In der Schweiz ist das Kiffen immer noch nicht legal. Die Initative für eine Legalisierung des Cannabiskonsums (Nicht aber für den Handel damit (Ist leicht paradox und hätte den Schwarzmarkt auch nicht unbedingt gestoppt. Dies wäre nur geschehen, wenn man grosse Mengen an qualitativ hochwertigem Hanf beim Staat zu tiefen Preisen hätte einkaufen können.).) wurde vom Volk abgelehnt. Das ist zwar verständlich und nicht überraschend, aber sehr schade, da der Schwarzmarkt weiter bestehen bleibt. Schwarze Märkte sind nie sehr günstig, da dort keine Rechtssicherheit herrscht und die einzige Möglichkeit, wie man trotzdem zu seinem Geld oder Hanf kommt, direkte physische Gewalt ist. Dazu werden die Eigentumsrechte immer noch nicht konsequent umgesetzt. Wenn mir eine Grapefruit gehören kann und ich mit ihr machen darf, was ich will, wieso gilt das Gleiche nicht für mein eigen Fleisch und Blut?
Zentral für die Ablehnung der Initiative ist wohl die Sorge um die Jugendlichen. Zu Recht lehnt das Volk den Drogenkonsum ab (Auch wenn es sich ihm paradoxerweise besonders an Wochenenden hingibt. Eine Mehrheit der Schweizer konsumiert wohl regelmässig psychoaktive Substanzen in einem Ausmass, da sie ihre Wirkung massiv entfalten. (Ein Glas Wein würde ich noch nicht als Drogenkonsum bezeichnen. Etliche Medikamente hingegen schon.). Drogenkonsum ist wirklich etwas Schreckliches, auch wenn man Drogensüchtige nie stigmatisieren oder ihnen mit Ablehnung oder gar Verachtung begegnen sollte. Wir Schweizer wollen uns also vor uns selbst schützen, resp. die potenziell Drogenkonsumenten vor sich selbst. Gewiss, diejenigen denen Drogen angeboten werden würde, wären sich nicht zu jedem Zeitpunkt über die vollständigen Konsequenzen des Konsums bewusst. (Was allerdings für jegliche Handlungen gilt.)
Aber seit wann hilft man jemandem, indem man eine Feuerwaffe auf ihn richtet?
Tuesday, December 2, 2008 at 20:20