Darwin wäre gegen die Demokratie gewesen

Ha ha.

Beinahe überkommt mich ein hysterisches Lachen, wenn ich den Bloggern, Kommentierern, Journalisten und Zivilisten dabei zuschaue, wie sie sich über das Stimmrecht 16 aufregen mögen. Beachte: Es existiert bisher bloss im Glarus.

Doch die Unmut in der Bevölkerung ist gross. Ein paar Rechte fürchten gar Stimmverluste, weil die Jungen tendenziell linker stimmen würden. Wahrscheinlich fürchten sie gar zu Recht.
Doch was machen die paar Hundert Stimmen mehr oder weniger schon aus?
Ziemlich nicht. Und hier setzt die zweite grosse Entrüstung ein. Weil nur wenige Jugendliche stimmen gehen würden, sollte man allen das Stimmrecht entziehen. Klingt lächerlich. Ein weiterer Rückgang der Stimmbeteiligung wird befürchtet. Dabei sänke bloss die relative Beteiligung, die absoluten Zahlen würden ziemlich gleich bleiben. Es ist mir auch unklar, wie man sich darüber derart aufregen mag. Aber jedem das seine.

Wie sagt man so schön, jedem Volk die Regierung, die es verdient. In einer Demokratie ist das tatsächlich so. Und wer sein Wahlrecht nicht wahrnimmt, der bekommt halt irgendwas vor die Nase gesetzt. Einen Wählenden hat das nicht zu kümmern. Ausser die Wahlergebnisse würden die Volksmeinung tatsächlich nicht repräsentieren.
Vielleicht sollte man auch Babys wählen lassen, das wäre nur fair. Schliesslich formen die Politiker von heute die Zukunft von morgen. So Scheisse das klingen mag, es is’ so.

Lachen tu’ ich auch gerne und oft über den Begriff ‘objektive Meinung’.
Ein Widerspruch in sich, eine Kontradiktion. Wie schön.

Manche scheinen beim Denken zu vergessen, dass eine Meinung immer subjektiv ist, und Politik sowieso, da es kaum einen gibt, der ausserhalb seiner Glaubensprinzipen agiert. Ein jeder hat halt sein Weltbild, was nicht da hinein passt, wird bekämpft. In der Politik wie im Alltag genau gleich.
Wer ist auch schon fähig, nach objektiven Grundsätzen zu agieren. Ein jeder will zwar das Beste, doch selbst die Frage, was das Beste ist, kann man nicht beantworten, da das Beste das Beste für sich, für seine Nation, für die ganze Menschheit sein kann. Das eine ist nicht richtiger als das andere, es liegen nur jeweils andere Ansichten zugrunde.

Und für einen Ältestenrat, der die Geschicke der Welt lenkt, sind sowieso alle. Obwohl ich dafür wäre, dass man das Beste als “eine Politik zu führen, die für möglichst langfristige Stabilität und grösstmögliche Zufriedenheit sorgt, was wahrscheinlich dann der Fall ist, wenn keine Unterdrückung herrscht, die persönliche Freiheit respektiert wird, die freie Meinungsäusserung in keinem Fall beschnitten wird und kein Unmut durch Armut, Krankheit oder Disrespekt entstehen kann.” definiert und dies mit Hilfe der Polit- und Wirtschaftswissenschaften auszuführen sucht. Und dies objektiv, was auch bedeutet, dass Studien auch wissenschaftlich aussagekräftig sein sollten und nicht gefälscht werden oder bloss ein Weltbild wiedergeben.

So könnte man vielleicht tatsächlich die ‘beste aller möglichen Welten’ kreieren.

Bleibt nur zu sagen, es scheint eine Gewissheit zu sein, dass die darwinistischen Gesetze und die Torheit des Menschen nicht auszuhebeln sind.







Bei allen Services (Mister Wong, Yigg, Infopirat etc.)
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