DRS 1 hören oder Der Konsum von Staatsfunk

Meine Kritik am staatlichen Rundfunk beinhaltet zwar auch die Komponente des schlanken Staates und des überflüssig gewordenen Konzeptes, doch der Kern meiner Kritik lässt sich darauf reduzieren, dass ich nicht für etwas bezahlen will, das mir äusserst zuwider ist.

Zum Beispiel der Hauptsender des schweizerischen staatlichen Radiofunks. DRS 1 genannt: Zu hören bekommt man zwar viele Nachrichten, laue Musik, daneben aber Etatismus und religiöse Botschaften. Wenn wenigstens mal ein Libertärer oder ein Vertreter der Österreichischen Wirtschaftslehre zur Finanzkrise hätte Stellung nehmen können oder einmal den Humanisten, den Naturalisten, den Atheisten oder den Brights Sendeplatz eingeräumt geworden wäre, dann hätte man wenigstens von einer gewissen Diversität ihres Programms sprechen können, was eine Art halbgare Legitimisierung hätte darstellen können, doch dies war, ist und wird wohl auch künftig nicht der Fall sein.

Und ich habe nun wirklich keine Lust, Etatismus und Gottesglaube zu finanzieren.







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7 Kommentare

  1. politik-blogs.ch

    links from TechnoratiDRS 1 hören oder Der Konsum von StaatsfunkPubliziert am 16. October 2008 im Blog «DER MISANTHROP»

  2. Düsterkeit

    Der Sender vertritt halt den Durchschnittsschweizer.

  3. Benjamin B.

    Müsste der Sender, da von allen finanziert, nicht auch den Undurchschnittsschweizer vertreten?

  4. ali

    Ich habe erst jetzt gesehen, dass du hier auf meinen tägliche Ration Ärger eindrischst. Ich war wohl selten so einverstanden mit dir.

    Noch schlimmer als die fehlende Diversität finde ich aber, dass ich so schlechten Journalismus finanzieren muss. Es fehlt an Verständnis, Analyse, journalistischem Einmaleins, und meist schlicht und einfach an Hirn. Das ganze ist auch noch sprachlich eine jämmerliche Veranstaltung. Seufz.

  5. Düsterkeit

    Der Unterdurchschnitssschweizer geht genauso unter wie Nerds in der Schule. Möglich wäre auch, dass DRS nur die alten Säcke vertritt, weil alle anderen zu faul sind, gegen das Programm zu demonstrieren.
    Ansonsten: Jemand ist immer der Verarschte. Es gibt kein Gesellschaftssystem, bei dem alle glücklich und froh sind. Nur welche, bei denen alle ein bisschen glücklicher sind - ausser denen, die im Alten glücklicher waren.

  6. Benjamin B.

    @Ali: Ich halte es immer für moralisch verwerflich, Leute dazu zu zwingen, irgendetwas zu finanzieren. Aber ich könnte leichter mit diesem Zwang leben, wenn der Radiosender, den ich zwangsuntersütze, mir irgendetwas bieten würde. Ich könnte mich zum Beispiel damit arrangieren, ein Magazin wie reason.com zwangszuunterstützen (Lassen wir das dabei entstehende Paradoxon einmal beiseite.), aber Radio DRS?

    Du sagst es, es ist wirklich jämmerlich. Ein Trauerspiel.

  7. Benjamin B.

    @Düsterkeit: Darum plädiere ich dafür, dass sich jeder das Gesellschafts- und Staatssystem aussuchen kann, in dem er leben will. Es wird zwar noch lange dauern, bis dies umsetzbar sein wird, aber das heisst ja nicht, dass man von vornherein alle vier Beine von sich strecken muss.




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