetzen. Während an staatlichen Universitäten darüber gestritten wird, ob jener Hut aus Seide oder Filz gewesen war und an anderen Fakultäten über die Original-FSM-Rezeptur für Spaghettisauce nachgedacht wird. Während Leute von ganeshaförmigen Fuchsschwänzen und krishnaförmigen Schimmelflecken geheilt werden. Während die NPD(S) verboten bleibt und Katholiken wegen ihrer antipastafarischen Heilslehre und den Völkermorden in ihrer Vergangenheit weiterhin mit einem Versammlungsverbot belegt sind. Während die Hindus die Schweizer Kultur mit dem Kastensystem bereichern und staatliche Direktzahlungen erhalten. Während da und dort Swastikas auf Gartenzäunen zu erblicken sind und die Verwendung von Christenkreuzen mit Zuchthaus bestraft wird. Während all dem schneidet ein Student seine Spaghetti. Die Nation ist schockiert. Wütende Pastafari drohen dem Jungen mit Mord. Selbst Agnostiker fordern, dass auch Ungläubige die Bräuche der Pastafari zu respektieren haben. Die Schweizer Presse weigert sich, Bilder der geschnittenene Spaghetti abzudrucken. Aus Rage steuert ein Pirat sein Boot auf das Botschaftsboot der Konfessionslosen und Atheisten zu, das direkt neben dem Bundesschiff ankert…
Friday, October 31, 2008 at 6:05
Friday, October 31, 2008 at 15:15