Das Verbrechen der eigenen Meinung

Gerade die radikale Linke ist es, die sich entsetzt und Zornesflücke ausstösst, wenn eine Geselle aus den eigenen Reihen mit seinem Weltbild nicht kreuzfahren darf. Umso vehementer knüppeln sie unliebige Meinungen nieder und stempeln Weltbilder als Verbrechen ab.

Nun muss man sich jedoch darüber im Klaren sein, dass Weltbilder und Meinungen das ureigenste Gut einer jeder Person sind und die Freiheit der Gedanken gestutzt wird, wenn gewisse Ansichten für illegal erklärt werden.

Dass man sich nicht öffentlich zu jeder Ideologie bekennen darf und dass es keineswegs im Sinne einer freien Gesellschaft sein kann, wenn Hetzpropaganda betrieben werden darf, ist mir absolut verständlich und mitunter auch ein Grund, wieso ich aufhorche, wenn in Reden krasse Verallgemeinerungen geäussert werden (Egal, ob der Islam als Brutstätte für Terroristen oder die SVP als faschistoid beitelt wird.).

Genauso sehr wie man in der Öffentlichkeit auf seine Worte achten muss und soll, dürfte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass man im Privaten Raum selbst die abstrusesten und menschenverachtendsten Gedanken äussern kann. Stets begleitet vom Risiko, dass man belächelt wird oder sich verhasst macht.

Ein Unter-Strafe-Stellen von gewissen Gedankengängen oder auch nur die allgemeine Inakzeptanz von unbedarften Äusserungen im vetrauten Kreis, käme der Einführung der aus der DDR bekannten Inoffîziellen Mitarbeitern gleich. Denn zwischen verfassungsfeindlichen Aktivitäten und tagträumerisch ausgesprochenen Gedanken, besteht doch ein recht grosser Unterschied. Auch wenn einer mal im vollen Ernst meint, den Rechtsstaat beerdigen und ein monarchistisches Reich aufbauen zu müssen.

bissige liberale: Meinung… Verbrechen… Pfft







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