Das Recht zu kritisieren

Crackergate grummelt immer noch munter weiter, doch untenstehende, auf die Hostienkrise bezogenen Worte sind es absolut wert, zitiert zu werden:

It’s about the importance of not always showing kid-glove respect, and of keeping our sense of proportion, and knowing the difference between someone attacking what you do or believe, and someone attacking you.1

Genau. Manchmal muss man die Samthandschuhe einfach ausziehen und die harten, schmutzigen Worte hervor holen. Manchmal geht es nicht anders. Aber hey, wer sich dazu hinreisst zu agieren oder zu reagieren, dessen Taten und Überzeugungen werden früher oder später kritisiert werden. Und das Recht zu kritisieren und schamlos verbale Attacken zu reiten macht die Meinungsfreiheit gerade aus. Oder wo ist die Freiheit, wenn jeder ein Honigmondlächeln hat und bloss übers Wetter redet?

  1. Pharyngula - Putting the cracker in context … again []






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6 Kommentare

  1. politik-blogs.ch

    links from TechnoratiDas Recht zu kritisierenPubliziert am 13. August 2008 im Blog «DER MISANTHROP»

  2. Christian

    Schade nur, dass Kritik nicht immer gerne gelesen wird und viele auch nicht mit Kritik umgehen können.
    Solange Firmen mit Hilfe von Anwälten und technischem Geschick Meinungen einfach verschwinden lassen können, solange wird Meinungsfreiheit nicht funktionieren. Kritik hin oder her, für Kritik braucht es auch Kritikfähigkeit. Die fehlt aber leider zu oft.

    “Die Freiheit der Rede hat den Nachteil, dass immer wieder Dummes, Hässliches und Bösartiges gesagt wird. Wenn wir aber alles in allem nehmen, sind wir doch eher bereit uns damit abzufinden, als sie abzuschaffen.”
    Sir Winston Churchill

    Ein toller Spruch, nicht? Aber selbst in den ach so freien VSA wird Meinungsfreiheit schonungslos umgangen, in dem Kritik einfach unterdrückt wird:

    “Infolge einer Beschwerde, die hinsichtlich des US Digital Millennium Copyright Act (amerikanisches Datenschutzgesetz) bei uns eingegangen ist, haben wir 1 Ergebnis(se) aus dieser Seite entfernt. Sie können die DMCA-Beschwerde, die dieser Entfernung zugrunde liegt, unter ChillingEffects.org lesen.”
    Gefunden bei Google mit einer ganz bestimmten Seitenabfrage.

    Nur eines… die wahre Freiheit ist die, mit der wir umgehen können. Auch mit Samthandschuhen kann man eine Faust machen und dem Gegenüber eines in die Fresse hauen. Es sieht einfach nicht so brutal aus. ;)

    Christian

  3. Benjamin B.

    Ein Staat darf keine Gesetze erlassen, die die Meinungsfreiheit einschränken. Dies ist leider nicht der Fall. Firmen können “üble Nachrede” in all ihren Formen verbieten. Personen können dies auch. Ebenfalls der Staat. Und wenn man es geschickt handhabt, kann man dadurch jegliche Kritik an sich per Gesetz verbieten lassen. Das sind unhaltbare Zustände.
    Unter anderem deswegen bin ich für eine uneingeschränkte Meinungsfreiheit.

    Ich kenne mich mit US-amerikanischen Gesetzen nicht wirklich aus. Doch die Meinungsfreiheit zählt dort wesentlich mehr als hier. Wenn du dort Kritik an wem oder was auch immer äussern willst, dann darfst du das in viel mehr Fällen als dies z.B. im von Abmahnungen geplagten Deutschland.

    Darf ich fragen, was die Seitenabfrage war und was die Gründe für die Entfernung und welche Seite betroffen war?

  4. Christian

    salve
    Fragen darfst Du immer… ;) folge einfach dem Link zu meiner Seite und Du bekommst mehr Informationen. Details gebe ich Dir gerne per Mail bekannt, weil ich nicht 100% sicher bin.

    Aber der Grund war mit grosser Wahrscheinlichkeit eine schlechte Kritik an einer Firma.

    Christian

  5. Christian

    übrigens…. Dein “Logo” ist absolut der Wahn, einfach super!

  6. Benjamin B.

    Bah, eine extrem unappetitliche Angelegenheit. Dass es solche Firmen gibt, erstaunt mich eigentlich nicht, dass der Staat derartige Praktiken gewissermassen legalisiert, schon eher.

    Danke sehr!




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