Fritten-Jesus und Rinden-Mohammed

Einer hat ein Rindenstück genommen und in den Insektenfrassspuren auf der Innenseite Mohammeds Namen gelesen. Die Ähnlichkeit zwischen den Frassspuren und Mohammeds Namen in arabischen Lettern ist frappierend klein.

Eine hat ein paar Fritten gemacht. Dabei blieben zwei in Kreuzform aneinander kleben. Vom Längeren ragte eine wurmähnliche Struktur auf. Die Frau sah Jesus in den Fritten.1

Was mich daran wundert, ist nicht, dass es solche Leute in die Medien schaffen, ist auch nicht, dass man schon mächtig gläubig sein muss, um in obigen Strukturen Mohammeds Namen oder Jesus Gestalt zu sehen. Mich wundert, dass die Leute derart viel Zeit haben, Rindenstücke auf Botschaften von Allah zu untersuchen oder aneinander klebende Fritten auf Anhängsel zu untersuchen, in denen sich Gott offenbart.

  1. Bad Astronomy - Holey Bark []






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12 Kommentare

  1. politik-blogs.ch

    links from TechnoratiFritten-Jesus und Rinden-MohammedPubliziert am 8. June 2008 im Blog «DER MISANTHROP»

  2. Andreas Kyriacou

    Aber wenn ein Glacé-Deckeli eine göttliche Botschaft enthält, ist’s doch wieder nicht recht.

    Ob in derlei Gekritzel nachgewiesener Massen (stimmt das so auf Neuschreib?) der Wurm drin sein muss, damit es als religiös wertvoll einzustufen ist?

  3. Andreas Kyriacou

    Rats, hab wohl wieder mal den Link verhunzt.
    Zum göttlichen Glace geht’s hier.

  4. Andreas Kyriacous blog

    links from Technoratigöttliches Zeichen. Ein symbolisiertes Glacé-Häubchen, das einer Allah-Kalligrafie ähnelt, hingegen beleidigt den propren Gläubigen. Quellen: badastronomy.com (viaburnttongue.net) und jihadwatch.org Muss man nun daraus ableiten, dass nur das, wo der Wurm drin ist, für religiöse Symbolik taugt? Bitte um gelehrigen Rat. Tags: Die Welt spinnt, Religionskritik, Islam

  5. Benjamin B.

    ehrlich gesagt, diese zeichnung auf dem glacé-deckeli erinnert mich eher an einen profanen scheisse-haufen als an irgendetwas anderes. da haben die verpackungsdesigner ganz schlechte arbeit geleistet.

  6. Benjamin B.

    hm, das gäbe einen guten slogan ab:

    manche sehen allah, andere bloss einen grossen haufen scheisse

  7. Andreas Kyriacou

    Hab bei mir nun die Bilder von der wurmstichigen Rinde und dem schokoladefarbenen Eis aufgeschaltet. Vielleicht helfen ein Baumrinde- und Glacé-Deckeli-Exegeten bei der Klärung, was Blasphemie und was echte göttliche Symbolik ist…

  8. Düsterkeit

    Aber mich wundert auch, dass Gläubige dass nicht beleidigt. Ich meine, Gott müsste ein erbärmlicher, fetter Versager sein, um sein Söhnchen in pampigen Fritten erscheinen zu lassen.
    Diese Leute sind einfach Freaks. Ich persönlich glaube nicht, dass sie irgendeine missionarische Wirkung haben. Von dem her: Einfach lassen und ignorieren.

  9. Benjamin B.

    @Andreas: Mich musst du diesbezüglich nicht fragen, ich versteh’ nicht mal, was dieses “Bildnis-Verbot” im Islam und im Christentum überhaupt bezwecken soll.

  10. Benjamin B.

    @Düsterkeit: Missionarische Wirkung eher nicht, allerdings sind es wohl genau solche Leute, die Jesus Camps gründen und sich an der lokalen Schule für die Aufnahme der Schöpfungsgeschichte in den Bio-Unterricht einsetzen.

    Dazu ist’s zutiefst amüsant. Auch wenn ich ob so viel Aberglaube eigentlich weinen müsste.

  11. Düsterkeit

    Ich bin mir nicht sicher, Benjamin. In meinen Augen sind das einfach Vollidioten, die unbedingt Aufmerksamkeit wollen. Ein religiöser Fanatiker würde doch was “Grösseres” (die gute alte Apokalypse z.B) kommen sehen. Oder hätte eine Vision. So wie bei Lourdes. Das Mädel hat ja Maria gesehen, ist dann bald gestorben und wurde zur Heiligen erklärt. Ihr “unberührt wirkender” Leichnam (schön dran rumgepfuscht, stand mal in der Weltwoche)liegt doch auch dort.
    Es wird jedoch nie einen Mariatoastpilgerort geben. Denn dann müssten sich doch halbwegs vernünftige Leute fragen, ob man so eine Religion ernstnehmen kann.

  12. Benjamin B.

    Kann natürlich auch sein. Aber wenn ich mir dann so die Aussagen hochrangiger Freikirchler anhöre (Ted Haggard zum Beispiel - allerdings hatte der Sex mit einem andern Mann und ist jetzt raus, früher hatte er allerdings sehr grossen Einfluss - sagte in The Root Of All Evil Gott sei damit bewiesen, dass sie ein 1500-jähriges Buch hätten von vier Autoren über ein Thema, die sich nicht widersprächen - dann scheint es nicht mehr viel zu brauchen, dass die Jesus in ein paar Fritten sehen.




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