Der Schlafmohn blüht

Art. 105a (neu) Hanf
1. Der Konsum psychoaktiver Substanzen der Hanfpflanze sowie ihr Besitz und Erwerb für den Eigenbedarf sind straffrei.
2. Der Anbau von psychoaktivem Hanf für den Eigenbedarf ist straffrei.
3. Der Bund erlässt Vorschriften über Anbau, Herstellung, Ein- und Ausfuhr von sowie Handel
mit psychoaktiven Substanzen der Hanfpflanze.
4.  Der Bund stellt durch geeignete Massnahmen sicher, dass dem Jugendschutz angemessen Rechnung getragen wird. Werbung für psychoaktive Substanzen der Hanfpflanze sowie
Werbung für den Umgang mit diesen Substanzen sind verboten. ((Hanfinitiative))

Obenstehende Verfassungssänderung, über die die Schweiz am 30. November abstimmen darf, kann man ruhig annehmen. Sie hat leichte Verbesserungen zur Folge. Befriedigend ist sie aber nicht.

Ebenso gut aber unbefriedigend ist die vorgeschlagene Änderung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe (Betäubungsmittelgesetz, BetmG), die am selben Tag vor den Souverän kommt.

Die Eigentumsrechte werden immer noch schwer missachtet. Das Recht, mit seinem Körper frei zu verfahren, bleibt stark eingeschränkt. Ebenso das Recht, mit Werbefläche, kleinen grünen Pflanzen und verschiedenen Pillen und Pulvern frei zu handeln. Vertragsfreiheit klingt zwar gut und darf nicht eingeschränkt werden, beliebt ist sie aber nicht. Auch wenn moralisch absolut nichts Falsches daran ist, wenn zwei Parteien einen Deal abschliessen, mit dem beide völlig einverstanden sind. Nicht vergessen sollte man, dass sowohl die italienische Mafia als auch die afghanischen Taliban (nebst zahlreichen weiteren kriminellen Organisationen) von unseren Drogenverboten profitieren. Wäre Handel und Konsum legal, fiele das Geschäft an seriöse Händler. Die Margen würden stark sinken und die Produkte würden qualitativ stark besser (Rechtsschutz für die Käufer und Transparenz des Marktes. Selbst Konsumentenorganisationen könnten sich einschalten.).

Die Gegner einer umfassenden oder auch nur teilweisen Drogenlegalisierung argumentieren gerne damit, dass durch dies unsere ganze Gesellschaft an die Drogen fiele. Doch ist der einzige Grund, wieso wir, unsere Familien und Freunde, nicht heroinsüchtig sind, die Anwesenheit von Verboten? Sind wir derart uneigenständig? Und möchten wir alle Kokain konsumieren, ist es dann nicht herzlos, uns von diesem innigen Wunsch abzuhalten? Verleugneten wir damit nicht ein existenzielles Bedürfnis der Menschheit? Wollen wir den Staat unseren Lebensstil bestimmen lassen?

Schlussendlich stellt sich aber lediglich eine einzige Frage: Wieso gibt es immer noch Verbrechen ohne Opfer?







Bei allen Services (Mister Wong, Yigg, Infopirat etc.)
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6 Kommentare

  1. politik-blogs.ch

    links from TechnoratiDer Schlafmohn blühtPubliziert am 17. November 2008 im Blog «DER MISANTHROP»

  2. Mathias

    Nach der Logik der Gegner, die du hier aufführst - und die leider viel zu oft zur Anwendung kommt -, müssten wir ja alle schon Alkoholiker und Tabakabhängig sein. Sind wir aber nicht, weil es genügend Leute gibt, die sich absichtlich nicht darauf einlassen und wenn überhaupt diese beiden Drogen mit Maß und Ziel konsumieren.

    Aber was will man machen, beim Thema Drogen haben veralterte Moralvorstellungen halt immer noch einen größeren Wert als persönliche Freiheit und rationale Überlegungen.

  3. Benjamin B.

    Was der Grund ist, wieso ich jetzt kein Bier aus dem Keller hole, sondern hier am Schreiben bin.

  4. Kein toter Fisch

    links from TechnoratiDer Schlafmohn blüht

  5. Martin

    30.11.:Wahl-Party zur Schweizer Volksabstimmung im Hanf Museum Berlin

    Am 30. November 2008 wird in der Schweiz über die Zukunft des Gebrauchs der Hanfpflanze abgestimmt. Aber auch die allgemeine Drogenpolitik steht zur Bewährung.
    Das Hanf Museum Berlin wird in dieser Zeit zum Wahl-Büro. Es wird Live berichtet, wie

    die Volksabstimmung ausgeht. Los geht es um 16 Uhr - Hör rein - es wird spannend!

    An diesem Nachmittag unterhält uns Koshka mit Minimal und Neotrance. Mit in der Runde:

    Hans Cousto, welcher Schweizer Staatsbürger ist, und uns das Wahlsystem und die Schweizer Drogenpolitik erklären kann und wird. Kommentiert und Moderiert wird das ganze von Rolf Ebbinghaus (Hanf Museum).

    Natürlich kann man uns im Hanf Museum Berlin besuchen: Mühlendamm 5, 10178 Berlin-Mitte

    In Zusammenarbeit mit: UZIC, dem Electronic Music Webradio, welches zwischen 18 und 20 Uhr die Sendung in die Schweiz verbreiten wird.

    Weitere Informationen zur Volksabstimmung zur Hanfpolitik:

    http://www.hanf-initiative.ch/

    Die Addresse für die manuelle Eingabe des Radios lautet:

    http://stream.hanfplantage.de:8000

    Am 30. November 2008 wird zwischen 18 und 20 Uhr die Sendung auch auf UZIC 24k und UZIC 128k zu hören sein:

    http://stream.uzic.ch/tek.m3u
    http://stream.uzic.ch/tek24.m3u

    Die technische Möglichkeit des Internetradios von:

    http://radio.hanfplantage.de/ und
    http://www.uzic.ch/

    +++

    Hanf Museum Berlin
    Mühlendamm 5, 10178 Berlin-Mitte
    Telefon +49 (0) 30 / 242 48 27

    http://www.hanfmuseum.de
    Öffentliche Verkehrsmittel

    Bus M48, 248, Bushaltestelle ‘Nikolaiviertel’
    U/S-Bhf. Alexanderplatz (U5/U8/S5/S7/S9)
    U-Bhf. Klosterstraße (U2)
    U-Bhf. Stadtmitte (U6)

    Öffnungszeiten

    Montag Ruhetag
    Dienstags bis Freitags 10 Uhr bis 20 Uhr
    Samstags und Sonntags 12 bis 20 Uhr

    Über das Hanf Museum Berlin

    Das Hanf Museum ist in der Bundesrepublik das einzige seiner Art und neben denen in Bologna und Amsterdam das dritte weltweit.

    Im Herzen Berlins, im Nikolaiviertel, können sich die interessierten BesucherInnen ein umfassendes Bild über die alte Kulturpflanze machen. Die Ausstellung, die alle Themen rund um den Hanf behandelt, erstreckt sich auf mehr als 250 qm.

  6. Cannaaktions Radio - Internet radio stream

    Hanf-Initiative dankt für das Vertrauen und die Unterstützung!…

    VIELEN DANK!
    Wir möchten uns ganz herzlich bei all denjenigen Personen bedanken, die mit ihrem Einsatz, ihrem Vertrauen, ihrer Stimme die Hanfinitiative unterstützt haben.
    Sie haben mit ihrem Ja bekundet, dass das Problem angegangen werden mu…




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