Der Bau von Minaretten ist verboten

Nein. Doch nicht. Verletzt nämlich zwingendes Völkerrecht.

SVP und EDU können ihre Initiative, die bloss den spektakulären, weil einzigen Satz “Der Bau von Minaretten ist verboten” trägt. Doch sie werden weiter protestieren und ankämpfen gegen die Minarette, diese ‘Machtsymbole des Islams’.

Gut, dass diese Initiative nun doch verreckt wie ein Wurm, der unter den High Heels von Justizia zertreten wird. Gewiss bin auch gegen eine Islamisierung. Doch diese, wenn sie denn geschähe, würde sich wohl viel eher im Untergrund abspielen, als denn unter den Augen der Öffentlichkeit. Und diese Minarette… Ach, kommt schon, das sind bloss Türmchen. Wenn die mal beten gehen wollen, dann lasst sie doch. Und wenn sie ein Minarett brauchen, um den Weg zur Moschee zu finden, dann ist das doch egal. Vor allem rast diese Initiative meilenweit am Problem vorbei. Es besteht ein gewisser Konflikt zwischen Westeuropa und Islam, resp. muslimisch geprägten Nationen. Doch dieser Konflikt wird überhaupt nicht entschärft, indem man den Bau von irgendwelchen unwichtigen, absolut irrelevanten Türmchen verbietet. Schon nur, weil die darunter stehenden Moscheen weiter existieren. Doch eine solche Initiative erzürnt nur ein paar gemässigte Moslems, mit denen wir sonst gar keine Probleme haben, oder hätten.

Dem, was Hisham Maizar sagt, kann ich mich zwar weitgehend anschliessen. Dass Moslems in der Schweiz weiterhin Moslems sein dürfen, dass steht ausser Frage. Ausser wir wollen zu den Kreuzzügen zurückkehren. Könnten wir natürlich. Aber dann sollten wir den Papst als ersten in den Krieg reiten lassen. Mit Ulrich Schlüer als Knappen.

Doch wenn derselbe Hisham Maizar dann behauptet, die Schweizer Bevölkerung hätte aus dem Karikaturenstreit nichts gelernt, dann mag er damit zwar Recht haben. Doch im gleichen Zug möchte ich doch sagen, dass er nicht verstanden hat. Beim Karikaturenstreit ging es um die Meinungsfreiheit, die manche viele so ziemlich alle Muslime beschnitten haben wollten. Und wie ich so gerne zu sagen beliebe, an jenem Tag, da die Meinungs- und Pressefreiheit bloss noch eine Farce ist, da will ich persönlich das Sturmgewehr holen und den Krieg eröffnen.

Besser fönde ich natürlich, die Angesprochenen, und ihr alle wisst verdammt noch mal, wen ich damit meine, würden den Fisch aus dem Arsch reissen.

Oder ich gehe nach Glasgow, meine fiebrige Stirn kühlen.







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