Bleibt abzuwarten. Obama als Bush-gleichen Imperialisten hinzustellen halte ich ob der Tatsache, dass er noch nicht mal im Amt ist, für etwas überzogen.
Ist ‘Imperialist’ nicht eine Form der “Extremistischen Begrifflichkeiten“, losgelöst von ihrem eigentlichen Sinn, beliebig als Beschimpfung einsetzbar? Man ist doch hier kritischeres Denken gewöhnt…
Ali, Mathias, ihr habt Recht. Wobei man “Imperialist” natürlich auch seinem ursprünglichen Sinn gebrauchen könnte. Aber hätte ich über die imperialistischen Aspekte von Obamas Politik (und diese in Relation gesetzt zu Bushs Politik) schreiben wollen, hätte ich das getan.
Obiges Bild habe ich alleine der Unterhaltung wegen gepostet. Ich mag nicht 24/7 hochkritisch und sehr exakt bloggen. Ab und zu braucht es ein wenig Auflockerung.
Wieso habe ich obiges Bild ausgewählt und nicht irgendein beliebig anderes?
Weil ich zwar auf das Etikett “Imperialism” verzichten könnte, (mir wäre z.B. Etatismus lieber gewesen), aber weil ich gleichzeitig zwischen Obama und Bush mehr Gemeinsamkeiten sehe als Unterschiede. Das heisst nicht, dass ich Obama für gleich miserabel wie Bush hielte, sondern dass ich auch Obama nicht als Präsidenten möchte.
Ich glaube, bei der nächsten Karikatur, die ich hier zeige, werde ich ein paar erläuternde Worte dazu schreiben.
Die Gemeinsamkeiten sind wohl weniger persönlich als vom System erzeugt. Ein wichtiger Unterschied, zu oft wird die Politik personalisiert als ob sie nur personenabhängig wäre, dabei ist der Spielraum beschränkt.
Etwas Auflockerung zwischendurch ist ganz OK. Muss ja nicht immer alles ernst sein. Ob man gleich die ‘Imperalistenkeule’ weiterverbreiten soll finde ich aber zweifelhaft. Mit den meisten die dieses Wort zuvorderst führen, möchtest du vermutlich lieber nicht assoziert werden.
Dass Obama einen starken Staat möchte, hat aber vor allem mit ihm und seinen politischen Ansichten zu tun und weniger mit dem System. Oder auf welche Gemeinsamkeiten beziehst du dich?
Ich hoffe jetzt mal, dass meine Leser genügend intelligent und kompetent sind, um zu begreifen, dass die Karikatur der Auflockerung diente. Besonders mit den erklärenden Worten, die sich jetzt in den Kommentaren finden. Natürlich würde ich nie derartige Aufkleber irgendwo verteilen oder in einem ernstgemeinten Text die Imperialistenkeule schwingen.
Sorry, ich dachte wohl in erster Linie an Aussenpolitik. Déformation professionnelle.
Rein Ausgabenpolitisch ist Obama wahrscheinlich der “konservativere”.
Was die Kulturkampfthemen anbelangt ist er bei der Abreibungsfrage für weniger Staat und bei den Waffen wohl für mehr Staat (politisch aber nicht opportun). Ich denke dass er wenn es um Religion geht säkularer denkt ergo auf der weniger Staat Seite steht (aber auch da politisch eingeschränkt ist).
Tja, dann wären da noch seine Steuerpläne. Die Frage ist wieviel die von den Steuergeschenken an die Oberschicht nun wieder rückgängig machen wird oder darüber gehen wir. Ein wirklich minimalistischer Staat verteidigt aber sowieso kein Politiker (sondern gibt dies höchstens vor).
Ich glaube man kann die Frage wie ‘intervetionistisch’ im Vergleich zu Bush nicht so einfach beantworten.
Mein Kommentar war übrigens nicht als Fundamenalkritik gedacht. Ich wollte nur meinem Erstaunen Ausdruck verleihen, dass der Misanthrop plötzlich dass Imperialismus Argument schwingt.
Der Politiker, der für einen Minimalstaat eintritt, der muss zugleich auch sein eigenes Amt abschaffen wollen. Kann natürlich einen gewissen (paradoxen) Reiz beinhalten.
Nun, wenn man diesen Post so versteht, dann sehe ich, dass man erstaunt sein kann. Ich habe beim Verfassen ehrlich gesagt überhaupt nicht daran gedacht. Na ja, bei der nächsten Karikatur gibt’s eine erklärende Fussnote.
Wieso habe ich obiges Bild ausgewählt und nicht irgendein beliebig anderes?
Weil ich zwar auf das Etikett “Imperialism” verzichten könnte, (mir wäre z.B. Etatismus lieber gewesen)
Ich habs nicht so verstanden. Du hast mich drauf gebracht. Ich hab zuerst ‘Imperalismus’ verstanden und darauf reagiert
Sunday, November 16, 2008 at 11:12
Sunday, November 16, 2008 at 15:56
Bleibt abzuwarten. Obama als Bush-gleichen Imperialisten hinzustellen halte ich ob der Tatsache, dass er noch nicht mal im Amt ist, für etwas überzogen.
Sunday, November 16, 2008 at 16:15
Sunday, November 16, 2008 at 20:25
Ist ‘Imperialist’ nicht eine Form der “Extremistischen Begrifflichkeiten“, losgelöst von ihrem eigentlichen Sinn, beliebig als Beschimpfung einsetzbar? Man ist doch hier kritischeres Denken gewöhnt…
Monday, November 17, 2008 at 12:57
Ali, Mathias, ihr habt Recht. Wobei man “Imperialist” natürlich auch seinem ursprünglichen Sinn gebrauchen könnte. Aber hätte ich über die imperialistischen Aspekte von Obamas Politik (und diese in Relation gesetzt zu Bushs Politik) schreiben wollen, hätte ich das getan.
Obiges Bild habe ich alleine der Unterhaltung wegen gepostet. Ich mag nicht 24/7 hochkritisch und sehr exakt bloggen. Ab und zu braucht es ein wenig Auflockerung.
Wieso habe ich obiges Bild ausgewählt und nicht irgendein beliebig anderes?
Weil ich zwar auf das Etikett “Imperialism” verzichten könnte, (mir wäre z.B. Etatismus lieber gewesen), aber weil ich gleichzeitig zwischen Obama und Bush mehr Gemeinsamkeiten sehe als Unterschiede. Das heisst nicht, dass ich Obama für gleich miserabel wie Bush hielte, sondern dass ich auch Obama nicht als Präsidenten möchte.
Ich glaube, bei der nächsten Karikatur, die ich hier zeige, werde ich ein paar erläuternde Worte dazu schreiben.
Monday, November 17, 2008 at 13:54
Die Gemeinsamkeiten sind wohl weniger persönlich als vom System erzeugt. Ein wichtiger Unterschied, zu oft wird die Politik personalisiert als ob sie nur personenabhängig wäre, dabei ist der Spielraum beschränkt.
Etwas Auflockerung zwischendurch ist ganz OK. Muss ja nicht immer alles ernst sein. Ob man gleich die ‘Imperalistenkeule’ weiterverbreiten soll finde ich aber zweifelhaft. Mit den meisten die dieses Wort zuvorderst führen, möchtest du vermutlich lieber nicht assoziert werden.
Monday, November 17, 2008 at 15:36
Dass Obama einen starken Staat möchte, hat aber vor allem mit ihm und seinen politischen Ansichten zu tun und weniger mit dem System. Oder auf welche Gemeinsamkeiten beziehst du dich?
Ich hoffe jetzt mal, dass meine Leser genügend intelligent und kompetent sind, um zu begreifen, dass die Karikatur der Auflockerung diente. Besonders mit den erklärenden Worten, die sich jetzt in den Kommentaren finden. Natürlich würde ich nie derartige Aufkleber irgendwo verteilen oder in einem ernstgemeinten Text die Imperialistenkeule schwingen.
Monday, November 17, 2008 at 17:23
Sorry, ich dachte wohl in erster Linie an Aussenpolitik. Déformation professionnelle.
Rein Ausgabenpolitisch ist Obama wahrscheinlich der “konservativere”.
Was die Kulturkampfthemen anbelangt ist er bei der Abreibungsfrage für weniger Staat und bei den Waffen wohl für mehr Staat (politisch aber nicht opportun). Ich denke dass er wenn es um Religion geht säkularer denkt ergo auf der weniger Staat Seite steht (aber auch da politisch eingeschränkt ist).
Tja, dann wären da noch seine Steuerpläne. Die Frage ist wieviel die von den Steuergeschenken an die Oberschicht nun wieder rückgängig machen wird oder darüber gehen wir. Ein wirklich minimalistischer Staat verteidigt aber sowieso kein Politiker (sondern gibt dies höchstens vor).
Ich glaube man kann die Frage wie ‘intervetionistisch’ im Vergleich zu Bush nicht so einfach beantworten.
Mein Kommentar war übrigens nicht als Fundamenalkritik gedacht. Ich wollte nur meinem Erstaunen Ausdruck verleihen, dass der Misanthrop plötzlich dass Imperialismus Argument schwingt.
Monday, November 17, 2008 at 18:33
Der Politiker, der für einen Minimalstaat eintritt, der muss zugleich auch sein eigenes Amt abschaffen wollen. Kann natürlich einen gewissen (paradoxen) Reiz beinhalten.
Nun, wenn man diesen Post so versteht, dann sehe ich, dass man erstaunt sein kann. Ich habe beim Verfassen ehrlich gesagt überhaupt nicht daran gedacht. Na ja, bei der nächsten Karikatur gibt’s eine erklärende Fussnote.
Tuesday, November 18, 2008 at 7:07
Ich habs nicht so verstanden. Du hast mich drauf gebracht. Ich hab zuerst ‘Imperalismus’ verstanden und darauf reagiert
Saturday, November 22, 2008 at 8:43