Ich würde keine „neue Linke“ fordern wollen sondern gar keine „Linke“, allenfalls eine überwundene „Linke“. Eine „Linke“ in der man Patriot sein darf, eine „Linke“ in der man die multikulturelle Gesellschaft nicht lobpreisen muss, dazu mehr an anderer Stelle. Eine „Linke“ in der man nicht tolerant gegen jeden sein muss, in der man sich seine Freunde aussuchen darf, nach Kriterien die man sich aussuchen darf, eine „Linke“ die nicht nur irgendwie links ist sondern die etwas schafft, die nicht zerkritisiert, sondern erbaut, eine „Linke“ der Kraft nicht eine des Verfalls, eine „Linke“ in der Hässlichkeit nicht absolut ist, eine Linke die sich nicht in Scharmützeln mit „rechten“ verrennt sondern diese Leute rechts liegen lässt, eine Linke in der man so genannten Feminismus hinter sich gelassen hat, eine Linke in der Tiefdruckgebiete wieder Frauennamen haben (das ist Feminismus) und das generische Maskulinum wiederentdeckt worden ist. Ich schreibe bewusst „so genannten“, denn man verwechselt Gleichmacherei und Geschlechterkonstruktivismus leider allzu oft mit Feminismus.
endlosrekursion - Politik von (Vor)Gestern