Archiv der Kategorie dept. für gesundheit



High Heels und Trottoirs

Es scheint ja nicht gerade gesund zu sein, High Heels zu tragen. Müssten unsere Gesundheitsfanatiker nicht auch für Präventionskampagnen, Verbote oder Stöckelschuh-Steuern eintreten? Man stelle sich ja nur all die Gesundheitskosten vor, die von High Heels verursacht werden. Beinahe noch schlimmer als Passivrauchen, Fast Food oder Skisport.

Bevor wir allerdings bestimmte Schuhmodelle verbieten, sollten wir damit beginnen, Bürgersteige nicht mehr neben der Strasse zu bauen. Man will ja Gesundheitskosten senken und der Feinstaub und Smog, die über einer viel befahrenen Strasse hängen, sorgen für viele Kranke.

Da wir in einem Zeitalter der Solidarität und Toleranz leben, erstaunt es mich, dass sich niemand mehr mit jemandem solidarisieren will, der eine schlechte Entscheidung getroffen hat und dass kaum einer den ungesunden Lebensstill eines andern toleriert.

Wenn wir also Zwangssolidarität wollen, dann sollten auch Frauen in High Heels und Vielfrasse in diesen Genuss kommen. Besonders weil letztere unser Portemonnaie eher ent- als belasten.

Wenn wir in einer freien Gesellschaft leben wollen, dann sollten wir uns überlegen, ob wir dem Staat erlauben wollen, unseren Lebensstil durch Warnungen auf Zigarettenpaketen, Verboten von McDonalds-Werbung und Präventionskampagnen zu beeinflussen. Die Leute zu informieren ist gut, aber jene zu stigmatisieren, die einen ungesunden Lebensstil pflegen wollen? Das ist deren private Angelegenheit, und in solche hat sich der Staat nicht einzumischen.




Masern und die Opfer der Impfgegner

Dieses Jahr gab es in der Schweiz 2059 Masernfälle. Die Masern-Epidemie sei zwar am Abflauen, wie das Bundesamt für Gesundheit meldet, doch Entwarnung gibt es keine.1
In den Vereinigten Staaten wüten die Masern auch immer noch. Verglichen mit der Schweiz sind die 130 Fälle in diesem Jahr zwar kaum der Rede wert, aber dies sind 130 kranke Kinder zu viel.2

In der Schweiz seit November 2006 über 3000 Masernerkrankungen. Dreitausend Mal Hautausschlag und Fieber, dreitausend Mal die Möglichkeit eines Kindstotes. (Wohingegen die Letalität einer Impfung bei 0 liegt und die typischen Masernsymptome ziemlich selten, und wenn, dann in abgeschwächter Form, auftreten. Auch die Gefahr einer Enzephalitis ist mindestens um den Faktor 1000 geringer.)

Nein, ich verstehe nicht, wie jemand stolz darauf sein kann, wenn er seine Kinder die Masern durchleiden und dem Risiko eines frühzeitigen Todes aussetzen lässt. Doch genau dies tun Impfgegner.

  1. EpochTimes - Masern-Epidemie ist am Abflauen []
  2. bad astronomy - Antivaxxers must be stopped! NOW. []



Gebete töten und Pastoren stehen vor Gericht

Der Glauben an den Nutzen von Gebeten scheint nicht zu kollabieren, auch wenn man beinahe wöchentlich von Fällen hört, wo für ein Kind gebetet wurde, anstatt dessen Krankheit medizinisch zu behandeln.

Ein 15-jähriges Mädchen namens Jessica Crank ist in Lenoir City in Loudon County, Tennessee, in 2002 an Knochenkrebs gestorben, weil ihre Mutter mit Gebeten behandelte, statt mit moderner Medizin. Die Mutter ist Mitglied der Universal Church of Life, die von Ariel Ben Sherman geleitet wird. Jessica lebte mit ihrer Mutter, ihrem Bruder und fünf weiteren Mitgliedern der UCL zusammen. Ihr Vater starb schon früher. Das Tennessee Supreme Court entschied nun, dass Sherman wegen Jessicas Tod angeklagt werden kann, auch wenn er nicht Jessicas biologischer Vater oder mit Jessicas Mutter verheiratet war.1

Gut zu hören, dass derjenige, auf dessen Mist Jessicas Tod gewachsen ist, nun zur Verantwortung gezogen wird.

hat tip to mojoey

  1. knoxnews - Church leader can be tried for contributing to girl’s death []



Über das Abschaffen von Fetten

Freedom requires the freedom to make bad decisions, eat unhealthy foods, and willfully destroy our lives over the objections and well informed advice of others.

If freedom is to be abrogated when people make bad decisions, then there is no freedom.1

Daraus folgt, dass es den Staat ebenso wenig angeht, ob jemand tagtäglich Donuts, gebratenen Speck, Cornflakes, Waffeln mit Schokosauce und Käsekuchen als Frühstück zu sich nimmt, wie ob jemand Frauen mit lila Haaren attraktiv findet, Haschisch raucht, sich in der Nordsee ertränken will, sich prostituieren will, gerne in einem Harem leben will, Videogames mit gewalttätigen Inhalten spielt, keltische Götter verehrt, kubanische Zigarren raucht, mit Modelleisenbahnen spielt oder Briefmarken sammelt.

Der Staat hat viele Aufgaben, den Bürgern einen bestimmten Lebensstil vorzuschreiben gehört nicht dazu.

  1. Kieran’s Commentary - Do not regulate what people do to themselves []



Gebloggter Wein

Der Staat sieht es nicht gerne, wenn Leute derart betrunken sind, dass sie ins Spital eingeliefert werden müssen oder gar zu Alkoholikern werden oder gar das Trinken von alkoholhaltigen Produkten geniessen.

Deshalb soll die Werbung für Wein, Whisky und Bier verboten werden. Weil sich niemand dafür entscheiden darf, den Rest seines Lebens im Suff zu verbringen oder sich ins Koma trinken. Weil dies wäre dann doch zu viel Freiheit in der persönlichen Lebensgestaltung. Schliesslich muss auch eine Norm gepflegt werden. Und Biertrinker sieht niemand gerne. Und ausserdem sind Alkoholiker gar nicht selber schuld an ihrer Sucht. Es sind die bösen Konzerne mit ihrer teuflischen Werbung und die Blogger, die über Wein schreiben.

Dies könnte den Argumentationsgang eines Befürworters von Verboten für Alkohol- und Tabakwerbung gehen. In ihrer Grundessenz sehen diese im Staat einen beschützenden Vater, der seine Kinder mit allen Mitteln davon abhalten muss, sich beim Spiel mit dem Messer zu verletzen. Dort wo die Verantwortung für das eigene Leben unangenehm wird, schiebt man sie ab zu Vater Staat. Was viel einfacher ist, als persönlich mit der Sauferei aufzuhören, seinem Kollegen dabei zu helfen, weniger zu trinken, oder sich gar um Alkoholiker zu kümmern.

Frankreich rätselt deshalb nun darüber, ob Wein-Blogs und andere Websites zum Thema Alkohol verboten sind oder nicht.1

  1. Ordnungspolitischer Blog - Verbot von Wein-Blogs in Frankreich? []



Pocken vs. Impfgegner

Mal sehen, wie wäre es mit einem Death Match zwischen Pocken und Impfgegnern? Wer würde wohl gewinnen?

Sehen wir uns dazu ein paar Zahlen an, die aufzeigen, wie viele Infektionsfälle es pro Jahr in den USA vor und nach der Einführung von Impfprogrammen gab.:

* Diphtherie
vorher 175.885 (1922) - nachher 1(1998)
* Haemophilus Influenzae B
20.000 (1982) - 54 (1998)
* Keuchhusten
147.271 (1925) - 6.279 (1998)
* Masern
503.282 (1962) - 89 (1998)
* Mumps
152.209 (1968) - 606 (1998)
* Pocken
48.164 (1904) - 0 (1998)
* Röteln
47.745 (1968) - 345 (1998)1

Ach ja, die Sterblichkeit von Pocken liegt, je nach Stamm, zwischen 10 und 90 Prozent.2

hat tip to po8

  1. wikipedia []
  2. wikipedia []



Comeback einer guten Freundin in den USA

Die Masernepidemie ist zurück gekehrt. Manche Jahre hätte man gedacht, sie sei an den elenden Impfungen verreckt, doch jetzt ist sie zurück, mit neuen Verbündeten und schlagkräftig wie nie:

Seit diesem Mai 127 Erkrankungen in 15 verschiedenen Staaten. Seit Dekaden sind nie soviele Leute mit den Masern infiziert worden.

Meinen Glückwunsch, Masernepidemie. Dank guten Freunden wie dem Präsidentschaftskandidat McCain wirst du’s vielleicht zurück in die oberen Ränge der alljährlichen Todesstatistiken machen.

hat tip to the bad idea blogger




Die Masern fordern weiter Opfer

In Bad Salzuflen sind ein 10jähriges Mädchen und ein 9jähriger Bube an der unheilbaren Gehirnentzündung SSPE erkrankt. Als Folge einer Masernerkankung im Säuglingsalter. Angesteckt wurden sie von einem 11-Jährigen, dessen Eltern sich gegen eine Impfung aussprachen.1

Es ist traurig, aber Kinder sterben, bloss weil irgendwelche Eltern dem Aberglauben anheim gefallen sind, Impfungen seien schädlich oder zumindest - wo möglich - zu umgehen. Dies ist ein Glaube, der in unserer Gesellschaft stark verankert ist. Mit der Folge von Masernepidemien und todgeweihten Kindern.

Deshalb ist ein Impfzwang zu befürworten.

Aus denselben Gründen ist es zwingend nötig, den Skeptizismus in die Öffentlichkeit zu tragen. Weil ein harmloser Aberglaube - Was ist schon dabei, wenn ein erwachsener Mensch lieber ein paar wirklose Kügelchen isst, also zum Doktor zu gehen? Es ist seine Gesundheit, sein Leben. (Nicht sein Portemonnaie!) - schnell Tote fordert.

(Dazu ist der “Kampf gegen Aberglauben” besonders im Gesundheitswesen angebracht. Weil es andere Leute tangiert, wenn ein Erwachsener sich nicht impfen lässt oder statt zum Arzt zu einem Esoteriker läuft. Weil es Personen gibt, denen es aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, sich zu impfen. Weil man Säuglinge nicht an Tag Null impfen kann. Weil diese Leute ihre Kinder gefährden und zu einem Gefahrenherd lassen werden, weil sie ihre Kinder nicht impfen. Ab und an bringen sie ihre Kinder selbst bei lebensgefährdenden Krankheiten nicht zum Doktor. Schliesslich und endlich, weil sie diesen Bullshit auch noch verbreiten. Ein tödliches Mem in die Welt setzen.)

  1. gwup - Achtung Impfgegner: Masern sind tödliche Gefahr! []



Psychopath oder gottesfürchtig?

Ist jemand psychisch krank, der glaubt, seine Kinder seien von Dämonen besessen? Wie steht’s mit dem, der bloss an Dämonen glaubt, die in Leute kriechen und diese beeinflussen können, nicht aber, dass seine Kinder unter der Kontrolle von Dämonen stehen? Was, wenn jemand an Elfen glaubt und daran, dass diese draussen im Garten nisten und er sich jeden Samstagmorgen mit ihnen über Pralinen unterhält?

Wie erkennt man den Unterschied zwischen einer psychisch gesunden Person, die sich in einer Dämonenwelt wähnt und einer Person mit einer paranoiden Schizphrenie, die dasselbe glaubt? Daran, dass letztere ihre Kinder umbringt?

Wenn Leute gibt, die mit Engeln sprechen psychisch gesund sein sollen, wieso nicht dasselbe von Personen behaupten, die Alumützen tragen, weil die CIA sonst ihre Gedanken liest? Was ist mit jenen, die imaginäre Freunde haben (keine Götter, Engel oder Feen, sondern Personen, so menschlich wie ein Müllmann)?

Hm, wo ziehen wir die Linie?

Anders gefragt:
Jene Frau, die ihre 5 Kinder vergiftet und erstickt hat, war diese wirklich krank und hätte also ihre Kinder so oder so umgebracht, oder war sie bloss sehr gottesfürchtig?
Wenn sie psychisch krank war, hat ihre Erkrankung dazu geführt, dass sie an Dämonen zu glauben begann, oder glaubte sie schon davor an Dämonen, Engel und ähnliches?

Ist es überhaupt möglich, irgendwelche Grenzen zu ziehen, oder hängen all diese Dinge zu sehr zusammen? Man bedenke schliesslich auch, dass unser Geist bloss aus ein paar Nervenzellen besteht, die in einen beweglichen, zur Interaktion fähigen Körper eingebettet sind.

(Die Frage, mit der sich künftige Generationen womöglich beschäftigen müssen (Sofern man das Hirn und dessen Anhängsel je wirklich verstehen wird und man die Instrumente entwickelt hat, gezielt einzelne Nervenzellen “umzupflanzen” und somit auch den Geist der entsprechenden Person ändern kann): Soll man jene Frau wegsperren, damit man ihr Hirn nicht manipulieren muss (Obwohl dies eigentlich genau Sinn und Zweck heutriger Psychiatrien ist, bloss sind ihre Instrumente mehrere Grössenordnungen indirekter.)? Oder soll man sie unters Messer legen, damit sie wieder Teil der Gesellschaft werden kann?)

Inspiriert vom Fall Steffi K., auf den mich Horstibär mit seinem Beitrag Fatale Kombination aus Esoterik und Paranoia aufmerksam gemacht hat.




Aufruf zum Untergang der Alternativmedizin

Des weiteren fordere ich die sofortige Beendigung der Diskriminierung von Ärzten als Schulmediziner.

Po8ischer Blogtipp zur nicht allzu späten Stunde:

Die einzige Möglichkeit der Alternativmedizinseuche Herr zu werden ist das entschlossene Vorgehen auch der unentschlossenen Patienten. Wer einen niedergelassenen Kassenarzt besucht, der, weil es so “in” ist, auch einen Homöopathiekurs gemacht hat und sich jetzt als solcher schimpft, der Fördert diesen Schwachsinn, ist also passiver Unterstützer. Wer von seiner Krankenkasse fordert, dass sie die homöopathischen Wässerchen bezahlt, der unterstützt den Blödsinn auch noch aktiv. Wir sollten in der heutigen Zeit Dogmen keine Chance mehr geben und v.a. nicht auf die Propaganda von einigen Pseudomedizinsekten hereinfallen, obwohl uns unser Hausarzt fast täglich das Gegenteil beweist und diese als Lügner entlarvt.1

  1. Der po8ische Blog - Das Dogma der “bösen” Schulmedizin. []