Die scheusslich antiislamischen “t”s

Es kommt endlich etwas in Bewegung im Abendland. Nach so vielen Jahren aggressiver Meinungsfreiheit wird Einhalt geboten, einfach alles zu sagen und zu schreiben, was man denkt. Das war ein Irrweg voller gefährlicher Provokationen. Es ist daher ein Meilenstein in der Geschichte Europas, dass holländische Filmemacher jetzt nicht mehr unbekümmert zeigen können, was sie wollen. Dass die 27 EU-Außenminister sich gegen das weltfriedensbedrohende Filmchen „Fitna“ ausgesprochen haben, zeigt herausragende Führungsstärke. Die Kunst ist ohnedies in jüngster Zeit zu frech geworden. Sie und die ebenso dreiste, freie Literatur kritisieren seit Jahrhunderten schon die Religion. Damit wird nun Schluss gemacht.

[...]

Massenhaft, täglich, überall verletzt das „t“ die religiösen Gefühle von Millionen. Das „t“ gehört im Deutschen zu den häufigsten Buchstaben, es macht mehr als sechs Prozent des gesamten Sprachschatzes aus. Das allein verrät schon eine sublime christliche Überlegenheitsgeste. In Wahrheit ist das „t“ die subversive Waffe einer imperialistischen Religion, die den Stolz und die Ehre der Nicht-t-Kulturen übel verhöhnt.1

  1. cicero - Das Kreuz mit dem „t“ []






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2 Kommentare

  1. politik-blogs.ch

    links from TechnoratiDie scheusslich antiislamischen “t”sPubliziert am 16. April 2008 im Blog «DER MISANTHROP»

  2. Jochen Hoff

    Ich weiß nicht ob man sich über Wolfram Weimar freuen sollte. Der verfolgt nämlich ganz andere Ziele:

    http://www.duckhome.de/tb/archives/2403-Eines-Ungeistes-Kinder-PI,-Wolfram-Weimer,-Cicero.html

    Während er gegen die Muslime hetzt, versuchen seine Auftraggeber ihr geraubtes Geld ins Trockene zu bringen. Aber dem Miesen Tropen wird es sicher gefallen. Ob es allerdings gut für ihn ist, wage ich zu bezweifeln.

  3. Benjamin B.

    Ich dachte er sei ein säkularer Liberaler, so habe ich jedenfalls seine Satire aufgefasst. Doch offenbar (http://www.livenet.ch/www/index.php/D/article/375/32754/) ist er ein überzeugter Christ und Propagandist für einen hohen Einfluss der Kirche.

    Gefällt mir nicht mehr allzu gut, wenn ich die Person hinter der Satire betrachte. Vor allem überzeugt mich Islamkritik und Appeasementkritik nicht gerade, wenn sie von einem Religionsapologeten stammt.

    Doch wenn ich seine Satire als Manifest für Meinungsfreiheit auffasse, dann gefällt sie mir trotzdem. Ich frage mich bloss, ob Weimer auch so stark für die Meinungsfreiheit eintritt, wenn z.B. ein Ferkelbuch erscheint.




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