Unabhängig von den anderen Diskussionen über Content und Blogging und Verbände und derartiges:
Ein Statement.
Ich fühle mich immer noch neu in der Blogwelt, wenngleich ich schon Unmengen an Posts und Comments gelesen habe. Und manchmal, da fühle ich mich noch viel zu jung, um hier teilzunehmen. Ich sollte mir eigentlich keine Gedanken über Traffic machen, nicht darüber, wie ich etwas an Bekanntheit und Einfluss gewinnen könnte, auch nicht darüber, ob dieser oder jene Post jetzt wirklich nötig ist. Mit achtzehn sollte man sich nicht darum bemühen müssen, nicht in Dogmas zu verfallen und zuletzt sollte man als ‘Kind’ sich nicht wieder jeden Tag fragen, ob die eigene Meinung denn die richtige ist, oder ob nicht doch jemand anders mit seinen Gedankengängen der Realität, resp. der bestmöglich Lösung für ein Problem näher kommt als man selbst.
Doch dann wieder kann ich mich nicht einfach mit einer Schüssel Popcorn vor die Kiste hocken und mir halt das reinziehen, was grad läuft. Sorry, geht nicht. Ich müsste mich verleugnen.
Doch was hat das alles noch mit Content zu tun?
Nun, es gibt einige tiefgründige Blogs/Posts dort draussen. Und einige Blogger die eine Auffassung von der Welt haben, die ich bei vielen vermisse. Und es gibt auch die, welche sich gegen das Versinken der Wirklichkeit in einem Tümpel Dogmen wehren.
Solche Blogs sind es, die mehr Macht haben sollten. Medial. Gesellschaftlich. Politisch.
(Das vermisse ich in der heutigen Welt, der Fokus auf die Realität, unabhängig von Parteiprogrammen und Verblendung. Mich kann man wohl nicht unbedingt Menschenfreund nennen, wenn ich verlange, das Volk sollte sich zurückbesinnen auf das, was Politik meiner Auffassugn nach sein sollte: ein Prozess, der sich darauf konzentriert aus hundert möglichen Wegen den für die Gesamtheit besten auszuwählen. Vermutlich möchte ich einfach nicht in einer Welt leben, in der die Wissenschaften an Boden verlieren und in der vergessen gegangen ist, dass es weder Gut noch Böse gibt, sondern nur die leere, kalte Welt.)
Und wenn ich bei der Bündelung dieser weit verstreuten Einzelkämpfer helfen kann, resp. sie zuerst in diesem Pulk Faulschädliger auffinden kann, dann bin ich eigentlich ganz zufrieden. Dann kann ich ganz ruhig auch jeden Abend zum Kühlschrank pilgern, Eiswürfel und Zitrone in eine frostige Coke packen und eine gediegene Runde Southpark und Drawn Together gucken.
Tuesday, August 21, 2007 at 2:28
Na also, dann hast Du doch die beste Motivationsgrundlage zum Blog-Schreiben. Etwas besseres kann Dir doch nicht passieren. Was Du schreibst, ist Deine Angelegenheit. Daher bekommst Du auch keine Tipps von mir. Ich persönlich habe eine Devise: Die Welt wartet nicht auf mich, aber ich warte nicht auf die Welt.
Tuesday, August 21, 2007 at 12:20
Nun, wenn man’s so betrachtet, dann hast du irgendwie Recht. Und dann sollte ich froh sein über die Motivation, anstatt mich zu beklagen. Oder auch nicht.