Bei der aktuellen Diskussion um Managergehälter, Abzocker, Hyperreiche, gerechte Löhne und Arbeiterstreiks gibt es etwas, das Sozialisten, Etatisten und andere Gegner der freien Marktwirtschaft nicht begreifen können:
Das ganze Vorhaben, gerechte Löhne zu bezahlen, ist von Anfang zum Scheitern verurteilt. Löhne können nicht gerecht sein. Es liegt in der Natur des Begriffes, das Gerechtigkeit immer subjektiv ist. Jeder Ansatz, Löhne festzuschrauben und in Grenzen zu pressen, macht zwar einige Leute glücklicher, andere dafür unglücklicher. Es läuft also auf ein Nullsummenspiel heraus.
Sollte man Angst haben, gesellschaftliche Reibung würde entstehen, weil etliche Leute die Reicheren beneiden, so scheint es Symptombekämpfung zu sein, eine obere Lohngrenze festzusetzen. Der Neid ist immer noch in den Leuten drin, er muss sich bloss einen anderen Weg suchen, sich auszudrücken.
Daneben ging es in der Marktwirtschaft nie um gerechte Löhne. Extrem grob gesagt regeln die Gesetze von Angebot und Nachfrage, wie viel Geld jemand für seine Arbeit erhält. Da sind keine Gerechtigkeitsüberlegungen dabei. Der Lohn bildet sich, er wird nicht von einer Lohnkommission festgelegt. Deshalb scheint das ewige Lamento über ungerechte Löhne (sowie das Gefluche über Abzocker und andere verhasste und verleumdete Gestalten) irgendwie sinnlos.
Monday, June 16, 2008 at 20:40