Über die anti-aufklärerische Haltung der Politiker

So möcht’ ich doch alles, bloss keinem Groupie den Lieblingspolitker miesreden. Deshalb verzichte ich in den nachfolgenden paar Zeilen auf Namen.

Eigentlich will ich nur mein Erstaunen zum Ausdruck bringen, darüber, wie wenig manch einer seine eigene Geschichte kennt und wie wenig Dankbarkeit den längst dahingegangenen Vorvätern entgegen gebracht wird.

Beinahe bewundernswert sind jene, die im gleichen Satz sagen, die Geschichte dürfe sich unter keinen Umständen wiederholen, wie sie die Erlaubnis für umfassende Onlinedurchsuchungen geben, bei denen jeder an den Ast gehängt werden soll, der leicht heikle Texte besitzt oder gar per google nach schlimmen Schlüsselworten sucht. Die Frage stellt sich nun natürlich, wie die Bürger denn eine Wiederholung der Geschichte verhindern sollen, wenn sie selbige gar nicht kennen. Doch das ist ein unwichtiges Detail, von Bedeutung ist einzig und allein, dass man endlich in den Krieg eintritt gegen einen Gegner, der seine Server schon längst in muffigen Hinterzimmern in Südostasien laufen hat. Dass Verfassungsfeinde jedoch bisweilen gewitzte Köpfe sind und mittels diversester Wege in Kontakt mit Gleichgesinnten treten können, scheint man nicht beachten zu wollen. Dass man beim Beschreiten dieses ‘Antiterror’pfades einen ganzen Haufen Bürgerrechte mit Füssen tritt und man dem Leuten die Gelegenheit nimmt, ganz privat über die Regierung zu fluchen - so dass diese ihre eigentlich irrelevante, da meist nicht vorhandene Wut aufs Etablissements andersweitig ausleben - ist ebenfalls eine Nebensächlichkeit.

Traurig nur, dass es gerade Politiker sind, die die Konsequenzen ihres Tuns offenbar nicht mehr abschätzen können.

bada$$mood - Online kommen die Spione







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